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Recap: Social Media Day 2011

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Recap: Social Media Day 2011
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Am vergangenen Freitag war es wieder soweit: Der Social Media Day an der Hamburg Media School ging in die zweite Runde. Natürlich waren auch wir SEO-Trainees (diesmal durch mich) repräsentiert, so dass ihr nun die Möglichkeit habt, alle wichtigen Learnings aus erster Hand zu erfahren.

Facebook als Zukunftsmedium

Los ging die Veranstaltung mit der Fragestellung, warum sich Online Marketer und Unternehmer überhaupt mit dem Bereich Social Media beschäftigen sollten. Eine Antwort darauf lieferte u.a. Sven-Olaf Peeck, der uns auch als Moderator durch den ganzen Tag begleitete. Social Media, insbesondere Facebook, sei, darin sind sich die meisten Experten einig, ein Markt, der noch sehr viele Potenziale birgt. Dieses gilt vor allem für Deutschland, wo erst 20% der Bevölkerung einen Facebook-Account haben. Aber nicht nur Online Marketer, sondern auch zahlreiche Investoren rechnen mit einem enormen Anstieg der Social Media-Nutzung. Anders sei nicht zu erklären, dass Facebook und Twitter erst kürzlich saftige Finanzspritzen erhalten haben.

Aber was genau bewegt normale Leute, zu „Facebook-Junkies“ zu werden? Um dieser Frage nachzugehen nahm uns Prof. Dr. Sabine Trepte mit auf eine psychologische Reise. Wir erfuhren, dass hinter allem ein großer Drang steckt, sich darzustellen und mit anderen auszutauschen. Mögliche Nutzen eines solchen Austausches sind somit Freunde, Sympathie und Aufmerksamkeit. Interessanterweise kann auch die Kenntnis um potenzielle Gefahren kaum jemanden davon abhalten, nach diesen Aspekten zu streben.

Auf Unternehmen, die in der Lage sind, solche Potenziale auszuschöpfen, warten zahlreiche Benefits. Dazu zählen im Idealfall ein verbessertes Image, eine größere Bekanntheit und Kundenbindung sowie eine bessere Platzierung in den Suchmaschinen, wie Arthur Mai von TRG erfolgreich nachwies.

Facebook richtig einsetzen

Nachdem nun geklärt wurde, dass eine Investition in Facebook & Co. lohnt, ging es darum herauszufinden, wie man diese Medien am besten für seine Zwecke einsetzt. Hauptaugenmerk lag auf der Erstellung einer Facebook-Fanpage sowie der richtigen Nutzung von Facebook-Ads.

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BMW-Welcome-Page mit Aufforderung zum Liken

Bei ersterem wurde empfohlen, ein paar generelle Punkte zu beachten. Das fängt schon mit dem Profilbild an. Dieses sollte als Werbefläche gesehen werden und dadurch die Gesamtgröße, die dafür zur Verfügung steht (200 x 600 px), vollkommen ausnutzen. Auch sei es wichtig, eine ansprechende Welcome Page zu kreieren, die Nicht-Fans direkt zum „Liken“ auffordert. Was die Posts anbelangt, so kann als generelle Faustregel genannt werden, nicht mehr als einmal pro Tag etwas Neues zu verbreiten. Natürlich hängt dieses aber auch ganz stark vom jeweiligen Produkt bzw. der jeweiligen Dienstleistung ab. Ganz wichtig ist es jedoch, dem Nutzer einen wirklichen Mehrwert zu bieten. Dafür darf man sich thematisch gerne ein bisschen vom Kernprodukt entfernen und in Richtung Verwendungszweck denken. Wenn man bspw. einen Shop für Trauringe hat, sollte man nicht nur auf neue Trauring-Modelle hinweisen, sondern könnte auch generelle Hochzeits-Tipps geben. Als mögliche Benchmarks wurden Bonprix und BMW genannt, die auf diesem Gebiet bereits sehr erfolgreich unterwegs sind.

Wie man hingegen Facebook-Ads am besten nutzt, erklärten uns die Jungs von Efficient Frontier. Zunächst einmal müsse man sich bewusst werden, dass die CTR (Click Through Rate) bei Facebook im Vergleich zu Google sehr gering ist. Eine CTR von 0,02 gilt nämlich bereits als gut. Facebook hat aber einen anderen Vorteil: die Möglichkeit zum Targeting. So kann man genau bestimmen, welcher Zielgruppe (Alter, Beziehungsstatus, Wohnort, Geschlecht u.v.m.) die jeweilige Werbung angezeigt werden soll. Schafft man eine vergleichsweise hohe CTR, bekommt man bei der Abrechnung einen Discount. Genaues Wissen um seine Zielgruppe ist somit sehr zu empfehlen. Wenn ihr erfahren möchtet, von welchen Unternehmen ihr selber getargeted werdet, dann könnt ihr dieses ganz einfach unter www.facebook.com/ads/adboard abrufen.

Trends im Social Media auf der Spur sein

Sind Kampagnen für Social Media erstellt, dann möchte man diese überwachen. Häufig will man aber auch lediglich Trends auf der Spur sein. Dazu bieten sich zahlreiche interessante Tools an, über die uns Dominik Lehmann aufklärte. Sehr lukrative Werkzeuge seien z.B. die Forensuchmaschine Omgili oder die Facebook-Suchmaschine Bingagain. Beide können als RSS-Feed über den Netvibes-Account abonniert werden, sodass man am Ende nur ein Tool hat, mit dem man alle spannenden Entwicklungen im Auge behält.

Gute Beispiele für Social Media-Aktivitäten

Am Ende noch ein paar gute Beispiele für Social Media-Aktivitäten. Da ist zum einen der Otto-Facebook-Modelcontest 2010, bei dem überraschend ein Mann als Frau verkleidet gewann und damit einen so großen Hype auslöste, dass sich die Fananzahl von vormals 24.000 auf sagenhafte 2,2 Mio. vergrößerte. Aber auch die Nike-Kampagne von Kolle Rebbe zur WM 2010 war in ihrer Originalität einzigartig. Fans von Mesut Özil wurden nämlich aufgerufen, über Facebook ihre Erfolgswünsche an den Nationalspieler mitzuteilen. Diese wurden dann später auf einem Chip gespeichert und mit großem Medien-Spektakel in den Schuh von Mesut Özil eingepflanzt. Ihr seht also: Was vor allem zählt, ist das Talent, witzige Ideen zu entwickeln, die sich dann schnell viral verbreiten lassen.

Fazit

Jetzt noch mein Fazit: Alles in allem war der Social Media Day 2011 eine gelungene Veranstaltung, die vor allem von ihrer Vielfältigkeit und der Praxisnähe lebte. Lediglich bei den Tipps zur Erstellung einer Facebook-Fanpage hätte ich mir ein bisschen mehr Tiefgang gewünscht. In jedem Fall konnte ich aber einige wesentliche Learnings aus der Veranstaltung mit herausnehmen. Diese können bestimmt an der einen oder anderen Stelle bei der wirkungsvoll-Facebook-Fanpage und dem wirkungsvoll-Twitter-Account von Nutzen sein.

Head of international SEO
Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch … Ich lebe und arbeite in einem Sammelsurium an Sprachen. Das Spannendste ist dabei, jeden Tag aufs Neue im internationalen Team die kleinen aber feinen Unterschiede zu entdecken. Das gilt sowohl für die Kultur als auch die SEO-Branche des jeweiligen Landes. Nach meinem Traineeship bei der wirkungsvoll GmbH habe ich 2012 den internationalen Bereich unserer Agentur aufgebaut. Was hätte es Passenderes für mich geben können? Durch mein vorhergehendes Studium des Tourismusmanagements begeistern mich fremde Länder und Sprachen seit jeher. Das nun mit meiner anderen Leidenschaft, dem SEO, verbinden zu können, ist mehr als perfekt.

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Dieser Artikel wurde am Montag, den 21. März 2011 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
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