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Der SEO-Wochenrückblick KW 37

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Auch diese Woche werden wir unsere Tradition weiterführen und stellen Euch das Spannendste aus der vergangenen Woche in unserem SEO-Wochenrückblick vor. Im Mittelpunkt steht das aktuelle Thema strukturierte Daten für Webseiten. Außerdem erfahrt Ihr alles über das neue Hawk-Update in dem Algorithmus für lokale Suchergebnisse und neue  überraschende Möglichkeiten von Google Lens. Don’t hesitate to read!

Strukturierte Daten

Auf Moz erschien ein ausführlicher zweiteiliger Guide zum Thema strukturierte Daten. Im ersten Teil erklärt die Autorin Bridget Randolph, was strukturierte Daten sind, welche Bedeutung sie für die SEO haben und welche Typen am bekanntesten sind. Im zweiten Teil geht die Autorin näher auf die Implementierung strukturierter Daten und deren Arten ein.

Strukturierte Daten: Definition und Bedeutung für SEO

Im SEO-Kontext bezieht sich der Begriff strukturierte Daten auf die Implementierung von Markups (sprich Auszeichnungen) auf einer Webseite, um zusätzliche Details rund um die Webseite zu liefern. Zum einen helfen Markups den Suchmaschinen, die Inhalte der Webseite besser zu verstehen. Zum anderen können die Markups zur prominenten Darstellung in den SERPs in Form von Rich Snippets, Rich Cards oder Karussells führen.

Im Weiteren nennt die Autorin am häufigsten verbreiteten Mythen über strukturierte Daten und SEO:

  • Mythos #1: Die Implementierung strukturierter Daten garantiert Rich Snippets. Obwohl die Verwendung von Markups dafür eine gute Voraussetzung ist, gibt es jedoch keine Garantie, dass Rich Snippets definitiv entstehen.
  • Mythos #2: Strukturierte Daten sind ein direktes Ranking-Signal. Durch den korrekten Einsatz kann man Suchmaschinen helfen, den Inhalt der Webseite besser zu verstehen. Darüber hinaus zeigen auch einige Studien, dass Rich Snippets die Klickrate positiv beeinflussen können. Allerdings ist die Verwendung der Markups kein direktes Ranking-Signal.
  • Mythos #3: Google erkennt Markups ohne zusätzliche Maßnahmen. Obwohl Google immer intelligenter wird, bedeutet es nicht, dass die Suchmaschinen keine zusätzliche Hilfe braucht, um spezifische Inhalte auf Eurer Webseite zu verstehen. Deswegen ist die korrekte Implementierung der Markups von besonderer Bedeutung.  

Strukturierte Daten: Implementierung und schema.org

schema.org ist eine Zusammenarbeit von Google, Microsoft und Yahoo!, um das Web durch die Schaffung eines gemeinsamen Vokabulars zur Beschreibung von Daten im Web zu verbessern. Zur Beschreibung Eurer Daten mit dem schema.org-Vokabular lassen sich verschiedene Arten von Markups (Events, Produkte, Organisationen, Produkte, Rezepte etc.) verwenden. Jede Art von Auszeichnung hat ein eigenes Set von „Eigenschaften“: Das „Rezept“-Markup hat beispielsweise solche Daten wie „image,” „cookTime,” „nutritionInformation,” etc.

Mikrodaten und JSON-LD sind zwei unterschiedliche Möglichkeiten, Eure Daten unter Verwendung des schema.org-Vokabulars mit Markups zu versehen. Es sollten entweder Mikrodaten oder JSON-LD und nicht beide Typen auf einer Seite verwendet werden. Um strukturierte Daten in eine Webseite einzubinden, empfiehlt Google in erster Linie das JSON-LD-Format einzusetzen. Wie genau es umgesetzt wird, findet Ihr demnächst in einem ausführlichen Fachartikel auf SEO-Trainee.de.

Strukturierte Daten: korrekte Einsetzung und Überprüfung

Im Weiteren erklärt Bridget Randolph, wie man überprüft, ob die Markups richtig eingebunden wurden. Als Erstes werden in der Google Search Console Informationen über die Elemente der Markups und eventuelle Fehler angezeigt.

©Moz

Außerdem kann das Test-Tool für strukturierte Daten von Google verwendet werden. An dieser Stelle sollte besonders betont werden, dass die strukturierten Daten für den Hauptinhalt der Webseite repräsentativ sein sollten und nicht für die Nutzer ausgeblendet. Dies könnte als Verstoß gegen die Google-Richtlinien eingeschätzt werden. Außerdem stellt Google auch andere Empfehlungen zur Verfügung:

  • Fügt die Markups genau auf der Seite ein, die sie beschreiben.
  • Für die Seiten, die mit dem Canonical Tag versehen sind, sollten die Markups für alle Versionen identisch sein.
  • Blockiert nicht die ausgezeichneten Seiten für Suchmaschinen.
  • Seid so genau wie möglich bei der Auswahl des Markup-Typs.
  • Mehrere Entitäten auf derselben Seite sollen jeweils einzeln markiert werden für eine Liste mit Produkten sollte z.B. jedes Produkt sein eigenes Produkt-Markup haben).
  • In der Regel sollten nur Markups für den Inhalt eingebunden werden, der auf der Seite angezeigt wird.

Zu guter Letzt werden die meist verbreitesten Fehler zusammengefasst, die bei der Einbindung der Strukturierten Daten entstehen können. Laut Autorin sind beispielsweise oft nicht die einzelnen Rezepte ausgezeichnet, sondern die ganzen Listen. Die Auszeichnung der Organisation wird oft außerdem auf anderen Seiten und nicht auf der Start- oder Kontaktseite eingebunden.

Google Themen

  • Mini-App für Knowledge Graph: Diese Woche kündigte Google ein Update für den mobilen Knowledge Graph an, mit dem das Widget mehr einer App ähneln wird. So stehen jetzt deutlich mehr Tabs und Strukturen zur Verfügung. Außerdem verschwindet die Suchleiste, wenn man nach unten scrollt, und die Tabs über den Themen wandern an den oberen Rand und werden dort angedockt, berichtet GoogleWatchBlog.
  • Spammy Strukturierte Daten: Seitdem Google Rich Snippets eingeführt hat, wird immer wieder versucht, sie für Spam zu nutzen. 2012 forderte die Suchmaschine schon auf, diese Versuche zu melden. Das Problem scheint aber immer noch aktuell zu sein. So zeigte John Müller auf Twitter ein Beispiel vom Spam in strukturierten Daten, das auch oft gemeldet wird. Jedoch ist es laut einem Teilnehmer der Diskussion, Marat Yatagan, sehr fragwürdig, ob die Maßnahmen von Google dafür ausreichend sind.
  • Hawk-Update von Google: Vor einem Jahr wurde das Opossum-Update für den Algorithmus in den Lokalen Suchergebnissen ausgerollt. Jetzt sollte das neue Hawk-Update einige negative Nebenwirkungen aufheben, die das Opossum-Update verursacht hat. So kam es damals zu Filterungen von Unternehmen, die ihren Standort zu nahe an der Konkurrenz hatten und aufgrund des schlechteren Rankings nicht angezeigt wurden. Mehr zum Thema findet Ihr auf Search Engine Roundtable.
  • Neue Möglichkeiten von Google Lens & Assistent: Im Mai stellte Google mit Google Lens eine Plattform vor, die die intelligente Erkennung von Bildern und Videos auf eine neue Stufe bringen sollte. Jetzt wurde auf den Google Developer Days in Polen gezeigt, was die Plattform tatsächlich kann. Richtet man die Kamera auf einen Apfel, erkennt der Assistent, dass es ein Apfel ist. Außerdem teilte das Gadget noch die Informationen über den Kaloriengehalt und die Größe mit.

Vermischtes

  • Twittstorm Feature von Twitter: Die Kurznachrichtenplattform testet den Twittstorm, der direkt in die App implementiert wird. Schreibt man einen Tweet, der länger als 140 Zeichen ist, springt man automatisch auf den neuen Post. So werden alle Tweets miteinander „verkettet“, ohne von den anderen Nutzern unterbrochen zu werden, so Search Engine Journal.
  • Werbung auf Amazon: Diese Woche veröffentliche WordStream einen Guide für die Werbung auf Amazon. In dem Artikel wird erklärt, was Amazon Ads bedeuten und wie man sie sinnvoll einsetzt. Außerdem wird erläutert, welche Arten der Ads Amazon zur Verfügung stellt. Beispielsweise unterscheidet man Sponsored Product Ads, Headline Search Ads und Product Display Ads. Mehr darüber erfahrt auf wordstream.com.
  • Voice Search gewinnt an Bedeutung: Die Voice Search unterscheidet sich von einer klassischen Suche nicht nur dadurch, dass man die Frage jetzt ausspricht, statt sie einzutippen. Wohingegen man beim Eintippen nur einzelne Begriffe verwendet, formuliert man bei der Sprachesuche ganze Sätze, so internetworld.de. Mit der Entwicklung der Sprachassistenten wird die Suche immer konkreter. In dem zweiteiligen Interview auf  management-circle.de erklärt auch Patrick Kilingberg, warum das Thema Voice Search nicht zu unterschätzen ist und welche Rolle es für die Suchmaschinenoptimierung spielt.
  • Content World: Am 24. und 25. Oktober 2017 findet in Hamburg die internationale Content Marketing Conference Content World  statt. International gefragte Content-Experten geben fundierte Einblicke in erfolgreiche Techniken der Content-Marketing-Strategien. Als Highlight erwartet Euch die feierliche Verleihung des Deutschen Content Marketing Preises 2017. Werdet ein Teil der Konferenz und bucht Euer Ticket mit dem 15%-Rabattcode: M-CW17-SEOT.

Ein schönes Wochenende wünschen Euch
Anastasiia und die SEO-Trainees

Wie sagt man? „Alles Gute rankt ganz oben“ – und ab hier geht‘s bei mir auch nach oben, da ich als SEO-Trainee an Bord der artaxo-Crew bin. Am Online Marketing und SEO reizt mich die kontinuierliche Dynamik der digitalen Welt. Du behältst immer die aktuellsten Trends im Visier und musst dich schnell umorientieren und anpassen. Immer fit, immer aktiv!

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1 Kommentar bisher • RSS-Feed für Kommentare
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  • Benedikt sagt:

    Ich denke man kann mit Sicherheit sagen, dass Rich Snippets jeder haben möchte, allerdings glaube ich nicht, dass es so entscheidend fürs Ranking ist. Vielmehr geht es dabei um die User Signale und diese werden dadurch natürlich stark verbessert. Ich denke man sollte nicht krampfhaft versuchen an Rich Snippets zu kommen allerdings ist es eine gute Sache wenn man diese bekommt.

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