Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 28

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Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 28

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Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 28
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Mein heutiger Morgen: Der Wecker klingelt, es ist Freitag. Voller Elan steige ich aus dem Bett – schließlich ist das Wochenende zum Greifen nah. Auf dem Weg zur Küche fällt mein Blick beiläufig auf den Kalender und bleibt am Datum hängen: Freitag der 13te. Für den Hauch einer Sekunde macht sich leichte Nervosität breit, bis ich mich darauf besinne, dass ich nicht an Triskaidekaphobie leide wie die Lufthansa. Soll der „schwarze Freitag“ nur kommen und mit ihm all die Themen, die uns in der vergangenen Woche beschäftigt haben, wie zum Beispiel die millionenschwere Strafzahlung von Google, der Patentstreit von Facebook und Yahoo, die neue Suchfunktion von Twitter, die häufigsten SEO-Fehler sowie Matt Cutts Auffassung von einer qualitativ hochwertigen Webseite.

Duplicate Dontent und Infografiken sind Störfaktoren

Matt Cutts

Quelle: seobook.com

Anfang der Woche veröffenlichte Eric Enge, Co-Autor des Buches „The Art of SEO“, ein Interview mit Matt Cutts, in dem der Frage „Was macht eine gute Webseite aus?“ nachgegangen wird. Die Antwort ist nicht überraschend: Inhalt, der sich von anderen Seiten differenziert und dem Suchenden einen Mehrwert bietet. Welchen Ansprüchen ein ordentlicher Webseitentext noch gerecht werden muss, erklärt Eric Kubitz in „Das neue OnPage-SEO für Texte“. Zurück zu Matt und Eric: Der zweite Teil des Gesprächs, in dem Matt Cutts zum Thema Infografiken befragt wird, ist weitaus interessanter. Cutts selbst erachtet die kleinen, optisch sehr ansprechenden und informativen Bilder als problematisch, da sie mitunter auf falschen Fakten basieren und somit den Betrachter in die Irre führen können. Außerdem beanstandet er, dass der Link zu einer Infografik oft auf völlig themen-irrelevante Seiten führt, die man eigentlich niemandem empfehlen möchte. Da Links aus Sicht von Google allerdings Empfehlungen darstellen, ist es möglich, dass Infografik-Links zukünftig entwertet werden.

„I would not be surprised if at some point in the future we did not start to discount these infographic-type links to a degree.“ – Matt Cutts

Neben unserem hauseigenen Post „Infografiken – von der Idee bis zur Umsetzung“, kann ich euch den Artikel „Infografiken im Internet – Über Hype und Holzwege“ von Martin Mißfeldt ans Herz legen, in dem zur Diskussion steht, ob Infografiken das „Goldene Kalb des Linkbuildung“ sind. Ein zusätzliches Anschauungsbeispiel zur Entwicklungsgeschichte des Internets ist auf evolutionoftheweb.com zu finden.

Stolpersteine der Suchmaschinenoptimierung

In der aktuellen Printausgabe der Internet World ist der Artikel „SEO: Vorsicht Falle!“ erschienen. Dieser Beitrag arbeitet die Ergebnisse einer Umfrage der Münchner Agentur Contentmanufaktur auf, die unter 250 SEO-Experten zur Problematik der am häufigsten gemachten Fehler bei der Suchmaschinenoptimierung gemacht wurde. Demnach sind Duplicate Content und eine schlechte URL-Struktur die OnPage-Fauxpas schlechthin. Der falschgesetzte Canonical-Tag kommt in den Augen der Spezialisten eher selten vor, wird von ihnen aber als gravierendster Fehler angesehen. Im Bereich Off-Page sind offensichtlich gekaufte Links, schlechte Link-Quellen, zu viele Keyword-Links sowie Links aus bekannten Link-Netzwerken mit Abstand die schlimmsten Vergehen. Auch wenn bei der Suchmaschinenoptimierung viel schief gehen kann, gar kein SEO ist auch keine Lösung ;). Und hat man erst einmal damit angefangen, sollte man auch niemals wieder aufhören, wie uns seo-united.de diese Woche lehrt!

Google: Jetzt ist Zahltag!

Bußgeld in Millionenhöhe

Larry Page

Quelle: seobook.com

Die US-Handelsaufsicht FTC verhängt 22,5 Mio. Dollar Strafe gegen Google. „Peanuts“, meinte mein Trainee-Kollege Andreas und wo er Recht hat, hat er Recht. Bei einem Marktwert von rund 115 Mrd. US-$ und der Möglichkeit, dass die Strafzahlungen viel höher hätten ausfallen können, ist der Marktführer unter den Internet-Suchmaschinen mit dieser Bußgeldsumme gut bedient. Die Strafe wurde fällig, weil Google den Tracking-Schutz von Apples Browser Safari umgangen hatte und dadurch eine Täuschung des Verbrauchers stattfand.

Bitte keine Werbung

In Zukunft wird es möglich sein, Google-Display-Anzeigen nach Wunsch auszuschalten. Klickt man auf das [x]-Symbol erscheinen keine weiteren Anzeigen dieser Kampagne. Die neue Funktion nennt sich „AdMute“ und ist besonders für Werbetreibende attraktiv, weil sich dadurch Geld einsparen lässt.

Google Maps: Fahrradwege anzeigen

Google startet Fahrradnavigation in Europa, teilweise mit Routenberechnung. In Deutschland ist diese Funktion leider noch nicht verfügbar.

Sozialer durch Social Media?

Microsoft wagt den Blick in die Zukunft der digitalen Kommunikation. In einer vom Unternehmen in Auftrag gegebenen Studie werden die sechs wesentlichen Wünsche für die Kommunikation im „Zeitalter der Überallerreichbarkeit“ aufgedeckt. So fand das Zukunftsforschungsinstitut See More u. a. heraus, dass sich die Menschen vor allem nach mehr Gefühl im Informationsaustausch sehnen. Auch mehr Kreativhilfen und der Ersatz von Eingabegeräten durch intuitive Eingabe (Gedanken, Gesten) sind gewünscht.

Kein Wunschgedanke, sondern Realität ist das Ergebnis einer Studie der Women’s Marketing Inc. und SheSpeaks, wonach 30% der Frauen angeben, durch soziale Medien auch sozialer außerhalb des World Wide Web zu agieren. Womit bewiesen wäre, dass Social Networks und das Internet nicht unbedingt isolieren müssen, sondern  – ganz im Gegenteil – Menschen auch näher zusammenbringen können.

Facebook: Die Stasi des Internet

Mark Zuckerberg

Quelle: seobook.com

Zu Beginn der Woche wurde bekannt, dass Yahoo und Facebook ihren – mit Verlaub – lächerlichen Patentstreit beigelegt haben und stattdessen zukünftig im Bereich der Online-Werbung zusammenarbeiten wollen. Im März hatte der damalige Yahoo-Chef Scott Thompson Facebook verklagt. Er warf dem Social-Media-Riesen die Verletzung von insgesamt zwölf Patenten vor, u. a. auch den Verstoß gegen die Schutzrechte für die Platzierung von Werbung auf Webseiten. Ein Marc Zuckerberg lässt sich so etwas natürlich nicht bieten! Facebook kaufte kurzerhand Patente von IBM und Microsoft und reichte Gegenklage ein. Schnee von gestern, heute haben sich alle wieder lieb!

Nicht ganz. Facebook-Nutzer, die ein Pseudonym verwenden, sind Facebook nach wie vor ein Dorn im Auge, den es zu entfernen gilt. Dafür testet das Unternehmen derzeit eine Art Nachricht, die fragt: „Ist dies der echte Name deines Freundes?“ Die Antwortmöglichkeiten: „Ja“, „Nein“, „Ich kenne diese Person nicht“ und „Ich möchte nicht antworten“. Die gemachten Angaben sollen angeblich geheim bleiben und keine Auswirkungen auf den Account des jeweiligen Freundes haben. Aber mal ehrlich, wo kommen wir denn da hin? Laut Richtlinien darf man sich bei Facebook zwar nur mit seinem richtigen Namen anmelden und irgendwie sind auch die Beweggründe für derartige „Spitzelmethoden“ nachzuvollziehen – denn nur die Daten realer Personen sind für Facebooks Werbepartner relevant – aber auch die immer lauter werdenden Stimmen der User sind nur allzu verständlich. Zu diesem kontroversen Thema passt die ironisch angehauchte Kolumne “ Wie Facebook in 3 Schritten zum Herrscher des Internet wird“ von Björn Tantau sehr gut. Viel fehlt ja nicht mehr.

Social Media: Im ständigen Wandel

LinkedIn bald nicht mehr Karriere-Plattform?

LinkedIn will anscheinend weg von seinem Status des webbasierten Netzwerks für Geschäftskontakte, hin zu einem Social Network mit stärkerer Betonung der Freundschaftspflege. Deshalb wird derzeit eine Neuversion getestet, die mehr Gewicht auf die private und soziale Komponente des Mediums legt. Wann die Änderungen global eingeführt werden, ist allerdings noch nicht bekannt.

Neue Twitter-Suchfunktion

Twitter hat seine Suche verbessert. Die Bedienung ist dank Autovervollständigung – unterteilt in Suchbegriff und Nutzernamen, die in einem übersichtlichen Drop-Down-Menü dargestellt werden – deutlich erleichtert. Außerdem listet Twitter auf Wunsch fortan nur Ergebnisse von Nutzern auf, denen man folgt. So soll dem User der direkte Einstieg in eine Konversation vereinfacht werden.

Social Media und Mobile Marketing auf dem Vormarsch

Mobile Advertising Europe

Quelle: media-treff.de

Die Studie „The Digital Marketer 2012“ von Experian Marketing Services zeigt die aktuellen Trends im digitalen Marketing auf. Zu beachten gilt, dass Daten ausschließlich in den USA erhoben wurden, weshalb eine 1:1-Anwendung auf Europa nicht möglich ist. Ein Trendanzeiger ist die Untersuchung aber allemal.

Aus der Studie geht u. a. hervor, dass rund 91% der erwachsenen Internetnutzer regelmäßig sozialen Netzwerke aufsuchen und mobile Internet-Anwender gegenüber Werbung auf ihren Smartphones aufgeschlossen sind.

 

Vermischtes

  • Monatlich 117 Mio. Suchanfragen für den Begriff „Google“ in Bing. Nach dieser Erkenntnis rückt die Google und Bing CTR-Studie doch glatt in den Hintergrund.
  • Den Latte Macchiato mit dem Handy bezahlen? Gibt’s nicht. Gibt’s doch! In den USA können Kaffeeliebhaber schon seit Längerem mit dem Mobiltelefon ihr Heißgetränk bezahlen, eine App macht es möglich. Nun dürfen auch Starbucks-Anhänger in Großbritannien und Kanada bargeldlos Kaffee genießen.

Veranstaltungen

SEOkomm 2012Die zweite Hälfte des Jahres ist noch jung und das Ende in weiter Ferne. Trotzdem lohnt es sich, sich manchmal schon frühzeitig mit der Planung der verbleibenden Zeit zu beschäftigen, vor allem, wenn so interessante Events wie die SEOkomm in Salzburg anstehen. Am 23. November 2012 ist es wieder soweit, die Pforten der „Brandboxx“ öffnen sich und SEO-Experten und Marketing-Entscheider sind herzlich dazu eingeladen, an der Konferenz für Suchmaschinenoptimierung teilzunehmen. Für alle Interessierten und treuen Leser unseres Blogs haben wir einen exklusiven Rabattcode über 60 Euro inkl. USt: TRAINEE12.

Übrigens, die Zahl 13 wird nicht in allen Kulturen als „unglückbringend“ angesehen. Im Gegenteil, in Japan und in der jüdischen Tradition gilt die 13 gar als Glückszahl.

In diesem Sinne „Mazel tov“,

Sandra und die SEO-Trainees.

SEO Trainee
Online Marketing ist meine Welt! Warum? Mich reizen die vielen abwechslungsreichen Aufgaben in einem schnelllebigen, dynamischen Arbeitsumfeld. Besonders schlägt mein Herz dabei für Content- und Social Media Marketing – da blühe ich richtig auf! Aber nicht nur das Kreative hat es mir angetan, nein, auch die technischen und analytischen Aspekte der Suchmaschinenoptimierung faszinieren mich. Genau dieser Facettenreichtum macht SEO für mich so attraktiv!
Dieser Artikel wurde am Freitag, den 13. Juli 2012 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
19 Kommentare bisher • RSS-Feed für Kommentare
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  • Eric sagt:

    Jetzt muss ich doch mal nachfragen: Mögt ihr keinen Link auf uns setzen, weil ihr uns als Konkurrenz seht?

    Du zitierst unsere Umfrage, die ausführlich im seo-book.de zu finden ist – und auch die CONTENTmanufaktur nennst du als Quelle für einen Artikel in der Internet World – aber lässt die User im Unklaren, wer das sein könnte.

    Ist das nicht ein wenig link-geizig?

    gruß
    eric

  • Julia sagt:

    Das wäre wirklich klasse, wenn google in Deutschland noch die Fahrradwege anzeigen würde. Dann könnte man eine richtige Deutschland Fahrradtour sich zusammenstellen.

  • Fa sagt:

    „absolutes Fundstück der Woche“? Cool, danke!

  • Max sagt:

    Die LEGOcartoons sind sehr cool 😉

    Gruß

  • Sandra sagt:

    Da hätte es keine Umfrage gebraucht um Duplicate Content und eine schlechte URL-Struktur als die Hauptfehler im Seitenaufbau für eine suchmaschinenoptimierte Seite heraus zu finden 😉
    Ich denke das sind einfach die beiden wirklichen Hauptfehler die einfach aus Faulheit gemacht und toleriert werden, ohne sich über die Folgen bewusst zu sein.

    • Sandra sagt:

      Stimmt, liebe Namensvetterin. 🙂 Ich würde das eher Nachlässigkeit nennen – den Konsequenzen wird man sich spätestens bewusst, wenn sie an die Tür klopfen!

  • Mark sagt:

    ich finde es sehr interessant dass die Studie hervorgeht dass rund 91% der erwachsenen Internetnutzer regelmäßig sozialen Netzwerke aufsuchen und mobile Internet-Anwender gegenüber Werbung auf ihren Smartphones aufgeschlossen sind.
    Das wird imho in den nächsten Jahren noch einen ernormen Schub erleben, und man sollte heute schon die Seiten für Smartphones optimieren, um auf diesen Trend für die nächsten Jahre gerüstet zu sein!

  • Am meisten hat mich das mit Facebook gestört, obwohl sich natürlich jeder mit seinem echten Namen dort anmelden sollte, aber ich würde doch nie irgendwelche Freunde anschwärzen… für mich absolut albern!

    • Sandra sagt:

      Sehe ich genauso, Kathryn! Schon davon gehört, dass Facebook mittlerweile auch die Unterhaltungen im Chat durchsucht? Zwar soll diese Überwachungsmaßnahme vorrangig der frühzeitigen Erkennung von kriminellen Absichten dienen, aber wer weiß, was Facebook nebenbei noch so alles kontrolliert.

  • Aloha @ Sandra

    vorab: Ich finde es schade, dass hier Leute tatsächlich rumnörgeln, nur weil sie nicht verlinkt wurden. Soll man sich doch freuen, wenn zumindest hier der Name genannt wird.

    Hmm, mein Inline Translator Firefox Addon passt leider bei „Mazel Tov“… Was bedeutet es auf deutsch? 😉

    Ich danke Euch für den Artikel und den Linktipp mit „Einhundert Dinge, die du online tun kannst“. Dann habe ich heute Abend ja noch was zum Schmöckern!

    Cheers

    • Sandra sagt:

      Martin, „Mazel tov“ bedeutet Viel Glück oder Viel Erfolg, wird aber oft auch im Sinne von Glückwunsch gebraucht z. B. bei einer Hochzeit.

      Viel Freunde mit dem Linktipp heute Abend! 😀 Du kannst ja mal berichten, was du für dich entdeckt hast.

  • @ Sandra Ja natürlich, hab ich gestern gelesen. Deswegen sollte man meiner Meinung nach auf aufpassen, was man sich so schreibt, denn irgendwo liest immer jemand mit… 😉

  • Georg sagt:

    Nun Infografiken finde ich auch total störend. Da wird jeder Powerpoint Versuch ins Netz gestellt. Meines Erachtens sollte google die gar nicht werten.

    • Sandra sagt:

      Ich finde Infografiken ansprechend, deshalb stellen sie für mich persönlich keinen Störfaktor dar. Allerdings kann ich auch Matt Cutts Kritikpunkte nachvollziehen. So sollte man eine Infografik immer mit Vorsicht genießen und hinterfragen, inwiefern die Darstellung der Richtigkeit entspricht.

  • Peter Heck sagt:

    Ich freu mich ja auf die Zeit wo google seine Brille rausbringt mal sehen wer sich dann so ins Sichtfeld „hacked“ und was mitschneidet!

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