WordPress SEO

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WordPress SEO

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An diesem Mittwoch haben wir einen Basic-Artikel zum Thema WordPress SEO für euch. Alle, die noch nie oder bisher eher selten mit WordPress gearbeitet haben, können sich hier bestimmt noch den einen oder anderen Tipp holen. WordPress als CMS bietet schon von Grund auf einige nützliche Voreinstellungen, die im Vergleich zu anderen Content-Management-Systemen dem Webmaster bzw. SEO einiges an Arbeit abnehmen. Da es in diesem Artikel speziell um das Thema WordPress SEO geht und wir den Rahmen unseres Mittwochsartikels nicht sprengen wollen, setzen wir ein zuvor installiertes WordPress-System voraus.

Allgemeine WordPress-Einstellungen

Die wichtigsten Einstellungen findet man im Backend von WordPress, welches sich über die URL http://www.domain.de/wp-admin aufrufen lässt. Hier gibt es einige Voreinstellung, die man aus SEO-Sicht unbedingt verändern sollte.

Diese befinden sich unter dem Menüpunkt Einstellungen:

Einstellungen bei WordPress

 

Grundlegende Einstellungen festlegen: (Einstellungen –> Allgemein)

Der Blogtitel und der Slogan sollten unbedingt vollständig ausgefüllt werden, weil daraus häufig der Title und die Description für einzelne Seiten dynamisch erzeugt werden. Die dort eingetragenen Inhalte sind auch das, was in den Suchergebnissen von Google als Snippet angezeigt wird. Hier gibt es aus SEO-Sicht jedoch ein Problem: Als SEO möchten wir natürlich auf allen Unterseiten einen individuellen Title und eine Description haben. Für die einzelnen Artikel und die statischen Seiten gelingt dies auch zum Teil, allerdings gibt es keine Möglichkeit, die Übersichtsseiten zu individualisieren. An diesem Punkt sollte man über den Einsatz eines SEO PlugIns nachdenken. Dieses bietet die Möglichkeit, für jeden einzelnen Artikel bzw. für jede Seite individuelle Angaben festzulegen. Mehr dazu erfahrt ihr im Abschnitt „SEO PlugIns“.

Newsfeed richtig einrichten: (Einstellungen –> Lesen)

WordPress liefert standardmäßig einen Newsfeed, den man etwas anpassen sollte. Im Newsfeed sollte lediglich eine Kurzfassung der Artikel angeteast werden, um den interessierten Abonnenten zum weiteren Lesen auf die eigene Webseite weiterzuleiten.

Wählt unter Einstellungen –> Lesen –> Zeige im Newsfeed den Punkt Kurzfassung.

Newsfeed bei WordPress

 

 

Privatsphäre: (Einstellungen –> Privatsphäre)

Hier geht es um die Sichtbarkeit des Blogs. Wer mit seinem Blog in den Suchergebnissen erscheinen möchte, sollte auf keinen Fall vergessen, die Standardeinstellung unter diesem Menüpunkt zu ändern. Tut man dies nicht, werden sämtliche Suchmaschinen blockiert und die Seite wird nicht in den Indizes der Suchmaschinen erscheinen. Unter dem Punkt Einstellungen –> Privatsphäre –> Sichtbarkeit des Blogs solltet ihr unbedingt den Punkt „Mein Blog soll für jeden, Suchmaschinen und Web-Archivierer eingeschlossen, sichtbar sein.“ auswählen.

Sichtbarkeit bei WordPress

 

 

Statische URLs einrichten: (Einstellungen –> Permalinks)

Wie ihr bereits in unserem Gastartikel „Inhalt statt Technik – Was gute URLs von schlechten unterscheidet“ lesen konntet, spielt die URL-Struktur einer Seite eine wichtige Rolle für das Ranking. Auch haben wir bereits gelernt, dass eher statische URLs als dynamische von Suchmaschinen indexiert werden. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, ein wichtiges Keyword in der URL unterzubringen. Deshalb sollten die dynamischen URLs via .htaccess-Datei in statische URLs umgewandelt werden. Keine Angst, es ist nicht notwendig, dass ihr dort selbst Hand anlegt. In der Grundeinstellung verzichtet WordPress zwar auf statische URLs, bietet allerdings in den Einstellungen die Möglichkeit, die dynamischen URLs in statische umzuwandeln.

Beispiele für Standard-URLs, die durch WordPress erzeugt werden:
http://www.domain.de/?p=1 –> Dynamische URL eines Artikels.
http://www. domain.de/?page_id=2 –> Dynamische URL einer statischen Seite.

Permalinks bei WordPress

 

 

 

 

 

 

 

Neben fünf vordefinierten Varianten lässt WordPress auch eine eigene Struktur zu. Hierfür werden sogenannte Structure Tags eingesetzt. Wem das zu kompliziert ist, der kann sich auch einfach für eine der vorgeschlagenen Varianten entscheiden. Für eine zeitlose und saubere URL empfehlen wir die Struktur „Artikelname“.
Optional lässt sich noch eine Basis für Kategorien und Schlagwörter festlegen. Diese erscheint immer dann in der URL, wenn ein Besucher des Blogs auf eine Kategorie oder auf ein Tag geklickt hat.

Beispiele dafür sind:
http://www.seo-trainee.de/category/onpage-seo/
http://www.seo-trainee.de/tag/seo-wahlen-2011/

Standardmäßig verwendet WordPress hier die englischen Begriffe „category“ und „tag“ als Basis. Wer das nicht möchte, kann in den entsprechenden Feldern eine passendere Basis festlegen.

Basis bei WordPress

 

 

 

Nachdem wir nun den ersten Teil, nämlich die Grundeinstellungen, abgehakt haben, können wir anfangen, die ersten Artikel für unseren Blog zu schreiben.

Optimierung von Artikeln

Grundlegend lässt sich zu der Optimierung von Artikeln sagen, dass es immer das Ziel sein sollte, die Texte so zu gestalten, dass sowohl der Leser als auch die Suchmaschine schnell und einfach die Inhalte des Artikels identifizieren können. Dafür gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die im Folgenden näher erklärt werden sollen.

Permalink:

Wir alle wissen, wie wichtig die Struktur einer URL ist. In den allgemeinen WordPress-Einstellungen haben wir uns daher bereits für eine statische und sprechende URL entschieden. Gibt man für einen Artikel die dazugehörige Überschrift ein, wandelt WordPress diese Überschrift aufgrund unserer Voreinstellung automatisch in die URL um, unter der der Artikel abrufbar ist. Nehmen wir den Artikel „Recap vom zweiten Online Marketing Frühstück“ auf SEO-Trainee.de als Beispiel: Er ist unter der URL http://www.seo-trainee.de/recap-vom-zweiten-online-marketing-fruehstueck/ erreichbar, WordPress hat also die Artikelüberschrift eins zu eins in die Adresse übernommen.

Permalink bei WordPress

 

Das System kann jedoch nicht mit Umlauten und Sonderzeichen umgehen – die Umlaute aus der oben genannten Überschrift mussten händisch korrigiert werden. Wichtig ist also, immer darauf zu achten, dass der Permalink bei Bedarf nachbearbeitet wird. Sprechende URLs steigern die Keyword-Relevanz, dienen der Übermittlung von Seiteninhalten und beeinflussen die Klickrate (CTR) positiv. Sprechende URLs unterstützen sowohl den User als auch die Suchmaschine dabei, die Inhalte einer Seite schneller zu identifizieren.

More-Tag:

Artikel sollten auf den Übersichtsseiten, wie zum Beispiel der index.php eines Blogs, lediglich angeteast werden und von dort aus auf den vollständigen Artikel verlinken. Das ist besonders wichtig, um Duplicate Content zu vermeiden. Duplicate Content entsteht dann, wenn der gleiche Inhalt unter zwei unterschiedlichen Adressen erreichbar ist, beispielsweise auf der Übersichtsseite und auf der Artikelseite selbst. Setzt man im HTML Code des Artikels das more-Tag nach einem einleitenden Absatz, werden auf der Übersichtsseite nur die ersten Sätze des Artikels angezeigt und damit Duplicate Content weitestgehend vermieden.

Überschriften:

Um einen Text zu strukturieren, sollten unbedingt eine Hauptüberschrift und mehrere Zwischenüberschriften eingesetzt werden. Das erleichtert dem User das Lesen des Textes und es erleichtert Google, sich inhaltlich zu orientieren. Die Überschriften werden als HTML-Elemente h1 bis h6 ausgezeichnet – wobei h1 die Hauptüberschrift darstellt und nur einmal genutzt werden darf und h2 bis h6 als Zwischenüberschriften dienen, die mehrmals eingesetzt werden können. Die Struktur bei WordPress ist jedoch ein wenig anders: Hier wird der Blogname als h1-Überschrift genutzt, die Artikelüberschrift demnach automatisch als h2 gekennzeichnet und die Zwischenüberschriften in h3 bis h6. Es sollte daher immer darauf geachtet werden, dass die Überschriften innerhalb der Artikel bei h3 anfangen, sonst würde die Struktur durcheinandergebracht werden. Außerdem sollten wichtige Keywords in die Überschriften integriert werden, die möglichst am Anfang der Überschrift untergebracht werden sollten.

Kategorien bei WordPress

Kategorien:

Für einen WordPress Blog sollten immer Kategorien angelegt werden, in die thematisch unterschiedliche Artikel eingeordnet werden können. Auch hier steht die inhaltliche Orientierung für den User und die Suchmaschine im Vordergrund. Die Kategorien sollten dabei so spezifisch wie möglich benannt werden und falls möglich auch Keywords enthalten. Wichtig ist auch, dass ein Artikel nicht in mehreren Kategorien untergebracht wird, sondern auf ein oder maximal zwei Kategorien beschränkt wird – das erhöht die Themenrelevanz.

Schlagwörter:

Es ist für jeden Artikel möglich bestimmte Schlagwörter hinzuzufügen. Diese Schlagwörter sollen kurz und knapp den Inhalt des Artikels beschreiben und werden in der Regel unter dem Artikel angezeigt. So können der User und die Suchmaschine die Thematik des Textes eingrenzen. Darüber hinaus dienen Schlagwörter der Orientierung auf der Seite, um schneller zu gesuchten Artikeln zu finden.

Hervorhebungen:

Es ist empfehlenswert, wichtige Wörter oder Satzteile innerhalb eines Artikels durch Markierungen von dem restlichen Inhalt abzuheben. Das ist beispielsweise durch die Kennzeichnung „bold“ oder „italic“ möglich, die bestimmte Wörter fett oder kursiv darstellen. Hiermit signalisiert man dem Leser und der Suchmaschine, dass diese Wörter besonders wichtig sind.

Textaufbau:

Generell kann gesagt werden, dass beim Aufbau eines Textes alle wichtigen Informationen eher am Anfang des Artikels stehen sollten. Google bewertet die Inhalte, die möglichst weit oben stehen, als relevanter gegenüber denen, die am Ende eines Artikels platziert sind. Darüber hinaus sollten natürlich nicht nur in den Überschriften wichtige Keywords eingebaut werden, sondern auch im Text selbst. Dabei sollte die Keyword-Dichte nicht mehr als 3% betragen – wobei diese Werte nur eine Orientierung darstellen und immer abhängig vom Inhalt sind. Es empfiehlt sich außerdem, auch Synonyme und Wortvariationen zu verwenden.

Bilder:

Wer seine Artikel mit Bildern bereichern möchte, sollte zwei Dinge unbedingt beachten – den Title und das Alt-Attribut. Beim Einfügen des Bildes hat der Autor die Möglichkeit, dem Bild einen Namen zu geben. Das ist besonders wichtig, da Google die Inhalte von Bildern noch nicht gut identifizieren kann. Der Name des Bildes dient Google dann zur Vermittlung des Inhalts. Zusätzlich zum Title kann auch eine Beschreibung ausgefüllt werden. Das sollte aus zwei Gründen umgesetzt werden: Zum einen wird diese Beschreibung als Alternative angezeigt, falls das Bild nicht geladen werden kann, und zum anderen wird die Beschreibung für Menschen mit einer Sehbehinderung maschinell vorgelesen, wenn diese über ein technisches Eqipment dafür verfügen. Es ist außerdem von Vorteil das Bild bereits im Fließtext anzukündigen – damit gibt man Google die Möglichkeit noch detailliertere Informationen über das Bild zu erhalten.

Links:

Bei Links verhält es sich ähnlich wie bei Bildern, auch hier ist es möglich, den Links einen Namen zu geben. Diese Benennung wird dem Leser beim Mouseover angezeigt und sollte kurz erklären, wohin der Link führt. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass man für externe Links einstellt, dass der Link in einem neuen Fenster geöffnet wird – man möchte den Leser ja auf seiner Seite halten. Wer die Optimierung von Links ganz genau machen will, gibt im HTML Code des Artikels händisch noch ein Alt-Attribut ein. Auch bei Links dient das der Barrierefreiheit und der Informationsübermittlung an Google.

Links bei WordPress

 

 

 

 

 

 

 

 

Videos:

Bei Videos verhält es sich ähnlich wie bei der Optimierung von Bildern – auch hier hat Google Probleme, die genauen Inhalte zu verstehen. Daher ist es ratsam, das Video bereits im Fließtext anzukündigen und weitestgehend auf die Inhalte einzugehen.

SEO PlugIns

Abschließend wollen wir euch noch kurz und knapp die zwei von uns bevorzugten SEO PlugIns vorstellen. Leider können wir euch in diesem Artikel nicht die ganze Pracht der beiden Plugins präsentieren, aber werden dies in einem eigenen Artikel im neuen Jahr nachholen.

All in One SEO Pack:

Eines der wohl wichtigsten Punkte für den Einsatz eines SEO PlugIns ist die Individualisierung des Title- und Description-Tags. Das All in One SEO Pack bietet hier eine sehr schöne Möglichkeit. Unterhalb eines jeden Artikels bzw. jeder statischen Seite erscheint ein kleiner Block, innerhalb dessen man die Möglichkeit hat, selbst individuelle Titles, Descriptions und Keywords festzulegen.

All In One SEO für WordPress

Aber nicht nur die Artikel und statische Seiten, sondern auch die Übersichtsseiten lassen sich individualisieren. Des Weiteren bietet das PlugIn Einstellungsmöglichkeiten zur Indexierung, Custom Post Types sowie Canonical URLs.

Yoast WordPress SEO:

Auch das PlugIn von Yoast bietet eine gute Möglichkeit der Individualisierung von Title, Description und Keywords. Hier sind die Einstellungsmöglichkeiten noch vielfältiger und man bekommt direkt eine Preview des Snippets angezeigt. Auch im Gesamtumfang hat das PlugIn wesentlich mehr zu bieten als das ALL in One SEO Pack. Neben Einstellungen zu der Indexierung, den Sitemaps, Permalinks und interner Verlinkung bietet das Plugin eine Import- und Exportfunktion an. Auch ein direkter Zugriff auf die .htaccess-Datei ist ohne Serverzugriff möglich.

Für diejenigen, die jetzt neugierig geworden sind, wird es, wie bereits angekündigt, im neuen Jahr einen Artikel zu den SEO PlugIns geben. Dort werden wir die einzelnen Funktionen der Plugins genauer unter die Lupe nehmen.

 

Eine schöne Vorweihnachtszeit wünschen euch

Phillip, Annika und die SEO Trainees

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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, den 21. Dezember 2011 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
39 Kommentare bisher • RSS-Feed für Kommentare
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  • Tanja sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für den Artikel:)Ich habe zwei Fragen:

    1. Grundsätzlich ist mir die H1-Geschichte klar – auch die voreingestellte WP-Struktur. Was aber nicht klar ist: Auf der Blog-Home, also der Übersichtsseite, werden die einzelen Blog-Artikel ja angerissen. Da Anlayse-Tools haben die vielen h1-überschriften moniert. Daraufhin habe ich in der Content.php die Artikelüberschriften von h1 auf h2 runtergestuft. Jetzt meckern Optimierungs-Tools, dass ich zu viele h2-Überschriften auf der Bloghomepage habe… Langsam bin ich da ratlos, denn eine Übersichtsseite hat doch immer die Schwierigkeiten.

    2. die Schlagwörter bzw. Tags, die man als Tag-Cloud sichtbar machen kann: Ich kenne es auch so, dass man möglichst viele, sinnvollw Keywords hinterlegt. Gleichzeitig dienen die Tags als verfeinerte Suche zu den Kategorien. Wenn ich die Schlagworte als Cloud ausweise, was ich mache, bekomme ich irgendwann eine riesen Wolke, wenn ich, wie oben beschrieben, Artikeldetails nenne. Ich bin hier tatsächlich verwirrt: Sollte man lieber übergeordnet sortieren, also lieber Möbel und nicht dann noch Regal, Tischlampe etc) um nicht ein Tag-Spam auf der Seite zu haben oder doch lieber ganz speziell. Da ich über Wohnen, Beauty und Kochen blogge, könnt ihr euch vorstellen, wie riesig eine Tag-Cloud mit Detail-Keywords werden kann. Und: Sind die Schlagworte das gleiche wie die Keyord-meta-Tags – und last but not least: Ist es ratsam Schlagworte zu löschen, um einmal alles neu zu strukturieren – oder generiert man dadurch bei Google Fehlerseiten. Technisch ist es ja kein Problem, aber ich meine halt Googlemäßig. Denn Artikel löscht man normalerweise auch nicht, wie man auch keine urls nachträglich ändert.

    So, das war viel, ich hoffe, ihr wisst was ich meine. Da ich wirklich schon ewig diesbezüglich nach Antworten google und 1000 und 1 Antwort bekomme, weiß ich hier nicht weiter.

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