YouTube-SEO – Vernachlässigte Disziplin im Online Marketing Teil II

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YouTube-SEO – Vernachlässigte Disziplin im Online Marketing Teil II

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Genau zwei Wochen ist es her, dass wir euch in unserem ersten Teil zum Thema „Video Search Engine Optimization“ (VSEO) erklärt haben, wie ihr für euer Video sowohl in der internen Suche von YouTube, als auch in den Google SERPs ein gutes Ranking erzielen könnt. Dies ist eine wunderbare Methode, um mit wenig Aufwand ein Unternehmen samt seiner Produkte/Dienstleistungen bekannt zu machen. Aber einen großen Haken hat die Sache: Der Traffic geht zunächst an YouTube und kann nur über Links im Video oder Videoumfeld auf die eigene Website geleitet werden. Was also kann man tun, um die User direkt von den SERPs auf die eigene Seite zu bekommen? Nun ja, man nimmt  das YouTube-Video und bettet dieses, gespickt mit ein paar weiteren Optimierungsmaßnahmen, auf seiner Website ein. Danach muss man nur noch eine Video-Sitemap anlegen und fertig ist das Gesamtpaket. Da dieses in der Praxis dann doch ein bisschen komplizierter ist, werden wir nun die einzelnen Etappen im Detail erläutern.

Einen richtigen Rahmen für das Video schaffen

Als ersten Schritt empfiehlt es sich, für sein Video eine einzelne Seite einzurichten. Nur auf diese Weise kann man eine videospezifische OnPage-Optimierung und spätere Erfolgsanalyse erreichen. Wie von der klassischen Suchmaschinenoptimierung bekannt, zählen hier natürlich nur Speaking URLs, die das Haupt-Keyword enthalten und den Seiteninhalt beschreiben. Als weiteres Ranking-Plus bietet es sich an, ein Verzeichnis mit dem sinnstiftenden Namen „Videos“ anzulegen, unter dem dann alle erstellten Videos gesammelt werden. Auch bei der Befüllung der Meta Tags greifen die alten SEO-Richtlinien, welche hier nicht extra aufgeführt werden müssen. Vor allem aber der Title ist wichtig. Dieser sollte, ähnlich wie bei der Optimierung für YouTube (Teil I), in irgendeiner Form das Wort „Video“ enthalten.

Das Video einbetten

Sind die oben beschriebenen Rahmenbedingungen vollbracht, kann man sich darum kümmern, das Video auf der eigenen Website einzubetten. Dazu braucht man zunächst den Video-Code, welchen man direkt unter dem Video bei YouTube mit dem Button „Einbetten“ abruft. Dieser muss dann nur noch auf der Website an der gewünschten Stelle in den Quelltext eingefügt werden. Danach kann das Texteschreiben beginnen. Denn wir erinnern uns: Ton und Bild kann von den Suchmaschinen-Crawlern (noch) nicht richtig ausgewertet werden. Wieso also nicht einen informativen Text im Stile einer Inhaltsangabe schreiben, der nicht nur dem Google Bot, sondern auch den Nutzern die Interpretation des Videos vereinfacht? Der größte Effekt kann erzielt werden, wenn dieser Text keyword-optimiert geschrieben ist und das Video direkt einschließt, d.h. Textpassagen vor und nach dem Video zu finden sind. Selbstverständlich sollten außerdem nach SEO-Maßstäben gefertigte Textüberschriften erstellt werden.

Da wir auf eine interaktive Internet-Gemeinde setzen, dürfen darüber hinaus die Social Bookmarking Buttons von Facebook, Twitter und Co. auf unserer Seite nicht fehlen. Auch Kommentare, Trackbacks und Ratings sollten unbedingt erlaubt werden. Dieses ist enorm wichtig. Laut Expertenbekundungen, wie z.B. erst gestern von Martin Mißfeldt, könne man ein Video „nur dann bei relevanten keys vorne platzieren, wenn das Video viral verbreitet wird“. Man muss sich eine richtige „Zielgruppen-Community“ aufbauen.

Eine Video-XML-Sitemap erstellen

Aber nicht nur den Usern, sondern auch Google muss möglichst schnell mitgeteilt werden, dass sich ein sehenswertes Video auf unserer Homepage befindet. Hierfür bietet sich in erster Linie das Anlegen einer Video-Sitemap an. Diese ist im XML-Format so konzipiert, dass Google genau erfährt, wo das Video liegt und um was es darin eigentlich geht. Genaue Hilfestellen beim Vervollständigen der Video-Sitemap stellt Google auf einer eigens dafür eingerichteten Informationsseite zur Verfügung. Hier aber die wichtigsten Eckdaten:

Das <loc> Tag zeigt auf, wo sich das Video befindet. Der URL-Pfad zu dem Webseiten-Video sollte also unbedingt fehlerfrei eingetragen werden. Bei <video:thumbnail_loc> besteht die Möglichkeit, ein Miniaturbild zu hinterlegen. Diese Chance darf nicht verspielt werden, wo doch das Vorschaubild in der hoch emotionalisierten Internetwelt ein wichtiger Faktor dafür ist, ob ein Video geklickt wird oder nicht. Als Orientierungsmaßstab wird hierfür häufig eine Größe von 80 x 60 Pixel genannt. Des Weiteren gibt es noch das <video:player_loc> Tag, wo der Speicherort des Videos (bei uns YouTube) mit URL hinterlegt werden muss. Das optionale Attribut „allow_embed“ wird auf „yes“ gestellt, damit Google auch wirklich das Video in den Ergebnislisten anzeigen darf. Mit einem einfachen „no“ wären alle vorigen Schritte umsonst gewesen. 🙂

Für weitere Infos zu dem Thema ist neben der Google-Infoseite das Webinar von Reelseo zu empfehlen. Dieses ist allerdings fast 1 ½ Stunden lang und somit nur etwas für weniger ausgelastete Arbeitstage.

Wem die Video-Sitemaps zu „old school“ sind, der kann über „Media RSS Feeds“ nachdenken. Das sind ganz normale RSS Feeds, also Lesezeichen, nur eben für Media-Elemente wie Bilder und Videos. Auch diese werde von Google relativ schnell indiziert. Nebenbei erreicht man dadurch eine interessierte Leserschaft.

So, damit wären wir am Ende unserer kleinen Serie angelangt. Wir hoffen, euch einen guten Einblick in das Mysterium „YouTube SEO“ gegeben zu haben. Unser ganz persönliches Fazit: VSEO steckt voller Möglichkeiten und die Potenziale sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

Eine schöne Restwoche wünschen euch Kerstin und die SEO-Trainees!

Head of international SEO
Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch … Ich lebe und arbeite in einem Sammelsurium an Sprachen. Das Spannendste ist dabei, jeden Tag aufs Neue im internationalen Team die kleinen aber feinen Unterschiede zu entdecken. Das gilt sowohl für die Kultur als auch die SEO-Branche des jeweiligen Landes. Nach meinem Traineeship bei der wirkungsvoll GmbH habe ich 2012 den internationalen Bereich unserer Agentur aufgebaut. Was hätte es Passenderes für mich geben können? Durch mein vorhergehendes Studium des Tourismusmanagements begeistern mich fremde Länder und Sprachen seit jeher. Das nun mit meiner anderen Leidenschaft, dem SEO, verbinden zu können, ist mehr als perfekt.

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Dieser Artikel wurde am Mittwoch, den 09. Februar 2011 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
5 Kommentare bisher • RSS-Feed für Kommentare
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  • Anton sagt:

    Ahh endlich! Da ist der zweite Teil,habe ihn schon sehnsüchtig erwartet. Allerdings hat sich das Warten gelohnt. Viele Gute Tipps, die ich jetzt mal in die Tat umsetzen werde!

  • Maxim sagt:

    Hey Zusammen.
    Schöner Artikel und gute Fortsezung.

    Ergänzend könnte man noch hinzufügen, dass es auch hilfreich wäre das Video auf mehreren verschiedenen Video-Portalen zu veröffentlichen und von dort auf seine „Präsentationsseite“ zu verlinken.

    Grüße

    Maxim

  • Kerstin sagt:

    Hallo Maxim,

    vielen Dank für deinen Kommentar. Du hast vollkommen Recht. Neben YouTube gibt es noch zahlreiche andere Video-Portale, in die man sein Video reinstellen kann. Links setzt man dann am besten in den Beschreibungstext(s. VSEO-Teil I) oder auch direkt ins Video. Dafür gibt es z.B. LinkedTube.(http://www.linkedtube.com/)

    Viele Grüße
    Kerstin

  • […] sichern. Ein paar Teilnehmer sind wohl durch den Artikel auf SEO Trainee, YouTube-SEO (Teil 1) und Teil 2, darauf gekommen auch YouTube in ihre SEO einzubeziehen – ein erster Überblick bestätigt […]

  • Sven sagt:

    Wenn ich aber keine eigene separate Video-Page anlegen, bringen mir die ganzen Tipps hier aus dem zweiten Teil allerdings nicht so wahnsinnig viel. Zumal ich finde, dass die Stärke der Einbettung gerade darin liegt, bestehende Strukturen aufzuhübschen. Wenn man aber natürlich Hardcore-SEO machen will, ist das natürlich ein guter Weg, klar. 😉

    Gruß

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