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Der SEO-Wochenrückblick KW 52/18

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Der SEO-Wochenrückblick KW 52/18

Wir SEO-Trainees hoffen, dass ihr schöne und erholsame Weihnachtsfeiertage hattet. Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen und es hat sich einiges getan in der SEO-Welt. In unserem heutigen Top-Thema werden wir Veränderungen aus dem Jahr 2018 nochmals zusammenfassend aufgreifen und darüber hinaus einen Ausblick geben, was in dem anstehenden Jahr in der Branche relevant sein wird.

Zwar nicht unbedingt das neueste Thema, aber nach wie vor ein unbestritten wichtiges, ist die Relevanz von Inhalten. Auch im nächsten Jahr gilt dies in vielerlei Hinsicht.

  • Man kann sagen, dass der Mobile First Index das bestimmende Thema des vergangenen Jahres war. Google prüft nun als erstes die mobile Version einer Website, um die Relevanz für den Nutzer zu bewerten. Aus diesem Grund wird die Anpassung an diese Gegebenheiten durch die Verwendung von responsivem Design auch ein zentrales Thema für das kommende Jahr werden.
  • Zum anderen spielt Relevanz selbstverständlich auch wieder eine gewichtige Rolle in Sachen qualitativer Inhalte. Die afs-Akademie rät deshalb, nicht auf die Erstellung zahlreicher Unterseiten zu ähnlichen beziehungsweise gleichen Keywords zu setzen, sondern vielmehr holistische Landingpages zu verwenden, die wiederholende Inhalte zusammenfassen. Darüber hinaus wird Aktualität bei Inhalten auch im nächsten Jahr großgeschrieben.
Logo der afs-Akademie

Die afs-Akademie bietet ein sechsmonatiges SEO-Studium mit viel Praxisbezug an.

  • Eine der zentralen Veränderungen im Jahr 2018 war das Pagespeed-Update von Google. Seit dessen Einführung verschickt Google Warnungen an Betreiber, die ihre Website nicht auf Ladegeschwindigkeit optimiert haben und deshalb als Folge signifikant langsamer als andere Websites sind. Hierbei ist es wichtig, in drei verschiedene Phasen zu unterscheiden, damit der Prozess der Ladegeschwindigkeit besser verstanden werden kann.
    1. First Contentful Paint: Ist der Zeitpunkt zwischen der Navigation auf einer ausgewählten Seite und dem ersten Rendern aus dem Document Object Model (DOM). Dieser Prozess zeigt dem Nutzer, dass sich auf der Seite etwas tut.
    2. Time to Interactive: Stellt die Zeit dar, nach der der Besucher die Seite interaktiv nutzen kann.
    3. First Input Delay: Beinhaltet die Zeitspanne, in welcher der Browser im Stande ist, auf die erste Interaktion des Nutzers (Bsp. Klick auf einem Link) zu antworten.

    Die afs-Akademie rät in diesem Zusammenhang, darauf zu achten, dass ausreichend Serverkapazitäten zur Verfügung stehen. Zudem ist es ratsam, den aktuellen IST-Zustand der Ladegeschwindigkeit abzubilden. Hier sind Tools wie beispielsweise PageSpeed Insights eine große Hilfe.

  • Ein entscheidender Faktor wird 2019 auch der Aspekt der Sicherheit sein. Websites sollten den in in diesen Jahr in Kraft getretenen DSGVO-Verordungen gerecht werden. Die Kernfrage hierbei ist: Wer sammelt welche Daten, die bei der Nutzerinteraktion mit einer Website entstehen und wo werden diese gespeichert. Zudem muss der Grund für die Speicherung bekanntgegeben werden.
  • Der Gebrauch von Voice Search bei Sprachassistenten wie beispielsweise Google Assistant und Alexa wird im kommenden Jahr an Wichtigkeit zunehmen. Prognosen gehen davon aus, dass die Nutzerzahl weltweit um 35 % steigen wird. In einem Artikel auf Squared Online wird darüber informiert, dass meist nur ein Ergebnis der Treffer der SERPs vorgelesen wird, weshalb hier eine zukunftsorientierte Optimierung vorgenommen werden sollte. Gerade die jüngere Generation macht von Voice Search Gebrauch. Google arbeitet aktuell mit einigen News Publishern an dem Tool Speakable Markup. Somit kann auf Textpassagen aufmerksam gemacht werden, die von dem jeweiligen Sprachassistenten vorgelesen werden sollen. Darüber hinaus sollte man auf jeden Fall wissen, welche Fragen die Nutzer im Zusammenhang mit Eurer Marke stellen. Hier lohnt es sich, die FAQ-Seiten gründlich auszuwerten.

Google News

  • Neue Google-Richtlinien gegen Linktausch: Marie Haynes berichtet in einem Twitter Post, dass Verträge oder Geschäftsbedingungen gegen die Google-Richtlinien verstoßen, wenn in diesen das Setzen von Links ohne „nofollow-Tags“ gefordert wird. Somit haben sich die Richtlinien um diesen Punkt erweitert und es heißt an dieser Stelle wörtlich: „Verlangen eines Links im Rahmen von Nutzungsbedingungen, eines Vertrags oder einer ähnlichen Vereinbarung, ohne dass dritte Rechteinhaber den PageRank mithilfe des Attributs „nofollow“ oder einer anderen Methode blockieren können.“
Twitter-Statement von Marie Haynes zu den aktuellen Erweiterungen der Google-Richtlinien

Marie Haynes gibt ein Statement zu den Erweiterungen der Google-Richtlinien. © Screenshot seo-trainee.de

  • Warum das Zusammenführen zweier Websites vermieden werden sollte. In einem Webmaster-Hangout vom 21. Dezember erklärte Johannes Müller, dass Google nicht die Signale von beiden Seiten zusammenzählen kann, sondern sie komplett neu und somit separat voneinander bewertet. Wenn dies getan wird, kann es zu Rankingverlusten bei Google führen. Hierbei ist es sehr wichtig, dass die Redirects der alten Seite eindeutig und sauber auf die neue Seite verweisen, da es ansonsten zu Problemen bei der Indexierung kommen kann.

  • Wieso strukturierte Daten nicht mit dem Google Tag Manager eingefügt werden sollten. Bei dem am 21. Dezember stattfinden Webmaster-Hangout ist Johannes Müller ebenfalls auf einen Nutzerkommentar eingegangen. Dieser wollte wissen, ob strukturierte Daten auch mit dem Google Tag Manager eingefügt werden können. Müller sagte, dass dies zwar möglich sei, nichtsdestotrotz aber ein gewisses Risiko mit sich bringe. Es ist nämlich so, dass über den Tag Manager JavaScript bei der Implementierung verwendet wird, sodass es passieren kann, dass Inhalte nicht so schnell indexiert werden könnten. Besser ist es, wenn man die strukturierten Daten direkt über den HTML-Code einfügt. Zudem wird der Ansatz des Dynamic Renderings eine immer wichtigere Variante. Dieser Ansatz kann so erklärt werden, dass ein vermittelnder Renderer zwischen den dynamischen JavaScript und einem Crawler auf dem Server geschaltet wird, sodass dieser statisches HTML ausgelesen bekommt.
Die Grafik zeigt die Funktionsweise des Dynamic Renderings

Der Ansatz des serverseitigen Dynamic Renderings wird immer wichtiger. © Google

Vermischtes

  • Social Media Trends 2019: Search Engine Watch stellt in seinen Social Media Trends 2019 die wichtigsten Aspekte und Entwicklungen für Euch zusammen. Hier eine kleine Zusammenfassung der zentralen Punkte:
    1. Messaging-Apps werden aktuell bereits in Teilen öfter verwendet als Social Media Apps. Dieser Trend wird im folgenden Jahr voraussichtlich nicht abreißen. Marken können auf diese Weise auf eine viel persönlichere Ebene mit Kunden in Kontakt treten, die traditionellere Kanäle nicht bieten können.
    2. Auf Grund der zurückliegenen Datenskandale, muss Vertrauen so groß wie noch nie geschrieben werden. Nur mit einer transparenten Struktur und ebenso gleichgestalteten Inhalten kann dies im nächsten Jahr gelingen.
    3. Um so wichtiger wird es sein, dass man weiß, wo sich die eigentliche Zielgruppe befindet und was diese bewegt. Nicht jeder Social Media Channel funktioniert auf die gleiche Art und Weise. Um Streuverluste zu minimieren, sollte man also wissen, wie sich die Zielgruppe gliedert.
    4. Zusammenhängend mit dem vorangegangenen Punkt sollte man aber immer einen ausgewogenen Marketing-Mix beachten und sich nicht ausschließlich auf einzelne Kanäle festlegen. Hier sollte immer die Sättigung der Kanäle beachtet werden, um zu gewährleisten, dass Inhalte den Nutzer auch wirklich erreichen.
    5. Bewegbild in Form von Videos ist nach wie vor auf dem Vormarsch. Facebook hat seinen Algorithmus mittlerweile auch so angepasst, dass Inhalte dieser Art mit einer höheren Wahrscheinlichkeit im Feed erscheinen. Das Involvement von Nutzern gegenüber der Brand wird generell durch Videos gesteigert. Zudem werden Podcast und Live-Streaming auch für 2019 relevant sein.
    6. Augmented Reality (AR) hat sich bereits für eine Verbesserung der User-Experience unter Beweis stellen können. Facebook treibt hier die weitere Entwicklung immens voran und hat angekündigt, dass AR-Anzeigen geplant sind.
Video Marketing Statistik, erhoben von Brightcove

Gerade bei Millennials zeigt Videomarketing eine erkennbare Wirkung. © Brightcove

  • Welche digitalen Trends sind noch für das kommende Jahr zu berücksichtigen? In einem Gastbeitrag von Thomas Müller im Horizont geht er auf fünf zentrale Aspekte ein, die für das kommende Jahr nicht zu vernachlässigen sind. Ein zentraler Punkt ist, dass die Ansprache von Nutzern immer überlegter gestaltet werden muss. Aktuell gibt es ein Überangebot an digitalen Services, sodass der Nutzen manchmal kaum erkenntlich ist. Wie man dies in Einklang bekommen kann, erklärt Thomas Müller aus unterschiedlichen Blinkwinkeln.
  • Twitter wird zukünftig mit PNG-Grafiken anders umgehen: Twitter kündigt an, dass PNG-Grafiken in Zukunft häufiger in JPEGs umgewandelt werden sollen als zuvor. Dies hängt damit zusammen, dass JPEGs in der Regel eine geringere Dateigröße vorweisen als PNG-Dateien. Im Detail umfasst dies drei wesentliche Änderungen:
    1. Hochgeladene JPEGs werden nicht konvertiert aber in eine 85 % Qualität transkodiert.
    2. Hochgeladene WebPs werden im JPEG-Format mit einer Qualität von ebenfalls 85% transkodiert.
    3. Hochgeladene PNGs werden teils als PNG-Datei beibehalten aber wie bereits beschrieben zunehmend als JPEG-Datei konvertiert. Entscheidend ist ein Test, welcher abhängig von der Dateigröße für eine Konvertierung ausschlaggebend ist.
Größenskallierung, die zeigt, wann ein PNG-Datei in ein JPEG konvertiert wird.

Abhängig von der Dateigröße wird eine PNG-Datei zu einer JPEG-Datei konvertiert. © Screenshot seo-trainee.de

  • Möglicherweise sind Hashtags in Instagram-Bildunterschriften bald Geschichte: Jane Wong hat es sich zur Aufgabe gemacht, (noch) versteckte Features von Apps aufzudecken und über diese zu berichten. onlinemarketing.de hat zusammengefasst, wie die Unterbringung von Hashtags laut Wong zukünftig aussehen könnte. So sollten Hashtags in Zukunft nicht weiterhin innerhalb der Bildunterschrift den Lesefluss stören, sondern wie bei der „Tag People“-Funktion dem Bild kaum sichtbar hinzugefügt werden. Ob das Feature erscheinen wird, ist noch nicht klar, aber aufräumen würde es Instagram allemal.
Beispieldarstellung der neuen Add-Hastag-Funktion bei Instagram

Wie die neue Add-Hashtag-Funktion bei Instagram aussehen könnte. © Jane Wong

Unser Tipp der Woche

  • Googles Jahresrückblick mal anders: In diesem Jahr veröffentlichte Google aufs Neue einen Überblick zu den meistgesuchten Begriffen und Phrasen im Jahr 2018. Zusätzlich zu dem bereits bekannten Berichts-Format, hat Google sich dieses Jahr allerdings noch etwas Neues einfallen lassen: Das „Game of the Year“. Im bunten Party-Gewand kommt ein Spiel daher, in dem Begriffe überraschend unterhaltsam gegenübergestellt werden. Der Spieler gibt eine Einschätzung ab, welcher der beiden Begriffe im vergangenen Jahr häufiger gegoogelt wurde und wird in der Auflösung mit interessanten und witzigen Fakten belohnt. Hier geht es zum Game of the Year. Probiert es einfach mal aus.

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Janek und die SEO-Trainees

SEO-Trainee
Der Weiterentwicklungsprozess von Digitalisierung ist wie das Lernen einer neuen Schrift. Ich finde, dass in diesem Satz viel Wahrheit dahintersteckt. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Als SEO-Trainee mache ich es mir zur Aufgabe, alle Entwicklungen aufzunehmen und so immer die individuell besten Lösungsansätze zu bieten.

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