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Keyword Analyse 2017: „Keyword Finder“ ersetzt „Keyword Planner“

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Keyword Analyse 2017: "Keyword Finder" ersetzt "Keyword Planner"
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Seitdem Googles Keyword Planner nur noch eingeschränkt nutzbar ist, suchen viele die beste Alternative für eine ordentliche Keyword Analyse. Wir haben viele bekannte und unbekannte Tools  ausprobiert und möchten euch in diesem Test erklären, warum wir bei dem KW Finder mit der Suche aufgehört haben.

kwfinder-ganze-seite

Der Keyword Finder ist unser Tool der Wahl

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

Inhaltsverzeichnis

 

Einleitung: R.I.P. Google Keyword Planner

keyword planer funktion

Die Funktionen des Google Keyword Planner deckt der KW Finder größtenteils ab

Der Keyword Planner war ein tolles Tool, das man jetzt, wo es nur noch eingeschränkt nutzbar ist, noch viel mehr zu schätzen weiß. Man bekam detaillierte Suchvolumina, gut strukturierte Vorschläge neuer Keywords, konnte Websites nach benutzten Keywords durchsuchen. Seit September bekommen Nutzer lediglich Volumen-Spannen wie 1-100 angezeigt, was die wichtigste Funktion des Tools zunichte macht.

Lediglich Werbetreibende, die eine Adwords-Kampagne schalten, haben Zugriff auf detaillierte Daten. Laut den Posts im offiziellen Blogbeitrag, in dem die niederschmetternde Anpassung verkündet wurde, müsste der monatliche Mindestbetrag irgendwo zwischen 60 und 200 Dollar liegen. Ein Betrag, der den meisten SEOs für ein Keyword Tool zu hoch sein dürfte.

Deshalb gab es wöchentlich neue Artikel zu dem Thema mit den besten alternativen Tools. Weil wir als Agentur unseren Kunden wie gewohnt detaillierte Suchvolumina präsentieren wollten, probierten wir uns durch viele dieser Tools. Leider spuckten die Meisten im Vergleich ganz andere Zahlen aus als Google, waren für den deutschen Markt ungeeignet oder zu nutzerunfreundlich.

Auch ein Workaround, durch das man weiterhin Prognosen für einzelne Keywords abrufen kann, ist langfristig keine gute Lösung. Also suchten wir weiter und fanden die Lösung in dem slowakischen Tool Keyword Finder.

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Keyword Finder – Überblick

  • Entwickler: Mangools (Slowakei)
  • Varianten: Free, Basic (150 Dollar p. a.), Premium (300 Dollar p. a.)
  • Datenbank: 190 Millionen Keywords (bezieht Suchvolumen per Google API)
  • ToolumfangKeyword Finder (Import, Suggestions, Autocomplete, Questions), SERPChecker

Der Keyword Finder kommt von dem slowakischen Team Mangools und dürfte seit der Einschränkung des Keyword Planner gehörigen Aufschwung erfahren haben. Zumindest wird aktuell stark daran gearbeitet. Bugs werden schnell gefixt und neue Funktionen eingeführt.

Auf der Startseite bewerben sie das Keyword Tool mit Kunden wie Apple, Rocketinternet oder Airbnb. Laut eigener Aussage befinden sich 190 Millionen Keywords in der Datenbank, täglich werden rund 50.000 Suchanfragen getätigt. In einer eingeschränkten Version lässt sich das Tool kostenlos nutzen, die Basis-Version kostet 150 Dollar im Jahr. Wer am Tag mehr als 100 Suchanfragen tätigt, kann auf die Premium-Version für 300 Dollar jährlich upgraden. Das gesamte Pricing seht ihr hier.

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, sind die hier gesetzten Links mit Parametern versehen. Das ist auf das Mangools-Affiliate-Programm zurückzuführen. Mit dem Klick auf diesen Link wird 30 Tage lang ein Cookie gespeichert, der euch mit uns in Verbindung bringt. Solltet ihr das Produkt innerhalb dieses Zeitraums kaufen, bekommen wir eine lebenslange Provision von 30 % – das ist mal fair!

Zu dem Tool gehören zwei Apps, der Keyword Finder und der SERPChecker, deren Funktionen im Folgenden näher erläutert werden.

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Keyword Finder – Funktionen

keyword finder funktionen

Die vier Funktionen des KW Finder

  • Import: Der Import ist exakt das, was sich bei Googles Keyword Planner hinter der Funktion „Daten zum Suchvolumen und Trends abrufen“ steckte. Es können simpel per copy-paste einzelne Keywords oder auch ganze Keywordlisten importiert werden, um die gewünschten Metriken zu erhalten.
  • Suggestions: Diese Funktion ist das, was beim KW Planner als „Mithilfe einer Wortgruppe, einer Website oder einer Kategorie nach neuen Keywords suchen“ abrufbar war. Websites lassen sich in die Suchmaske bisher allerdings noch nicht eingeben. Bei der Suche nach einem Keyword werden wie gewohnt verwandte Begriffe vorgeschlagen. Die Vorschläge sind oft, aber nicht immer, gut.
  • Autocomplete: Noch in Zeiten des Keyword Planers wurden zusätzlich Tools wie ubersuggest.io für die Keyword Analyse genutzt, um weitere Ideen zu generieren. Quelle der Daten sind die Autocomplete-Vorschläge, die Google macht, wenn man einen Suchbegriff eingibt und noch nicht Enter drückt. Beim Keyword Finder ist diese Funktion nun integriert, was Übersuggest nahezu überflüssig macht.
  • Questions: Diese Funktion kennen die meisten von answerthepublic.com. Für einen Suchbegriff werden entsprechende Longtail-Fragen ausgegeben. Die Funktion bietet sich besonders für Blogs an, die wissen wollen, was Leser zu einem Themengebiet interessiert.

Ein Test dieser Funktionen findet sich unter Punkt 5 „Vergleich mit anderen Tools“.

Metriken

kwfinder metrik

Die Metriken stammen überwiegend von Google

 

  • Suchvolumen: Gibt an, wie häufig nach dem Keyword monatlich gesucht wird.
  • CPC: Gibt den durchschnittlichen Klickpreis an, wenn zu diesem Suchbegriff Adwords-Anzeigen geschaltet werden.
  • PPC: Gibt an, wie viele Wettbewerber im Vergleich zum Durchschnitt ein Angebot für das Keyword abgegeben haben.
  • Trend: Zeigt das Suchvolumen für jeden Monat als Balkendiagramm an, um zu verstehen, wann der Bedarf hoch oder niedrig ist.
  • SEOdifficulty: Stellt vereinfacht dar, wie schwer es ist, zu dem Keyword zu ranken, indem die Domains, die aktuell auf den ersten Seiten ranken, analysiert werden. Hierzu werden die Daten aus dem SERPChecker genutzt.

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SERPChecker – Funktionen

  • Gibt es zum KW Finder gratis dazu
  • Stellt die SERPs mit zahlreichen Daten von MOZ und Majestic dar
  • Verschafft einen guten Überblick über den Wettbewerb eines Keywords

Bei dem SERPChecker handelt es sich um ein Tool, dass ich vor dem Test noch ignorierte und jetzt sehr gerne nutze. Es hilft vor allem, einen guten Überblick über den Wettbewerb zu bekommen. Dazu werden die SERPs mit zusätzlichen Metriken zur entsprechen Seite oder Domain angezeigt. Dabei kann man aus einer großen Anzahl von MOZ- und Majestic-Metriken wählen, die ich selber noch nicht alle getestet habe. Die für mich relevanteste Metrik ist „RDRDL“, also die Anzahl der Domains, die mit mindestens einem Link auf diese Domain verweisen (Domainpopularität). Wir haben die Werte übrigens nochmal direkt bei Majestics überprüft. Die Daten waren korrekt. Allerdings beziehen sich die Majestic-Metriken (momentan) lediglich auf die URL, nicht auf die ganze Domain.

Beispiel: Für „küchen“ haben die Top-Ergebnisse eine Domainpopularität von mehreren Hundert oder sogar Tausend. Die Konkurrenz wird also schwer zu vertreiben sein. Hier müsste der Inhalt schon wesentlich besser sein, um nach oben zu kommen. Das erste Ergebnis für „kite ausrüstung“ beispielsweise hat hingegen lediglich eine Domainpopularität von 8. Hat man nun eine Seite mit einer wesentlich höheren Domainpopularität, könnte man mit einem ähnlichen Inhalt nach ganz oben kommen.

serpchecker

Der SERPChecker arbeitet mit Daten von Majestic und MOZ

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Vergleich mit anderen Tools

  • Der Test zeigt, dass man sich auf den KW Finder alleine nicht immer verlassen sollte
  • Import- und Autocomplete-Funktion sind tadellos
  • Suggestion- und Question-Funktion hingegen liefern nicht immer optimale Ergebnisse
  • Keyword Planner sollte für Vorschläge weiterhin genutzt werden

Um zu prüfen, ob die Daten des KW Finder überhaupt valide sind, haben wir diese mit denen anderer Tools abgeglichen. Das Suchvolumen stand an erster Stelle und wurde dem Suchvolumen vom Keyword Planner gegenübergestellt, als dieser noch uneingeschränkt nutzbar war. Zu diesem Zeitpunkt waren die Zahlen die gleichen. Da der Keyword Finder mit einer API vom Keyword Planner arbeitet, dürfte sich das auch nicht ändern. Der Import-Funktion kann man demnach vertrauen. Aber Vorsicht: Da die Daten vom Keyword Planner stammen, ist das Suchvolumen für Singular und Plural leider meist identisch und somit nicht präzise.

Relevant waren zudem die Funktionen, um Ideen zu generieren. Dazu haben wir zuerst die Suggestion-Funktion mit dem Keyword Planner verglichen. Für das Keyword „küche“ bekamen wir tatsächlich zu 100 % identische Vorschläge. Ein zweiter Test zu dem Keyword „pc“ zeigte allerdings, dass man sich auf die Suggestion-Funktion nicht immer verlassen sollte, da größtenteils unpassende Keywords vorgeschlagen wurden, während der Keyword Planner deutlich bessere Vorschläge machte. Außerdem lassen sich beim KW Finder Vorschläge nur für einen Begriff machen.

Anschließend haben wir die Autocomplete-Funktion mit ubersuggest.io verglichen. Sowohl für „küche“ als auch für „pc“ waren die Ergebnisse nahezu identisch. Da man beim KW Finder direkt alle Metriken an die Hand bekommt, ist die zusätzliche Nutzung von ubersuggest sinnlos. Übrigens lieferte keywordtool.io ebenfalls nahezu identische Ergebnisse.

Zum Schluss haben wir die Question-Funktion mit answerthepublic.com verglichen. Die ausgegebenen Fragen waren sehr unterschiedlich. Für diese Funktion kann es also durchaus Sinn machen, beide Tools zu nutzen.

keyword finder test

Beim Test haben wir uns die Ergebnisse des Tools näher angeschaut

Alle Ergebnisse der Analyse könnt ihr in der Excel-Datei nachvollziehen.

kw-finder-vergleich.xlsx

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Kritik – Dateiexport

Obwohl uns das Tool sehr gut gefällt, gibt es hier und da noch Verbesserungspotenzial. Das betrifft vor allem Kleinigkeiten, die wir in der Vergangenheit bereits dem Mangools-Team gemeldet haben. Innerhalb von zwei Wochen wurde ein Großteil dieser Vorschläge umgesetzt und wir daraufhin kontaktiert – toller Service!

Ein Zeitfresser ist allerdings der Datei-Export. Die Daten werden als „.csv“ ausgegeben, was prinzipiell kein Problem darstellt. Allerdings sind diese so formatiert, dass man sie mit einfachem Doppelklick nicht problemlos öffnen kann. Stattdessen müssen sie in Excel (über Daten -> externe Daten abrufen -> aus Text) importiert werden. Dort muss jedes Mal UTF-8 als Dateiursprung und die Trennung durch Komma ausgewählt werden.

excel-utf8

Zeitraubend: Die exportierten CSV-Dateien müssen immer aufwändig geöffnet werden

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Best Practice (Listen-Funktion)

Die Testergebnisse, die in der Excel vorliegen, geben bereits Aufschluss zur optimalen Nutzung des KW Finder. An dieser Stelle möchte ich euch noch konkret zeigen, wie ich meist vorgehe.

Die für mich schnellste Variante lässt sich mit der Listen-Funktion umsetzen, auf die ich bisher noch gar nicht eingegangen bin. Diese hilft, Keywords bereits im Tool zu sortieren und anschließend das gefilterte Ergebnis zu exportieren.

kw finder list

Mit der Listen-Funktion lässt sich viel Zeit sparen

Ich suche also zuerst nach dem Keyword in der Suggestion-Funktion des KW Finder und sortiere dann nach Suchvolumen. Nun füge ich ich alle passenden Keywords einer neu erstellten Liste hinzu. Bin ich noch nicht zufrieden, wiederhole ich diese Schritte für die Autocomplete- und Question-Funktion.

Reicht mir das Ergebnis immer noch nicht, greife ich auf andere Tools wie den Keyword Planner, Google Trends oder answerthepublic zu. Diese Daten schmeiße ich dann in den KW Finder und füge anschließend wieder passende Keywords der Liste hinzu.

Abschließend lade ich die Liste als CSV-Datei runter und habe eine Reihe ausgewählter Begriffe mit Metriken wie Suchvolumen oder Wettbewerb. Auf diese Weise erspare ich mir unnötig viele Dateien und vor allem Zeit.

Ein weiterer Vorteil von Listen ist, dass sie in der Keywordanzahl nicht beschränkt sind. Vor allem User, die das Keyword Tool kostenlos oder die Basis-Version nutzen, bekommen maximal 200 Suchbegriffe pro Anfrage ausgegeben. Hier machen Listen Sinn, um mehrere Keywords zu bündeln und am Ende bloß eine Datei downloaden zu müssen. Die Listen könnt ihr übrigens über den Button oben links jederzeit abrufen.

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Fazit

Der Keyword Finder ist für uns das beste Tool für die Keyword Recherche, weil es ein perfekter Allrounder ist. Auf der einen Seite bekommt man per Google API exakte Daten vom Keyword Planner wie Suchvolumina und Wettbewerb. Auf der anderen Seite hilft der KW Finder bei der Ideenfindung für passende Keywords, weil das Tool die Funktionen von ubersuggest.io, answerthepublic.com und dem Keyword Planner vereint.

Zusätzlich bekommt man mit dem SERP-Checker ein kostenloses Goodie, mit dem sich die SERPs dank MOZ- und Majestic-Daten detailliert beleuchten lassen. Verbesserungspotenzial, wie die weniger gut formatierten CSV-Dateien, lässt sich an manchen Stellen zwar noch finden. Das Team von Mangools reagiert auf Feedback aber sehr schnell und optimiert die jeweiligen Bereiche binnen kurzer Zeit. Wir sind mit dem Keyword Finder sehr zufrieden und sind gespannt, wie sich das Tool noch entwickeln wird.

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Eines Tages ein Online-Marketing-Rockstar zu sein, um mit dem Keyboard unterm Arm das Internet zu rocken, ist für mich eine tolle Vorstellung des beruflichen Werdegangs. Vor allem als ehemaliger Redaktions- und Werbefilmprakti lockt mich die Kombination aus kreativer Werbewelt und innovativer Technologie. Bei artaxo beginnt für mich jetzt dieser neue, aufregende Weg, auf dessen Entwicklung ich sehr gespannt bin – let’s Rock 'n' Roll!

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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, den 30. November 2016 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
5 Kommentare bisher • RSS-Feed für Kommentare
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  • j0e sagt:

    Hallo Julian,
    hattest du keywordtool.io auch bei deinen vorherigen Tests dabei?

    lg
    Jochen

    • Julian sagt:

      Moin Joe,

      welche „vorherigen“ Tests meinst du denn?

      Ich habe ja für die Keywords „küche“ und „pc“ getestet, wie man in der Excel nachvollziehen kann.

      Für diese KWs habe ich keywordtool.io auch getestet, es aber wegen der Übersichtlichkeit nicht extra aufgeführt.

      Die Ergebnisse von keywordtool.io sind nahezu identisch mit der Autocomplete-Funktion vom KW Finder 😉

      Ich hoffe, das beantwortet deine Frage.

      Beste Grüße
      Julian

      • j0e sagt:

        Mit Test meinte ich nur diesen Satz: „Wir haben viele bekannte und unbekannte Tools ausprobiert…“

        Jochen

        • Julian sagt:

          Ah … ja wir haben die Pro-Version getestet, waren aber nicht zufrieden. Der Test liegt schon etwas zurück. Ich glaube, das größte Problem war, dass man keine Keywordlisten einfügen konnte, sondern lediglich Vorschläge für ein Keyword erhält. Außerdem waren die Daten für YouTube und Amazon nur Fake (sind die vom Reiter „Google“ gewesen) und die Suchvolumina deckten sich kein bisschen mit den Google-Daten (was ja nicht unbedingt ein Problem sein muss, mich aber stutzig machte, weil sie das glaube ich etwas anders kommunizieren). Insgesamt ist es nicht besonders umfangreich.

          Wie gesagt, vielleicht wurde keywordtool.io bereits verbessert. Wir haben das Tool im September getestet.

  • j0e sagt:

    Naja, September ist noch nicht sooo lange her.

    danke für die Info.

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