Webmaster-Tools – Eine kleine Einführung – Teil1

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Webmaster-Tools – Eine kleine Einführung – Teil1

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Webmaster-Tools – Eine kleine Einführung – Teil1
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Für den heutigen Mittwoch haben wir uns überlegt, für all jene eine Einführung in die Webmaster-Tools von Google zu geben, die nicht mit auf die dmexco fahren konnten. Wer diese Grundlage beherrscht, beherrscht auch bald den Rest der SEO-Basics und ist im nächsten Jahr auf jeden Fall dabei! 🙂

Google bietet mit den Webmaster-Tools ein Werkzeug an, das jeder Webmaster nutzen sollte. Nicht nur, dass Google wertvolle Informationen zur Webseite ausgibt, es werden auch Probleme aufgezeigt, auf die der Google-Crawler beim Durchlaufen der Seite stößt. Mit Problemen meine ich beispielsweise Seiten, die nicht indexiert werden, oder Seiten, die einen 404er-Status zurückgeben.

Google-Webmaster-Tools: die ersten Schritte

Um die Webmaster-Tools nutzen zu können, wird ein Google-Benutzerkonto benötigt. Wer bereits über ein Google-Konto verfügt, kann direkt loslegen und seine Webseite zur Bearbeitung bzw. Analyse anlegen.

Auf der Startseite der Webmaster-Tools befindet sich ein Button, über den man seine Webseite hinzufügen kann.

Bevor jedoch sinnvolle Daten geliefert werden, muss zuerst die Inhaberschaft der Seite bestätigt werden. Ähnlich wie bei Google-Analytics bietet Google hier verschiedene Verfahren an:

  • HTML-Datei muss auf den Webserver hochgeladen werden
  • Meta-Tag muss zur Startseite hinzugefügt werden
  • Google Analytics -> Sollte bereits ein Analytics-Konto für die Webseite bestehen, reicht dies zur Verifizierung aus

Nach erfolgreicher Verifizierung der Webseite kann es auch schon losgehen.

Webmaster-Tools: Dashboard

Nachdem wir unsere Webseite angelegt und erfolgreich verifiziert haben, gelangt man mit einem Klick auf den Domain-Namen direkt in das Dashboard der Webmaster-Tools.

Hier erhält man die wichtigsten Informationen zu der Webseite auf einen Blick. Besondere Beachtung haben hier die Nachrichten und kritischen Fehler verdient. Google informiert hier beispielsweise die Webmaster über Verstöße gegen die Google-Guidelines oder kritische Fehler. Nicht Beachtung kann dazu führen, dass die gesamte Seite oder auch einzelne Teile der Webseite nicht mehr indexiert werden. Man sollte die Nachrichten also stets im Blick haben, um auf eventuelle Nachrichten seitens Google schnell reagieren zu können.

TIPP: In den Konto-Einstellungen lassen sich auch E-Mail-Adressen eintragen, an die eine Meldung versendet wird, sollte eine neue Nachricht vorliegen.

Ebenso auf dem Dashboard befinden sich die Crawling-Fehler: Hier erhält man Details zu den URLs, die Google nicht erfolgreich crawlen konnte oder die einen http-Fehlercode zurückgeben.

Neben den Crawling-Fehlern liefert Google noch ein Linien-Diagramm zu den Impressionen bzw. Klicks der Suchanfragen in den letzten 30 Tagen.

Letzter Punkt auf dem Dashboard ist XML-Sitemaps: Hier wird angezeigt, wie viele der bereits eingereichten URLs sich im Google-Index befinden.

Webmaster-Tools: Konfiguration

Einstellungen:

In dem Bereich Einstellungen finden sich einige grundlegende Einstellungen, die mit wenig Aufwand abzuhaken sind.

Geografisches Ziel –>

Sollten die Inhalte eurer Webseite auf Nutzer einer bestimmten Region ausgerichtet sein, kann diese hier festgelegt werden. Google kann anhand der geografischen Ausrichtung die Inhalte in den Suchergebnissen verbessern. In der Regel ist eine Anpassung nur notwendig, wenn es sich um eine Domain mit einer neutralen Top-Level-Domain wie .com oder .org handelt. Ist keine Ausrichtung gewünscht, gibt es die Möglichkeit den Eintrag „Nicht gelistet“ zu wählen.

Bevorzugte Domain –>

Die Wahl einer bevorzugten Domain, sollte man auf keinen Fall ignorieren, auch wenn die Vorgehensweise etwas merkwürdig erscheint.

Bevor die Einstellungen an dieser Stelle anpasst werden können, müssen wir einen Schritt zurückgehen. Nämlich auf die Startseite, wo wir am Anfang die Domain eingetragen haben, diese erreicht man durch einen Klick auf „Webmaster-Tools“ oberhalb des Menüs.

Um festlegen zu können, ob die Variante mit www. oder ohne www. unsere bevorzugte Domain ist, muss als nächstes die Variante ohne www angelegt werden. Sodass am Ende beide Varianten als Webseite erscheinen.

Dieser Schritt ist notwendig, da Google sichergehen will, dass beide Domains demselben Inhaber zugeordnet sind. Sind beide Domains angelegt, genügt wieder ein Klick auf den Domainnamen, um zum Dashboard zu gelangen. Zurück in den Einstellungen kann festgelegt werden, welche Variante die bevorzugte Domain ist. In der Regel verwendet man hier die Variante mit www. Durch die Angabe wird Google mitgeteilt, dass nur diese bevorzugte Domain in den Suchergebnissen auftauchen soll. Selbst, wenn der Crawler einen Link findet, der ohne www. auf http://test-domain.de/eine-Seite-die-noch-nicht-indexiert-ist/ verlinkt, wird Google dieser Seite automatisch das www. hinzufügen.

Crawling-Geschwindigkeit –>

Google gibt Webmastern hier die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, mit welcher Crawling-Geschwindigkeit Google Anfragen an den eigenen Server sendet. Die Crawling-Geschwindigkeit lässt sich auf Root- oder Subdomain-Ebene ändern. Eine neue benutzerdefinierte Crawling-Geschwindigkeit ist dann 90 Tage lang gültig. Im Normalfall sollte man hier nichts verändern, sondern Google überlassen, wie schnell die eigene Webseite gecrawlt wird.

Sitelinks

Wohl jeder hat die sogenannten Sitelinks schon mal gesehen. Google blendet Sitelinks nur ein, wenn sie als hilfreich für den Nutzer erachtet werden, beispielsweise um schneller an wichtige Informationen zu gelangen. Besonders häufig tauchen Sitelinks bei Brand-Suchanfragen auf, also bei der Suche nach einer bestimmten Marke, wie im obigen Beispiel „Adidas“. Die Webmaster-Tools bieten zwar nicht die Möglichkeit Sitelinks zu beantragen, aber sollten welche existieren können diese in einem gewissen Maße beeinflusst werden. Genauer gesagt können unpassende oder falsche Links abgewertet werden. Google versucht diese Angaben bei der Erstellung der Sitelinks zu berücksichtigen, es gibt jedoch keine Garantie, dass abgewertete URLs niemals als Sitelink angezeigt werden.

URL-Parameter

Durch die Verwendung von Parametern innerhalb der URL, wie beispielsweise einer Sitzungs-ID, können duplizierte Inhalte (Duplicate Content) entstehen. Treten duplizierte Inhalte im Google-Index auf, kann dies zur Folge haben, dass die Seite insgesamt in den Suchergebnissen schlechter abschneidet. Wenn Google beim Crawling duplizierte Inhalte findet, wie beispielsweise aufgrund von URL-Parametern entstandene Variationen, werden die doppelten URLs in einem Cluster gruppiert und es wird die URL ausgewählt, die nach Ansicht von Google am besten passt. Um dieses Verhalten zu beeinflussen, lassen sich bestimmte Angaben darüber machen, wie URLs mit bestimmten Parametern zu behandeln sind. An dieser Stelle ist Vorsicht angesagt, da eine falsche Angabe dazu führen kann, dass entsprechende Seiten nicht mehr indexiert werden.

Adressänderung

Mit dieser Option bietet Google den Webmastern eine bequeme und sichere Möglichkeit an, Google die neue Adresse mitzuteilen. Voraussetzung ist natürlich die Einrichtung der neuen Domain und deren Inhalte sowie eine korrekte Weiterleitung der alten auf die neue Domain. Zum Thema SEO-freundlicher Domain-Umzug gibt es auf seomoz eine sehr schöne Infografik.

Um die Adressänderung durchzuführen, muss zuerst die neue Domain als Webseite angelegt werden.

TIPP: Falls ihr eine bevorzugte Domain angegeben habt, sollte dies auch für die neue Website geschehen.

Nutzer

Sollten mehrere Personen an der Verwaltung einer Webseite beteiligt sein, bietet Google hier die Möglichkeit, weitere Benutzer hinzuzufügen. Dabei hat man die Option, zwei verschiedene Berechtigungsstufen („Eingeschränkt“, „Uneingeschränkt“) auszuwählen.

 

Die grundlegenden Konfigurationen der Webmaster-Tools sind jetzt abgeschlossen. Damit wir den Rahmen des Artikels nicht komplett sprengen, haben wir uns entschieden, an dieser Stelle einen Cut zu machen und noch einen zweiten Teil herauszubringen. Nachdem dieser Teil ausschließlich die grundlegende Konfiguration behandelt hat, wird es im zweiten Teil um die eigentlichen Funktionen und Informationen gehen, die man aus den Webmaster-Tools herausziehen kann.

Wenn ihr jetzt noch Lust auf mehr habt, dann schaut doch mal in den 2.ten und 3.ten Teil unserer Serie:

Webmaster-Tools – Eine kleine Einführung – Teil2

Webmaster-Tools – Eine kleine Einführung – Teil3

Mit den besten Grüßen

Phillip und die SEO Trainees

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Dieser Artikel wurde am Sonntag, den 09. September 2012 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
39 Kommentare bisher • RSS-Feed für Kommentare
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  • Christian sagt:

    Wow, sehr übersichtlich und detailliert. Hat mir sehr gut gefallen als Lektüre für den Einstig bei den Google Webmaster Tools. Schön wären u. U. noch ein paar kurze Tipps welche Tools ein Anfänger noch beachten sollte.

  • Kay sagt:

    Vielen Dank für deine kleine Einführung in die Webmaster Tools. Für mich war das bisher ein Buch mit sieben Siegeln. Mit dieser Anleitung weiß ich jetzt genau was ich zu tun habe und wofür die Webmaster Tools sehr nützlich sein können. Ich werde mich gleich an die Umsetzung machen und alles nach Ihrer Vorgabe einrichten. Wirklich geiler Blog.

  • Florian sagt:

    Schöne Trilogie, im SEO Bereich wird ja viel sinnvolles und weniger sinnvolles geschrieben, aber das ist mal was Solides und Greifbares für Einsteiger in einer sonst eher auf Pinguin & Panda fixierten Bloglandschaft 😉

  • Karin sagt:

    Ein sehr gut geschriebener Artikel. Sehr verständlich. Dankeschön.
    Ich werde mir die 2 anderen auch mal anschauen.
    mfg

  • Wie funktionieren Suchmaschinen? | SEO Trainee - Ab hier geht´s nach oben sagt:

    […] An erster Stelle steht der Crawler, auch Spider, Robot oder Bot genannt. Er ist ein vollautomatischer Informationssammler, der für die Erfassung von Dokumenten im Web zuständig ist. Dafür ruft er eine Webseite nach der anderen auf und speichert diese in einer Datenbank (Repository) ab, beginnend mit den Websites und URLs, die von den Webmastern angemeldet wurden. Bei Google geht das ganz einfach mithilfe der Webmaster Tools. […]

  • Timo Kühne sagt:

    Danke für diese ausführliche Einführung in die Webmaster-Tools. Die Einrichtung scheint ja relativ einfach zu sein. Ich werde das Ganze jetzt mal ausprobieren und nach eurer Anleitung einrichten.

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