SEO Trainee

Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 30

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Wir haben auch heute wieder voll bambus die frischesten SEO News dieser Woche für euch – wer das nicht versteht, sollte hier einmal die heißesten Anwärter auf das Jugendwort 2015 nachschlagen. Aber jetzt wollen wir nicht lange rumskylern, sondern auf die häufigsten Fehler beim Canonical Tag eingehen, Traffic über die Bildersuche untersuchen und uns anschauen, was sonst noch alles in der KW 30 passiert ist. 

Fehlerteufel Canonical Tag – Was man bei seiner Verwendung beachten sollte

fehlerteufelEs ist eines der wichtigsten SEO-Werkzeuge, wird oftmals falsch verstanden und noch schlimmer angewandt: das Canonical Tag. Richtig eingesetzt hilft es dabei, Duplicate Content zu vermeiden. Bestehen zwei gleiche Inhalte auf unterschiedlichen URLs, wird der Suchmaschine mit dem Hinweis rel=“canonical“klar gemacht, auf welcher der URLs sich der Originalinhalt befindet, der indexiert werden soll. Okay, zugegeben – das ist nicht ganz so leicht zu verstehen und es können Fehler entstehen. 14 13 dieser häufigsten Fehler hat seo-suedwest.de in dieser Woche für euch dargestellt und liefert direkt eine Erklärung dazu (die 10 haben sie wohl übersprungen 😉 ). Wir haben sie für euch zusammengefasst:

  1. Canonicals in der Paginierung: Geht z.B. ein Artikel auf einem Blog über mehrere Seiten, sollte nicht das Canonical Tag eingesetzt werden, da der Artikel sonst nicht vollständig indexiert wird. Bei der Paginierung werden die Elemente rel=“prev“ und rel=“next“ verwendet.
  2. Relative statt absolute URLs: Damit das Canonical Tag nicht ins Leere führt, muss beim Verweis die absolute URL, also die URL mit http://, vorangestellt werden.
  3. Copy Paste Canonicals: In den Weiten des HTML-Quellcodes kann es oft passieren, dass durch Kopierfehler Canonicals da gesetzt werden, wo sie gar nicht hinsollen. Also, hier immer gut nachprüfen und den Quellcode regelmäßig nach Canonical Tags durchsuchen und auf ihre Korrektheit zu überprüfen.
  4. Canonicals auf Kategorieseiten: Wenn eine Kategorieseite eine Übersicht der beinhalteten Beiträge oder Produkte zeigt, wird man verleitet, die Kategorieseite mit dem Canonical auf eine Detailseite zu verweisen. Dann verschwindet diese aber aus dem Index!
  5. Canonical im Body: Ganz einfach, das Canonical IMMER im Headbereich einer Seite einsetzen, NIEMALS im Body!
  6. Canonical für die Linkpower verwenden: Viele Webmaster denken, die Linkstärke einer Seite könnte durch viele Canonical-Referenzen gesteigert werden. Dieser  Punkt ist umstritten, denn eigentlich sollte das Canonical Tag nicht zur Übertragung der Linkpower verwendet werden wie z.B. eine 301-Weiterleitung.
  7. Eine Seite, auf die alle Canonicals zeigen: Ein fataler Fehler kann passieren, wenn man mit automatisch generierten Canonicals arbeitet. Wenn alle Tags auf nur eine Seite zeigen, kann es passieren, dass nur diese indexiert wird. Hier sollte man also aufpassen, welche Plugins man verwendet.

    canonical-tag

    © canonical-tag.de

  8. Verkettungen von Canonicals: Eine Kette von Canonicals, bei der die Suchmaschine immer weiterspringen muss, führt zu Verwirrungen im Ranking. Daher sollte man vermeiden, dass Beispielseite 1 auf Beispielseite 2 und diese auf Beispielseite 3 verweist und so weiter.
  9. Gegenseitige Verweise: Das Gleiche gilt auch für das Rückverweisen von zwei Seiten untereinander. Wenn die Seite auf die andere Seite verweist und umgekehrt, ist der Suchmaschinenbot verwirrt.
  10. Canonicals auf falsche URLs: Ein weiterer häufiger Fehler, der durch automatisch generierte Tags im CMS zustande kommt, sind Canonicals, die auf falsche URLs zeigen. Das sind oftmals URLs, die auch mit Parametern aufgerufen werden können.
  11. Kein Canonical bei Parametern: Ein großer Gefahrenherd für Duplicate Content ist es, wenn Inhalte, die über viele verschiedene URLs mit unterschiedlichen Parametern abrufbar sind, nicht kanonisiert werden. Das ist z.B. oft bei Shops mit vielen Session IDs der Fall.
  12. Keine Canonicals für mobile URLs: Wenn die mobile Version einer Website über eine m-Subdomain läuft, sollte das Canonical nur auf der mobilen Seite verwendet werden. Die Desktop-Version sollte allerdings den Hinweis „rel alternate“ enthalten, der dann auf die mobile Version verweist.

Wir ihr seht, bietet das Canonical Tag zahlreiche Fehlerquellen. Doch wer sich diese Tipps zu Herzen nimmt und die Funktionsweise des Tag einmal verstanden hat, der macht bestimmt so schnell keine Fehler mehr! 🙂

Mit Analytics den Traffic über die Bildersuche analysieren

Google Analytics liefert seinen Webmastern seit Jahren eine Hülle an aufschlussreichen Informationen zu den Besuchern, die die jeweilige Website aufrufen. Sich in diesem Berg an Daten zurechtzufinden, ist nicht immer für jeden direkt möglich. Martin Mißfeldt hat sich daher auf seinem tagseoblog einmal einer Funktion in Google Analytics angenommen, die für viele noch eine große Baustelle darstellt. In seinem neuen Artikel beschreibt er schrittweise, wie sich der Traffic über die Bildersuche auswerten lässt.

Zunächst muss man wissen, dass der Traffic über die Bildersuche nicht als „Quelle“, sondern als „Verweis“ in den Berichten im Dashboard aufgelistet wird.  Unter der Angabe „google.de“, „google.com“ oder vergleichbaren Domains wird dann deutlich, welcher Traffic aus der Suchmaschine stammt.

wie-viele-besucher-google-bildersuche

© tagseoblog.de

Diese Daten zeigen zunächst den gesamten Traffic der Suchmaschine. Wie viele über die Bildersuche der Suchmaschine auf die Website kommen, kann man im Verweispfad /imgres analysieren. Dieser ist oben in der primären Dimension angegeben. Möchte man zusätzlich noch erfahren, welche Unterseiten die User besuchen, wählt man in der zweiten Dimension „Zielseite“ aus. Dann erhält man eine Liste, die nach der Anzahl der Besucher sortiert ist, die über die Google Bildersuche auf die Website gelangt sind.

google-bilder-besucher-zielseiten

© tagseoblog.de

Leider fehlt die Angabe in Analytics, über welche Keywords der User auf die Seite gekommen ist. Nichtsdestotrotz ist das eine gute Option, seinen Traffic genau im Auge zu behalten – und dank Martins Artikel auch leicht nachzuvollziehen. Daumen hoch!

Wie man den Content-Management-Prozess optimieren kann

Website-Betreiber, die mit der Zeit gehen und sich dafür entschieden haben, ihren Usern nicht nur Produkte bzw. Dienstleistungen zu präsentieren, sondern sie darüber hinaus mit gehaltvollem Content zu versorgen, kommen meist nicht drumherum, ihren Content zu strukturieren. Dabei hilft ein systematisches Content Management. Jan Cerny hat in diese Woche auf Rankingcheck einen detaillierten Artikel dazu veröffentlicht, welche Punkte im Rahmen einer Content-Strategie und mithilfe von Content Management beachtet werden sollten.

Zunächst ist das der Faktor Zeit. Verantwortliche können finanzielle und personelle Ressourcen bestimmten Zeiteinheiten zuteilen und den Erfolg im Anschluss beurteilen. Als Content Manager hat man dabei eine überwachende Funktion. Um nicht den Überblick zu verlieren, kann eine klare Struktur helfen: Im Content Management wird dabei zunächst ein Content Audit erstellt. Dies ist eine Art Inventur des bestehenden Contents mit anschließender Ideensammlung, wie sich neue Inhalte erschließen lassen. Im darauffolgenden Content Setup werden dann Ziele definiert und die Potenziale des eigenen Unternehmens erkannt. Danach wird die Content-Erstellung in verschiedenen Tasks den Beteiligten zugeordnet, wobei jede Partei versuchen sollte, den Zeit- und Budgetplan einzuhalten. Außerdem wird schon vorher festgelegt, wann, wie und wo der Content veröffentlicht werden soll. Der Outreach bzw. das Seeding des Contents sollte im Anschluss durch die Streuung in den Owned, Paid und Earned Media erfolgen. Dieser Prozess ist vielschichtig und umfasst viele Beteiligte, die der Content Manager im besten Fall zu jeder Zeit im Blick hat. Graphisch hat Jan Cerny das so festgehalten:

Content-Manager
© rankingcheck.de

Um diesen Wust an Aufgaben und Personen zu überblicken, kann ein Projektmanagement-Tool im Content Management helfen. Wir wissen aus der Praxis aber auch alle, dass dieses meist nicht so konsequent genutzt wird, wie es sein sollte. Das kommt auch dadurch, dass viele Tools oftmals zu statisch sind und nicht auf spontane Änderungen reagieren können. Deshalb steht die persönliche Kommunikation aller Beteiligten an einem Projekt auch immer an erster Stelle.

 Vermischtes



  • Instagram-Suche auf dem Desktop: Die Foto-Sharing-App erweitert fleißig ihr Angebot. So ist es jetzt auch möglich, auf der Desktop-Version von Instagram gezielt nach Hashtags, Orten und Nutzerkonten zu suchen. Der Nutzer erhält dann eine Auflistung passender Posts, deren Ranking anhand der Anzahl ihrer Likes ermittelt wird. Optisch ist das Design der Desktopsuche an die App angepasst.
  • Werbung & Recht: Lange Rechtsstreits ziehen sich auch immer wieder durch die Online-Branche und gelangen sogar bis vor den Europäischen Gerichtshof. Eine dieser Streitigkeiten ist auch die Verwendung fremder Markennamen als Keywords in Werbekampagnen. Gastautor und Fachanwalt Martin Schirmbacher erläutert auf onpage.org das komplizierte Markenrecht und worauf beim Buchen von Werbeanzeigen zu achten ist. Hilfreiche Tipps inkl. Checkliste!
  • Panda is coming back: Nach einer langen Wartezeit von knapp einem Jahr hat Google diese Woche bestätigt, dass ein erneuter Roll Out des Panda Updates am vergangenen Wochenende begonnen hat. Neu dabei ist, dass sich das Update nun über Monate erstrecken wird, wie searchengineland.com berichtet. Alle, die zuvor abgestraft wurden und am Content gearbeitet haben, dürfen nun auf Verbesserungen hoffen.
  • internationalMit dem Online Shop ins Ausland: Netzaktiv.de hat in dieser Woche eine neue Reihe gestartet, die die Internationalisierung von Online Shops ausführlich beleuchtet. Im ersten Teil erfahrt ihr, welche Entscheidungen ihr im Vorfeld treffen müsst. Z.B. wichtige Fragen, wie: welche Länder, welche Währung, welche Sprachen? Wer wissen will, welche Chancen die Expansion ins Ausland bietet, liest auch die folgenden Teile!
  • Länderauszeichnung bei gTLDs: Google wird neue generische TopLevelDomains (gTLDs) genauso behandeln wie z.B. eine .com-TLD. Das wurde in dieser Woche bekannt. Für diese gTLDs sollte in der Search Console eine Länderzuordnung angelegt werden, damit Google diese bei lokalen Rankings mit einbeziehen kann. Das heißt aber nicht, dass neue gTLDs wie z.B. .bayern dann im lokalen Ranking bevorzugt werden.
  • Blogkommentar-Spam-Revival: Eine Blackhat-SEO-Methode, die zu Zeiten des noch nicht ganz so schlauen Googles sehr beliebt war, ist das Blogkommentar-Spamming. Automatisch generierte Texte werden als Kommentare unter Blogposts gesetzt und mit einem Backlink versehen – heute nicht mehr üblich. Doch seit einiger Zeit beobachtet seokratie.de eine neue Form des Spams. Alles über die neuen, personalisierten Blog-Spam-Kommentare lest ihr hier. Kommt uns auch irgendwie bekannt vor…
  • Google Glass Enterprise: 

    Google feilt weiter an dem lange tot geglaubten Projekt der Google Glass. Die neue Enterprise-Edition lässt sich einklappen, ist wasserdicht google-glass-enterpriseund deutlich robuster als vorherige Prototypen, wie der GoogleWatchBlog berichtet. Wie der Name schon verrät, richtet sich das Modell zunächst nur an Unternehmen – eine Strategieänderung, von der sich Google eine größere Akzeptanz der smarten Brille erhofft.

  • Betreffzeilen-Experiment: Die Internetkapitäne präsentieren in dieser Woche das Ergebnis eines Experiments: Sie konnten mit individualisierten E-Mail-Betreffzeilen beim Linkaufbau oder Seeding keine besseren Zahlen erzielen. Die Unterschiede beim A/B-Testing waren sehr gering. Sollte man also von der persönlichen Ansprache im Betreff absehen? Die Internetkapitäne raten trotz des Ergebnisses davon ab.
  • Hinweis für alle Gleichgesinnten und WordPress-Nutzer: Es wird empfohlen, schnell auf die neueste Version 4.2.3 upzudaten, die wichtige Sicherheitslücken schließt! Infos dazu und den Download gibt es hier.

smombieSo, nachdem ihr jetzt alle wie Smombies rumgelaufen seid, um unseren Wochenrückblick zu lesen, heißt es jetzt wieder aufblicken! Ein paar gute Reststunden und dann natürlich ein schönes Wochenende wünschen euch

Sandra und die SEO Trainees

SEO Trainee
Das Ziel des optimalen Ergebnisses vor Augen, kreativ und innovativ – SEO und ich haben eigentlich viel gemeinsam. Auch wenn ich noch blutige Anfängerin bin, freue ich mich auf neue Herausforderungen in der Welt der Keywords, Usability und OnPage-Optimierung. Von der oft trockenen Theorie heißt es jetzt ab in die Praxis und ins dynamische Feld der SEO, wo ich meine Liebe zum Schreiben einbringen möchte – vor allem hier im Blog!
Dieser Artikel wurde am Freitag, den 24. Juli 2015 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
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