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Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 31

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Sommerzeit ist Urlaubszeit. Die Glücklichen unter euch können sich durch diese Urlaubs-Abwesenheitsnotizen inspirieren lassen. Wir machen natürlich keine Pause und berichten euch in dieser Woche alles über blockierte CSS- und JavaScript-Dateien, die STEPPS-Theorie beim Social Sharing sowie Tools zur Überwachung der Sichtbarkeit. Also, bleibt dran!

Blockierte CSS- und JavaScript-Dateien? Don’t panic!

Aufgrund einer Benachrichtigung in Googles Search Console wurden in dieser Woche viele Webmaster unruhig. Seit Oktober 2014 kann das Blockieren von CSS- und JavaScript-Dateien in der robots.txt zu einer Verschlechterung im Ranking führen. Genau diesen Hinweis schickte Google an eine große Anzahl von Webmastern mit der Bitte um die Deblockierung der Inhalte. Der Suchmaschinen-Bot kann bei einer Blockade der Dateien die jeweilige Website nicht richtig auslesen.

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Um einen Abfall im Ranking zu vermeiden, gibt Google die Schritte vor, die Webmaster gehen sollten: Zunächst muss die eigene Seite so gecrawlt werden wie durch die Suchmaschine („Abruf wie durch Google„), um die blockierten Ressourcen zu identifizieren. Dann sollten diese in der robots.txt freigegeben und anschließend noch einmal überprüft werden. Wem dies nicht gleich ganz klar ist, braucht keine Panik zu kriegen, denn dem hilft die anschauliche Erläuterung von OnPage.org weiter. Mit dem Befehl „Disallow“ werden in der robots.txt die Elemente aufgeführt, die nicht vom Suchmaschinen-Bot gecrawlt werden sollen. Sind CSS- und JavaScript-Ressourcen darunter, sollte der Befehl zu „Allow“ geändert werden. (Bild)


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Mit verschiedenen OnPage.org-Tools lassen sich noch weitere Einstellungen vornehmen und man erhält genaue Einblicke in die Einstellungen der robots.txt. Für den Apache-Server sowie die WordPress-robots.txt gibt es detallierte Erläuterungen.

Das dürfte also auch Webmaster beruhigen, die in dieser Woche „gewarnt“ wurden. Die Ursachen der Benachrichtigungen resultieren bei knapp einem Fünftel der Betroffenen aus dem Mobile Update: Die Anpassung der Inhalte auf mobile Endgeräte wird maßgeblich durch den Einsatz von CSS- und JavaScript-Dateien beeinflusst, was die hohe Anzahl der durch den Search-Console-Hinweis betroffenen Webmaster erklärt.

Ein ähnliches Problem betrifft dynamische Inhalte, die nicht direkt beim Öffnen einer Website angezeigt werden. Google bestätigte in dieser Woche, dass die Suchmaschine diese nicht auslesen kann. Diese Inhalte sind dynamisch, nicht versteckt. Auch hier hilft der „Abruf wie durch Google“.

Sharing is Caring – Die STEPPS-Theorie und warum User Inhalte teilen


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Neben persönlichen Erlebnissen und Geschichten teilt man in sozialen Netzwerken vor allem auch eins: fremde Inhalte, die witzig erscheinen, die die eigene Meinung untermauern oder einfach besonders ansprechend gestaltet sind. Vor dieser Herausforderung stehen Unternehmen, die online präsent sein und wirken wollen. Durch Social Sharing können sie ihre Reichweite erhöhen, den Traffic auf ihrer Website steigern und ihre Zielgruppe in kleineren Teilen gezielter ansprechen. Das Ranking kann indirekt positiv beeinflusst werden, da die Brand Authority durch Social Signals erhöht wird, letztere jedoch keinen direkten Ranking-Faktor darstellen. Doch welche Inhalte werden geteilt? Auf seokratie.de wird die STEPPS-Theorie zu den Beweggründen von Social Sharing näher vorgestellt. Diese Faktoren verbergen sich hinter STEPPS:

  • Social Currency: Einige User teilen Inhalte, weil sie ihr soziales Ansehen durch Expertenwissen oder besonders lustige Dinge steigern möchten. Dazu nutzen sie den Content, der genau das bewerkstelligt.
  • Trigger: Diese Art von Inhalten fördert das Wir-Gefühl. Sie werden geteilt, wenn die User sich als Teil einer bestimmten Gruppe (z.B. einer Fangemeinschaft) fühlen und deren Ansichten teilen wollen.
  • Emotion: Die vielleicht am meisten geteilten Inhalte sind die, die unsere Lachmuskeln, unsere Tränendrüsen oder unseren Geduldsfaden herausfordern. lachender-smileyWer eine Emotion durch das Teilen eines Inhalts untermauern kann, klickt schnell den Share Button.
  • Public: Oftmals regt es auch zum Teilen an, wenn ein bestimmter Inhalt schon sehr präsent ist und bereits oft geteilt wurde. Der User möchte mitmischen und zu einem beliebten Thema seine Meinung abgeben.
  • Practical Value: Content, der Fragen beantwortet und Wissen vermittelt, bietet großes Potenzial zum Sharen. Vor allem, wenn in bestimmten Zielgruppen immer wieder die gleichen Fragen gestellt werden, kann man hier mit Expertenwissen einiges erreichen.
  • Stories: Und wenn das alles nichts bringt, helfen doch immer noch ein paar gute Geschichten weiter. Story Telling funktioniert auch in sozialen Netzwerken sehr gut, um die User abzuholen.

Wenn man diese Punkte beachtet und sich zusätzlich in die Lage des Users versetzt, hat der eigene Content gute Chancen auf Verbreitung.

Internationale Domains begünstigen die Sichtbarkeit – Case Study

Eine interessante Case Study hat uns rankingcheck.de in dieser Woche bereitgestellt. Anhand ihres Kunden nfon.com erläutern sie, welch positiven Effekt ein Umzug auf eine internationale Domain auf die Sichtbarkeit und die Lead-Generierung haben kann. Die zuvor voneinander getrennten Länderdomains wurden nach einem groß angelegten Relaunch auf eine gemeinsame .com-Domain gelegt. Die österreichischen Seiten wurden z.B. von nfon.at auf nfon.com/at umgezogen. Die neue .at-Endung zeigt auch besonders schön den starken Effekt, den die Umstellung hat: In Österreich stieg der organische Traffic um 43 % an und die Seite generierte 63 % mehr Leads.

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© rankingcheck.de

In Großbritannien brachte der Umzug ähnliche Erfolge. Die traffic-schwache .com-Domain wurde auf eine .com/gb-Domain umgeleitet. Zusammen mit der Umstellung auf HTTPS erhöhte sich der organische Traffic um fast 80 %. Gründe für diese starken, positiven Effekte sind viele Ranking-Faktoren, die für eine gesamte Domain gelten und nicht für einzelne Unterseiten oder -ordner. Backlinks sind darunter z.B. ein wichtiger Faktor. So profitieren schwächere Länder von den Stärkeren, im infon-Fall von den deutschen Seiten. Wenn man also neue Märkte erschließen und schnell Rankings erzielen will, liegt die Handlungsempfehlung klar beim Hosting auf einer einzigen Gesamt-Domain.

Interessant im Zusammenhang mit dieser Studie wäre natürlich auch noch zu erfahren, wie sich die Sichtbarkeit der anderen Länder entwickelt hat. Vielleicht lassen sich daraus auch länderspezifische Merkmale feststellen.

Hilfe, meine Sichtbarkeit! Welche Tools bei einem Sichtbarkeitsabfall helfen können


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Der Albtraum aller SEOs: Die Sichtbarkeit sinkt und keiner weiß, warum! Dazu haben wir als kleinen Nachtrag aus der letzten Woche einen Artikel für euch, der zeigt, wie man Ursachen für diesen Sichtbarkeitsschwund ausmachen kann. Der hrefs-Blog erklärt dies mithilfe von acht Tools. Erstes Tool zur Bestandsaufnahme ist dabei (natürlich) Google Analytics. Hier sollte man einerseits herausfinden, welche Seiten besonders von einem Abfall betroffen sind und andererseits die mobile Sichtbarkeit überprüfen. Denn abnehmende Sichtbarkeit kann immer noch mit dem Mobile Update aus dem April dieses Jahres zusammenhängen. Den Mobile-Friendly-Test machen und checken, ob gegen die Seite eine manuelle Abstrafung verhängt wurde, kann und sollte man dann in der Google Search Console.

Im nächsten Schritt werden die abgefallenen Keywords untersucht. Das geht mit SEMRush, das die Positionsveränderungen in der organischen Suche anzeigt. Zusätzlich dazu sollte das Panguin Tool angeschmissen werden, dass die Ranking-Verluste mit den großen Google Updates abgleicht. Im nächsten Schritt wird das Backlink-Profil untersucht. Dazu gibt der Site Explorer einen guten Überblick über neue und verlorene Backlinks.

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Um die Konkurrenz zu betrachten, kann SimilarWeb zurate gezogen werden. Falls andere Wettbewerber keine Verluste in Kauf nehmen mussten, kann mit der WaybackMachine überprüft werden, welcher Content im betroffenen Zeitraum veröffentlicht wurde. Zum Schluss wird kein wirkliches Tool angewendet, sondern gesunder Menschenverstand. Eine Kontrolle der robots.txt, der .htaccess und der Statuscodes sowie Canonicals einzelner URLs ist unbedingt nötig, um nicht ganz grundlegende Dinge zu übersehen, die schuld an den Ranking-Verlusten sein könnten.

Details zu jedem Tool gibt es im Artikel. Damit sollte man jedem Verlust der Sichtbarkeit auf den Grund gehen können!

Vermischtes

  • Zugriff auf API zur Autocomplete eingeschränkt: Um Missbrauch entgegenzuwirken, kündigte Google in dieser Woche an, den Zugriff auf die API-Schnittstelle zur Autocomplete-Funktion für nicht autorisierte Zugänge einzuschränken. Obwohl diese bisher nicht öffentlich freigegeben war, nutzten viele Drittanbieter das Autocomplete für eigene Zwecke. Den offiziellen Post dazu gibt es hier.

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  • Die einen auf dem absteigenden Ast…: Es geht weiter bergab mit Google+. In dieser Woche verabschiedete sich Google vom Login-Zwang beim Kommentieren von YouTube-Videos. Es scheint, als hätte auch Produktchef Bradley Horowitz eingesehen, dass Google+ in der ersten Liga der sozialen Netzwerke schon lange den Anschluss verloren hat.
  • …die anderen im Höhenflug: Auf der anderen Seite legt Twitter im zweiten Quartal dieses Jahres deutlich zu. Wie der Spiegel berichtet, steigerte der Kurznachrichtendienst seine Umsätze um 124 %. Auch die Benutzerzahlen stiegen um ein Viertel an.
  • Online Marketing Industry Survey: In dieser Woche veröffentlichte der MOZ Blog seine jährliche Studie zur Lage der Online-Marketing-Industrie. In den letzten Wochen wurden über 3.600 Marketeers zu ihren Berührungspunkten und Gewohnheiten mit und in der Branche befragt. Da die letzte Studie sich auf das Jahr 2013 bezog, werden in der aktuellen die letzten 18 Monate hinsichtlich angebotener Dienstleistungen und dafür meist genutzter Tools reflektiert.
  • whatsapp-logoWhatsApp-Nachrichten per Google Now: In den USA macht Google sich jetzt an den Nachrichtendienst WhatsApp ran. Ab sofort ist es möglich, einen kurzen, per Spracheingabe verfassten, Hinweis an Google Now zu geben und dann Nachrichten über die App zu versenden. Weitere Sprachen sollen schon bald verfügbar sein, wie seo-suedwest.de berichtet.
  • Produktdaten optimieren: Das korrekte Anlegen von Produktdaten bringt Online-Shop-Betreibern nicht nur Vorteile auf dem Markt, sondern übermittelt auch korrekte Daten an Suchmaschinen oder Online-Portale wie Amazon. Viele Betreiber behandeln diese Produktdaten allerdings noch stiefmütterlich. Eine ausführliche Anleitung zur Produktdaten-Optimierung gibt netzaktiv.de.
  • Cookie-Hinweis wird Pflicht: So bedacht auf den Datenschutz kennt man Google gar nicht: Der Suchmaschinencookie-hinweis-google-cookieriese verpflichtet Website- und App-Anbieter nun, Cookie-Hinweise zu setzen. In welchem rechtlichen Rahmen sich dieser Hinweis auf den Einsatz von Zwischenspeichern bewegt und wie man den Cookie-Hinweis einbaut, erläutert Anwalt Thomas Schwenke auf seinem Blog sehr anschaulich.
  • Top 100 der SEO Influencer: Das SEO-Portal hat uns in dieser Woche eine Auswahl der einflussreichsten Personen der Online-Marketing- und SEO-Branche präsentiert. Dabei herausgekommen sind die Top 100 der Influencer 2015, die in ihrer jeweiligen Online-Marketing-Disziplin mit Expertenwissen glänzen. Patrick von artaxo ist natürlich auch dabei. 😉

Damit seid ihr wieder up to date und wir verabschieden uns bis nächste Woche mit dem Wochenrückblick – auch ohne Abwesenheitsnotiz. 😉 Ein schönes Wochenende wünschen

Sandra und die SEO Trainees

SEO Trainee
Das Ziel des optimalen Ergebnisses vor Augen, kreativ und innovativ – SEO und ich haben eigentlich viel gemeinsam. Auch wenn ich noch blutige Anfängerin bin, freue ich mich auf neue Herausforderungen in der Welt der Keywords, Usability und OnPage-Optimierung. Von der oft trockenen Theorie heißt es jetzt ab in die Praxis und ins dynamische Feld der SEO, wo ich meine Liebe zum Schreiben einbringen möchte – vor allem hier im Blog!
Dieser Artikel wurde am Freitag, den 31. Juli 2015 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
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