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SEO-Monatsrückblick November 2022

Der November hält wieder einige interessante News für euch bereit. Spannende Google Search Features, die schon seit Längerem angekündigt wurden, gehen jetzt so langsam an den Start. Allen voran die Multisearch. Zumindest in den USA kann diese jetzt von allen ausgiebig getestet werden. Bis diese Funktionen auch bei uns ankommen, haben wir in unserem SEO-Monatsrückblick November viele weitere Tipps für euch, die ihr direkt testen könnt. Unter anderem erwarten euch eine neue SEO-KPI bei PageSpeed Insight sowie neue Shopping-Tab-Listen in der GSC. Viel Spaß beim Lesen!

Multisearch, Lens, AR, Maps & Co: Google rollt verschiedene neue Funktionen in den USA aus

Google hat diesen Monat damit begonnen, eine Reihe neuer Features auszurollen. Viele von diesen wurden Ende September dieses Jahres bereits auf Googles Search On angekündigt. Alle Features sind zunächst auf die englischsprachigen Suchergebnisse beschränkt, es wird also vermutlich noch etwas dauern, bis wir sie testen können.

Google ergänzt die Funktionen seiner Produkte ständig, es kommt jedoch nicht häufig vor, dass so viel Neues in einem so kurzen Zeitrahmen veröffentlicht wird. Wir stellen euch im Folgenden die Features einmal zusammenfassend vor, damit ihr schon vorbereitet seid, wenn diese neuen Funktionen auch bei uns ankommen.

Neue Anwendungen der Multisearch-Funktion

Über die Anwendungsmöglichkeiten von Multisearch haben wir bereits in unserem SEO-Monatsrückblick April 2022 berichtet. In den USA ist es nun möglich, damit herauszufinden, wo bestimmte Lebensmittel im Umfeld angeboten werden. Dazu müsst ihr einfach ein Foto oder einen Screenshot des jeweiligen Lebensmittels hochladen und diese durch die Worte „in meiner Nähe“ ergänzen. Schon zeigt euch Google Orte an, wo ihr diese erwerben könnt.

Abbildung 1: Hier sehr ihr die neue Multisearch-Funktion direkt in Aktion. Quelle: Search Engine Land

Die Multisearch-Funktion wird vermutlich nicht nur auf Essen beschränkt sein, sondern ihr könnt damit wahrscheinlich auch herausfinden, wo es andere kleinere Gegenstände, wie z. B. Leuchtmittel in eurer Nähe zu kaufen gibt. Da bei der Vermarktung der neuen Funktion die Essenssuche jedoch stark im Vordergrund stand, ist nicht vollkommen gesichert, inwieweit sich diese Suchfunktion auf andere Produkte anwenden lässt.

Verbesserte Übersetzungsfunktion mit Google Lens

Mit dem neuen Update von Google Lens ist es euch nun möglich, Texte auf komplexeren Hintergründen zu übersetzen, ohne dass dabei die Texturen der Hintergründe verdeckt werden. Google löscht den Originaltext nun und erstellt die darunter liegenden Pixel mit einem KI-generierten Hintergrund neu. Dann wird der übersetzte Text über das Bild gelegt. Für diese neue Funktion verwendet Google die gleiche Technologie wie auf den Pixel-Geräten – bekannt als „Magix Eraser“-Funktion für Fotos.

Hier seht ihr ein Beispiel für die neue Funktion:

Nach dem neusten Google Lens Update werden auch komplexe Hintergründe nicht mehr einfach verdeckt
Abbildung 2: Nach dem neusten Google Lens Update werden auch komplexe Hintergründe nicht mehr einfach verdeckt. Quelle: Adseed

Diese Funktion ist auch in den USA noch nicht verfügbar und wird erst Ende dieses Jahres ausgerollt.

Augmented Reality (AR) Erweiterungen für Google Shopping

Es wurden zwei Augmented-Reality-Funktionen von Google Shopping ergänzt:

AR-Beauty: Google hat eine Fotobibliothek mit 150 Models hinzugefügt, die ein breites Spektrum an Hauttönen, Altersgruppen, Geschlechtern, Gesichtsformen, Ethnien und Hauttypen repräsentieren. An diesen können nun die über 2.000 Make-up-Farbtöne von einer großen Auswahl an Marken getestet werden.

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AR-Produkte: Auch bei anderen Produkten setzt Google verstärkt auf AR. In Google Shopping ist es nun möglich, 3D-Modelle von verschiedenen Produkten wie Möbeln oder Schuhen über AR noch genauer anschauen zu können. Ihr könnt die Produkte über das neue Feature drehen, zoomen und im Raum darstellen lassen.


Abbildung 3: Shopping bietet mit AR den Nutzer*innen viele neue Möglichkeiten sich Produkte genauer anzuschauen. Quelle: Google

Um die Funktion nutzen zu können, wenn sie bei uns ebenfalls ausgerollt ist, solltet ihr darauf achten, Google die richtigen Informationen zur Verfügung zu stellen. Was ihr beachten müsst, ist im Manufacturer Center beschrieben.

Ergänzungen für Google Maps

Auch für Google Maps wurden ein paar Änderungen ausgerollt:

  • Suche mit Live-Ansicht: In den Städten London, Los Angeles, New York, Paris, San Francisco und Tokio ist es nun möglich, Stadtteile mit Augmented Reality zu erkunden.
  • Filter für barrierefreie Orte: Für die Google-Maps-Ergebnisse gibt es einen neuen Filter, über den ihr euch Orte anzeigen lassen könnt, die für Rollstuhlfahrer*innen geeignet sind.
  • Filter für Ladestationen von Elektrofahrzeugen: Es ist nun auch möglich, explizit für Ladestationen mit Schnellladesteckern oder Stationen mit Steckern, die mit dem jeweiligen Elektrofahrzeug kompatibel sind, zu filtern.

Warum interessiert uns das?

Neue Funktionen von Google bieten Nutzer*innen neue Comfort-Möglichkeiten, stellen für uns jedoch auch immer neue Möglichkeiten dar, um uns von Konkurrenten abzuheben. Jedes neue Feature kann einen zusätzlichen Kanal bieten, um die jeweiligen Zielgruppen zu erreichen.

Von den neu ausgerollten Features wirkt aktuell besonders die Erweiterung der Multisearch-Funktion sehr interessant und macht es für Unternehmen vor allem im Bereich der Gastronomie, aber auch darüber hinaus noch einmal wichtiger, gute Produktbilder zu nutzen.

Die von Google forcierte verstärkte Einbindung von Augmented Reality stellt im Bereich Shopping hingegen eine großartige Möglichkeit dar, um potenziellen Kunden noch bessere Informationen zum Produkt zu geben.

Google News

Weiterführende Informationen zum Suchergebnis jetzt auch in der deutschen Suche

Das bereits in der englischsprachigen Suche bekannte „About this result“ liegt nun auch in der deutschsprachigen Suche vor. Über ein 3-Punkte-Menü neben dem Snippet lassen sich in den SERPs „Informationen zu diesem Ergebnis“ anzeigen.

Das 3-Punkte-Menü im Snippet auf der Suchergebnisseite
Abbildung 4: Das 3-Punkte-Menü im Snippet auf der Suchergebnisseite. Quelle: Screenshot

Die Informationen geben Auskunft über:

  • den Zeitpunkt, wann die betreffende Website zum ersten Mal indexiert wurde
  • weitere Informationen zur Website aus Referenzquellen z. B. von Wikipedia (sofern verfügbar)
  • die Sicherheit der Verbindung zur Website
Informationen, die angezeigt werden, nachdem man auf das 3-Punkte-Menü klickt
Abbildung 5: Informationen, die angezeigt werden, nachdem man auf das 3-Punkte-Menü klickt. Quelle: Screenshot

Die Informationen befinden sich noch in der Beta-Version und sind sowohl mobil als auch auf Desktop verfügbar.

Neue KPIs bei PageSpeed Insights

Das kostenlose Tool zum Check der Core Web Vitals PageSpeed Insights wurde erweitert. Die 3 neuen Erweiterungen behandeln die Aspekte:

  • Accessibility (Barrierefreiheit)
  • Best Practice
  • SEO
Die neuen Erweiterungen bei Pagespeed Insights.
Abbildung 6: Die neuen Erweiterungen bei Pagespeed Insights. Quelle: Screenshot

Insbesondere die SEO-KPI ist für uns natürlich besonders interessant. Sie soll die SEO-Performance unserer Website bewerten. Sarah van den Berg (Senior SEO Managerin bei suxeedo GmbH) sprach darüber in der vergangenen Woche auf der SEOkomm in Salzburg.

Laut van den Berg können wir diese neue KPI natürlich als eine Art Job-Rechtfertigung nutzen: „Siehe an, der SEO-Wert ist niedrig, ihr braucht uns.“ Auf der anderen und vielleicht viel bedeutenderen Seite kann die neue KPI unseren Job aber auch erschweren. Denn die Qualität der Inhalte kann sie nicht bestimmen.

Ein einfaches Beispiel: Fehlen bei allen Bildern auf eurer Website die Alt-Tags, sinkt der SEO-Wert. Entsprechende Handlungsempfehlung: Alt-Tag ergänzen. Ob diese nun gut oder schlecht sind, kann das Tool jedoch nicht erkennen. Der Score steigt trotzdem. So könnte man schnell denken, man habe bereits genug getan und weitere SEO-Arbeit wäre nicht weiter wichtig.

Detailliertere Ansicht der SEO-KPI bei PageSpeed Insights
Abbildung 7: Detailliertere Ansicht der SEO-KPI bei PageSpeed Insights. Quelle: Screenshot

Wir sind gespannt, ob und wie die neuen KPIs in unsere Arbeit einfließen. Was haltet ihr davon?

Weitere Auswirkungen des Oktober Spam Updates

Im letzten Monatsrückblick haben wir euch bereits vom Google October 2022 Spam Update berichtet. Wir informierten über erste Auswirkungen und Best Practices.

Alexis Rylko teilte zu Beginn des Monats einen spannenden Twitter Thread, in dem er auf 7 Website-Typen aufmerksam macht, die durch das Spam Update vermehrt an Rankings verloren haben.

Zu den aufgezählten Website-Typen gehören u. a.:

  • Websites mit Adult Content (absichtlich oder unbeabsichtigt)
  • neue Streaming Websites
  • automatisch und schlecht übersetzte Websites

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Google mit dem Update das Vorgehen gegen doppelte, automatisch übersetzte und unangemessene Inhalte verschärft hat. Die meisten Auswirkungen trafen dabei junge Websites. Besonders alte und große Websites schienen weniger betroffen.

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AI-Content: Wie hilfreich sind deine Inhalte?

Mit dem Helpful Content Update und dem Oktober Spam Update in den letzten Wochen/Monaten kommt schnell der Gedanke auf, dass Google aktuell explizit AI-generierten Content abstraft.

Doch ist das wirklich der Fall? Danny Sullivan von Google betonte in einem Tweet: Es ginge nicht darum, ob ein Mensch oder eine Maschine den Text geschrieben habe, sondern wie hilfreich er ist.

Der springende Punkt dahinter: Aktuell ist es noch unwahrscheinlich, dass sich AI-Content anfühlt, als wäre er von Menschen für Menschen geschrieben worden. Vielleicht kann es an der ein oder anderen Stelle bereits nützlich sein – ohne menschliche Überprüfung sollte AI-Content aber nicht einfach veröffentlicht werden. In erster Linie spricht Google deswegen von „content by people for people“, in ihrem Artikel zum Helpful Content Update.

„Wenn ihr als SEOs herauszufinden versucht, wie KI dazu beiträgt, bei Google erfolgreich zu sein oder nicht, konzentriert ihr euch zu sehr auf das Tool und nicht auf den Inhalt“, ergänzt Danny Sullivan.

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Wichtig ist: Euer Content muss hilfreich, zuverlässig und menschenorientiert sein. Ob ihr oder eine KI ihn schreibt, ist dabei prinzipiell egal. Jedoch kommt AI-Content ohne menschlichen Gegencheck aktuell oft noch nicht an von Menschen verfasste Texte ran. Das kann (und wird) sich in Zukunft aber wohl ändern. Wie steht ihr zum Thema künstliche Intelligenz und Content?

Neue Shopping-Tab-Listen in der Search Console

Die Google Search Console hat einen neuen Abschnitt für Shopping-Tab-Listen eingeführt. Diese Listen sollen Online-Shop-Besitzenden helfen, ihre Produkte einfacher auf dem Shopping-Tab in Google anzubieten.

Wenn ihr Produkt-Markups verwendet, sollte der neue Abschnitt in der GSC unter dem Reiter „Shopping“ angezeigt werden. Von dort aus könnt ihr einen Merchant-Center-Account erstellen.

Mit dieser neuen Option ist es nicht mehr erforderlich, einen Produkt-Feed einzureichen. Händler*innen müssen lediglich die strukturierten Produktdaten auf dem neuesten Stand halten. Dank der vereinfachten Vorgehensweise sollen die Produkte schnell auf der Registerkarte „Shopping“ bei Google angezeigt werden. So erreichen Händler*innen die Menschen, die nach ihren Produkten suchen.

Der neue Shopping-Tab in der GSC
Abbildung 8: Der neue Shopping-Tab in der GSC. Quelle: Screenshot

John Mueller says

John Mueller ist sicher so gut wie allen SEOs ein Begriff. Er arbeitet als Search Advocate bei Google und verbindet dort die interne Google-Welt mit denen, die öffentliche Websites erstellen und optimieren – also uns. In dieser Kategorie berichten wir euch von kurzen News oder Informationen, die John Mueller in den vergangenen Wochen in Tweets, Artikeln oder Podcasts mitgeteilt hat.

Link als Ranking-Faktor zunehmend unwichtiger?

Im Search Off The Record Podcast sagte John Mueller, er glaube, Links als Rankingfaktor würden im Laufe der Zeit nicht mehr so wichtig sein wie heute. Bedeutet das, Links verlieren in Zukunft komplett an Bedeutung? Nein, das wohl nicht. Mueller ergänzte, dass bis zu einem gewissen Grad Links natürlich immer relevant sein werden, weil sie Seiten irgendwie finden müssen. Er fragt sich: „Wie soll man eine Seite im Web finden, wenn es keinen Verweis auf sie gibt?“

Barry Schwartz merkt in seinem Artikel auf Search Engine Roundtable an, dass Matt Cutts (ehem. Google-Mitarbeiter) vor 8 Jahren einen ähnlichen Kommentar gemacht hat. Bereits heute werde Links nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt wie noch vor 8 Jahren.

Kurz gesagt: Links werden wohl in Zukunft in Googles Ranking-Algorithmus nicht mehr so stark gewichtet werden wie heute. Dennoch bleiben sie weiterhin wichtig, nur nimmt diese Bedeutung mit dem wachsenden Verständnis von Google für Seiten wohl Schritt für Schritt langsam ab.

Hreflang muss nicht hierarchisch geordnet sein

In einem Tweet bestätigte Mueller, dass Hreflang-HTML-Attribute nicht in hierarchischer Reihenfolge angegeben werden müssen.

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Keine negativen Auswirkungen bei Weiterleitungen von weniger wichtigen Seiten

Weiterleitungen von nicht relevanten Seiten führen nicht dazu, dass die Zielseite weniger relevant wird. Das gab John Mueller – Achtung – nicht auf Twitter, sondern auf Mastodon an. Auch Mueller schaut sich derzeit wohl nach Alternativen um. Weiter unten im Monatsrückblick gehen wir nochmal genauer auf das „neue Twitter“ ein.

John Mueller auf Mastodon am 17.11.2022
Abbildung 9: John Mueller auf Mastodon am 17.11.2022. Quelle: Mastodon

Online Marketing News

Twitter: aktuelle News

Seitdem Elon Musk Twitter übernommen hat, geht es turbulent zu: Ständig gibt es Neuigkeiten über den aktuellen Wandel des Unternehmens. Wir haben die wichtigsten News zusammengefasst.

Wer profitiert von der Übernahme von Elon Musk?

Die Zahl der App-Installationen ist seit Musks Übernahme deutlich gestiegen: Sensor Tower zeigt, dass die Twitter-Downloads seit dem 24.10. um 21 % gestiegen sind.

Säulendiagramm zeigt die wöchentliche Anzahl der weltweiten App-Installationen von Twitter vor und nach der Musk-Übernahme.
Abbildung 10: Säulendiagramm zeigt die wöchentliche Anzahl der weltweiten App-Installationen von Twitter vor und nach der Musk-Übernahme. Quelle: Sensor Tower

Seit der Übernahme gibt es auch einen leichten Anstieg an aktiven User*innen. Sensor Tower berichtet über einen Anstieg von 2 %. Musk bezeichnet es auf Twitter als „All-Time-High“.

Tweet Elon Musk vom 11.11.2022
Abbildung 11: Tweet Elon Musk vom 11.11.2022. Quelle: Twitter

Die Zahlen zeigen, dass Twitter sich durch das Chaos interessanter gemacht hat.

Nicht nur Twitter profitiert von dem Chaos, sondern auch (neue) Twitter-Alternativen scheinen immer beliebter zu werden.

Laut Sensor Tower verzeichnet die derzeit größte Twitter-Alternative Mastodon einen großen Anstieg an App-Installationen und User-Aktivität. Seit der Musk-Übernahme hat sich die Zahl der User*innen verdreifacht: Die Plattform verzeichnet mittlerweile 1,6 Millionen User*innen. Weltweit wuchs die Plattform um 657 %.

Säulendiagramm zeigt die täglichen App-Installationen von Mastodon und Tumblr seit der Musk-Übernahme von Twitter
Abbildung 12: Säulendiagramm zeigt die täglichen App-Installationen von Mastodon und Tumblr seit der Musk-Übernahme von Twitter. Quelle: Sensor Tower

Einigen User*innen ist Mastodon als dezentral organisierte Plattform zu umständlich. Lust auf Abwechslung von Twitter? Es gibt noch weitere beliebte Alternativen:

  • CounterSocial
  • Metatext
  • Tootle
  • HiveSocial
Die Schattenseiten der Musk-Übernahme

Musk gerät immer öfter in Kritik: Kostenpflichtige Verifizierungen, die zu Fake-Accounts von großen Marken geführt haben, haufenweise Entlassungen und eine mangelnde Sicherheit auf der Plattform rücken Twitter inein schlechtes Licht.

Auch große Advertiser, die auf der Plattform vertreten sind, möchten sich von dem schlechten Image distanzieren. Um ihre Brand Safety zu schützen, entscheiden sich laut Washington Post immer mehr Advertiser dagegen, Twitter wie gewohnt als Werbeplattform zu nutzen.

Von insgesamt 50 riesigen Werbekund*innen haben 14 ihre Werbeausstrahlungen auf Twitter gestoppt. Zuvor seien diese Werbungen milliarden- bis millionenfach ausgespielt worden.

Was bedeutet das für Twitter? Da Twitter sich hauptsächlich über diese Ads finanziert, muss dringend eine Alternative gefunden werden.

Neue LinkedIn & Instagram Features

Gute Neuigkeiten für Creator*innen: Scheduled Posts sind jetzt sowohl bei Instagram als auch bei LinkedIn möglich.

Instagram

Wenn ihr ein Business-Profil habt, könnt ihr euch die Arbeit mit externen Tools endlich sparen und alles easy vorausplanen:

  • Beiträge können bis zu 75 Tage vorher geplant werden.
  • Einen Beitrag kannst du unter dem Menüpunkt „Erweiterte Einstellungen“ planen.

LinkedIn

Die Post-Planung auf LinkedIn ist vorerst nur für Android-User*innen und die Webversion verfügbar.

LinkedIn kommt aber noch mit einem weiteren Feature: Auto-Captions für Videos sind da.

  • momentan nur auf Englisch
  • Bearbeitungen sind nur auf der Webansicht möglich.
  • nicht möglich bei Karussell-Posts

Das Feature kommt Creator*innen und User*innen zugute: Creator*innen können mehr Menschen mit ihren Videos erreichen. Zudem können Inhalte ohne Ton rezipiert werden, was einen großen Beitrag für mehr Barrierefreiheit leistet.

Amazon Fashion macht AR-Shopping mit Snapchat möglich

Snapchat und Amazon gehen einen großen Schritt in Richtung AR-Shopping. Amazon Fashion nutzt die AR Shopping Lenses von Snapchat, um den User*innen die Möglichkeit zu geben, tausende von Brillenmarken und -modellen aus dem eigenen Store virtuell anzuprobieren.

Snapchatters werden auch in der Lage sein, ihre Brillen über die Plattform zu kaufen und zu teilen. Marken auf Amazon können den AR-Assets nutzen, um Snapchat-User*innen ihre Modelle zu präsentieren.

Die Brillenaktivierung ist die erste virtuelle Anprobe-Erfahrung aus der wachsenden Partnerschaft zwischen Amazon und der Snapchat-Muttergesellschaft Snap. Verkäufer*innen können die Linsen schnell erstellen und ausführen. Die Linsen werden außerdem dynamisch aktualisiert und bieten den Käufern aktuelle Informationen, Produktdetails und Verfügbarkeit. 

TikTok launcht mit Shoppify TikTok-Shopping

TikTok-Marketing gewinnt eine neue Funktion im Bereich E-Commerce. Ein neuer Shopping-Tab macht das Einkaufen in der App möglich.

Abbildung: Beispiel des neuen TikTok Shopping-Tabs
Abbildung 13: Abbildung: Beispiel des neuen TikTok Shopping-Tabs. Quelle: Shopify

Nutzer*innen finden durch das Pilotprojekt von Shopify und TikTok Produktlinks in den TikTok-Videos. Mit diesen kann man direkt in der Shop-Front einkaufen oder die Produktmarkierung in TikTok-Shopping-Ads nutzen, um in den Online-Shop zu gelangen.

Um Produkte zu verkaufen, wird ein Business-Account benötigt.

Derzeit ist das Feature in Amerika und England im Testlauf und wird schrittweise in anderen Regionen mitaufgenommen.

YouTube launcht Ad Frequency Targeting

YouTube launcht die Option Target Frequency weltweit. Werbetreibende können somit eine passende Häufigkeit an Ad-Ausspielungen nutzergerecht einstellen. Zuschauer*innen wird so ein individuelles Werbeerlebnis geboten, das auf das Nutzverhalten angepasst ist. Auf dem Google Ads & Commerce Blog wird erklärt, dass dadurch eine relevantere Reichweite generiert werden kann. Die Option war vorher eingeschränkt und nur im Bereich Display und Video 360 verfügbar. Tests zeigen, dass die neue Option Ad-Recall-Werte um 95 Prozent steigern kann.

Tipps des Monats

Das Maximum an Daten aus der GSC API rausholen (mit Regex)

Wenn ihr an Regex denkt, ploppen erstmal Fragezeichen in eurem Kopf auf? Keine Sorge, Angel Niñofranco liefert euch super Erklärungen, wie ihr die Google Search Console API mit Regex optimal nutzt.

Mit der GSC kommt ihr ja bekanntlich an viele Suchdaten direkt von Google. Ein Großteil der Daten ist jedoch über die Benutzeroberfläche nicht zugänglich. Um an diese versteckten Daten heranzukommen, müsst ihr die API verwenden und alle Daten extrahieren. Dafür braucht ihr „regular expression“, kurz: Regex.

In seinem Artikel auf Search Engine Land findet ihr spannende Anwendungsfälle für die Nutzung von Regex in der GSC.

Interaktives Videospiel zum Recht auf Vergessenwerden

Rechtsthemen müssen nicht immer langweilig und trocken sein. Das zeigt Google mit dem interaktiven Spiel zum „Recht auf Vergessenwerden“ bei YouTube. Dort versetzt ihr euch in die Lage eines oder einer Google-Prüfer*in und entscheidet, ob die Videofigur Peter das Recht hat, ein bestimmtes Suchergebnis löschen zu lassen, oder nicht. Also, los geht’s: Spiel starten und dabei lernen!

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Was ist das „Recht auf Vergessenwerden“?

Im Mai 2014 entschied der Europäische Gerichtshof, dass Personen ein Recht darauf haben, bestimmte Suchergebnisse, die sich auf ihre Namen beziehen, von Suchmaschinen wie Google löschen zu lassen. Dazu gehören Suchergebnisse, die

  • falsch,
  • unzulänglich,
  • unbedeutend,
  • veraltet,
  • oder unverhältnismäßig sind.

Inzwischen haben auch andere Länder ähnliche Gesetze erlassen.

Rendering-Warteschlangen: Ein Experiment

Wer sich für Rendering-Warteschlangen und Programmiersprachen interessiert, für den oder die könnte das folgende Experiment spannend sein:

Wie lange braucht der Googlebot, um einem Link in einem mit JavaScript geladenen Inhalt zu folgen, im Vergleich zu einem Link in einem normalen HTML-Inhalt? Diese Frage stellte sich Ziemek Bućko und startete gleich mal ein Experiment dazu.

Das Ergebnis: Google benötigte 9-mal mehr Zeit, um JavaScript-Seiten im Gegensatz zu reinen HTML-Seiten zu crawlen. Hier scheint eine Rendering-Warteschlange innerhalb von Googles Indexierung zu existieren. Diese kann massive Auswirkungen darauf haben, wie schnell euer Content gecrawlt und indexiert wird. Besonders für Websites, die viele Inhalte veröffentlichen, welche schnell indexiert werden müssen (z. B. Nachrichtenseiten), ist das ein kritisches Problem.

Ein weiterer Grund also, so viel HTML-Content wie möglich zu platzieren oder bei JavaScript auf serverseitiges Rendern zu setzen. Das gesamte Experiment findet ihr auf onely.com.

Die Bedeutung von kultureller Relevanz beim internationalen SEO

Die Identifikation mit einer bestimmten Kultur vermittelt den Menschen ein Gefühl der Zugehörigkeit und Sicherheit. Warum dieses Gefühl nicht auch mit einer Website erreichen? Mit dieser kulturellen Relevanz im internationalen SEO hat sich Veruska Anconitano auf wix.com beschäftigt.

Kulturelle Identitäten gehen Hand in Hand mit kultureller Relevanz, und beide prägen die Art und Weise, wie internationales SEO durchgeführt werden sollte. Folglich beeinflussen sie auch die Ergebnisse. Ziel der internationalen Suchmaschinenoptimierung sollte es sein, allen Nutzer*innen, eine einfache Möglichkeit zu bieten, mit einem Produkt oder einer Marke zu interagieren, sodass sie sich einbezogen und vor allem „gesehen“ fühlen.

Dazu gehören u. a.:

  • eine marktbezogene Keyword-Recherche
  • der Verweis auf kulturell erkennbare Elemente
  • eine angemessene Verwendung von sensiblen Begriffen (z. B. diskriminierende Begriffe vermeiden)
  • die kontextbezogene Verwendung von Slang, Redewendungen und kulturellen Bezügen
  • die Vermeidung von Stereotypen und Klischees
  • die Berücksichtigung von Jahreszeiten, Festen und Jahrestagen (und der damit verbundenen Bräuche)

Ein extrem spannendes Thema, dem auf jeden Fall viel Aufmerksamkeit gebührt. Wie ihr kulturelle Relevanz in eurer SEO-Strategie implementiert und welche Nutzer*innenvorteile daraus entstehen, könnt ihr auf wix.com nachlesen.

Das perfekte Featured Snippet

5 weitere Featured-Snippet Details für eure E-Commerce-Website

Bekannte Rich Snippets im E-Comm-Bereich beinhalten meist eine Sterne-Bewertung, die Anzahl der Bewertungen, aus denen die Sterne-Bewertung berechnet wurde, den Preis (oder eine Spanne) sowie den Lagerbestand.

Beispiel für ein E-Commerce-Featured-Snippet.
Abbildung 14: Beispiel für ein E-Commerce-Featured-Snippet. Quelle: Screenshot

Brodie Clark fasst in seinem Artikel nun 5 zusätzliche Inhalte auf, die eurer E-Comm-Featured-Snippet aufwerten. Dazu zählen folgende Aspekte:

  • Preisnachlass
  • Ungefähre Preisspanne
  • Lieferpreis
  • Rückgaberecht (noch im Test)
  • Vor- und Nachteile

Schaut unbedingt mal rein und prüft, was ihr davon umsetzen könnt.

Featured Snippets ideal optimieren

Featured Snippets sind bekanntlich ausgewählte Suchergebnisse, die oben in den organischen Google-Ergebnissen in einem Kasten erscheinen. Sie zielen darauf ab, die eingegebene Frage sofort zu beantworten. Jüngste Studien zeigen, dass Featured Snippets eine durchschnittliche Klickrate von 35 % haben – sie zu optimieren, kann sich also ganz schön lohnen!

In einer upgedateten Version ihres Artikels erklärt euch Ann Smarty auf moz.com detailliert, wie ihr euer Featured Snippet richtig optimiert. Dafür müsst ihr all die verschiedenen Möglichkeiten, die sich euch bieten, identifizieren. Beginnt mit einer Keyword-Recherche, sucht nach relevanten, von Nutzer*innen gestellten Fragen und erstellt hochwertigen Content. Aber schaut am besten direkt selbst mal rein!

Ein schönes Wochenende wünschen euch

Christoph und die SEO Trainees

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Autor:In

2 Antworten

  1. Vielen Dank für den informativen Rückblick.
    zu den Weiterleitung ist ggf. noch anzumerken, dass die Weiterleitung (von themenfremden keywords) dazu führen kann, dass die bounce rate steigt und das duch dieses negative Signal Rankings verloren gehen können.

  2. Guter Beitrag, ich finde es auch gut, dass Ihr für Google ein extra „Kapitel“ habt und dies z.B. nicht in´s Kapitel „Online Marketing“ einfügt.

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