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Recap der smx München 2011 – Vorträge, Wissen und Networking

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Recap der smx München 2011 - Vorträge, Wissen und Networking

Der Tag nach der SMX. Mittlerweile dürften es die meisten wieder in ihre Heimat geschafft haben, auch wenn ich selbst noch in München weile. Also genau der richtige Zeitpunkt, um sich noch einmal in Erinnerung zu rufen, was sich in den letzten zwei Tagen alles ereignet hat. Denn ohne Frage war während der gesamten Konferenz nicht viel Zeit, um innezuhalten und zu realisieren, was alles passiert ist.
Wir trafen, wie sicherlich viele andere auch, schon am Montag im Hilton Hotel ein. Unser nächtlicher Trip durch den Englischen Garten auf der Suche nach etwas Essbaren war sicherlich ein interessanter Einstand in München und sorgte bei netten Gesprächen dafür, dass auch die erste Nacht nicht viel Schlaf mit sich brachte.

Rand Fishkin und die Statistiken

Am nächsten Morgen begann die eigentliche Konferenz nach der unkomplizierten Anmeldung direkt mit einem Knall. Die Eröffnungs-Keynote von Rand Fishkin dürfte wohl für die meisten Teilnehmer einer der Höhepunkte gewesen sein. Mit den ersten Einblicken in die statistische Auswertung von SEOmoz zum Thema Rankingkriterien wurde sofort klar, warum er einer der ganz Großen in der Szene ist. Schon bei dem schnellen und sehr unterhaltsamen Vortrag merkte man, dass wieder einige Überaschungen dabei sind. Im Kern hat Rand aber sicherlich recht, wenn er darauf hinweist, dass man oft nicht weiß, ob eine bestimmte Maßnahme direkt auf das Ranking wirkt oder es nur bei erfolgreichen Seiten “zufällig” gleichzeitig auftritt.

In den folgenden Stunden bis zur Mittagspause boten drei Panels die Möglichkeit, sich intensiver mit dem einen oder anderen Bereich auseinanderzusetzen. Für mich fiel die Wahl ganz klar auf die Themen “User Generated Content“, wo gerade Julian Grupp von HolidayCheck interessante Lösungen zur Aggregation solcher Inhalte gab. Auch das darauf folgende Panel mit Hanns Kronenberg und Stefan Fischerländer unter dem Titel Verschmelzung, insbesondere von Local und Mobile, war ausgesprochen spannend. Gerade weil wir Trainees erst vor kurzem über dieses Thema berichtet hatten, kam mir einiges bekannt vor. Doch auch wenn diese Verbindung bereits seit einiger Zeit immer wieder besprochen wird, scheint es jetzt zunehmend an Dominanz zu gewinnen.

Unterhaltsames und Networken – Auch das ist die SMX!

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SMX München 2011: Suchmaschinenmarketing geballt

Auch der Nachmittag bot wieder Interessantes, auch wenn ich gestehen muss, dass es in erster Linie interessant war, einigen der großen Namen beim Aggieren auf der Bühne zuzusehen. Inhaltlich waren die Vorträge, die ich besuchte, nicht mit so viel neuen Thesen gespickt. Trotzdem machte der unterhaltsame Vortragstil Freude beim Zuhören. Gerade die Webmasters on the Roof-Sendung, die sicherlich einige von euch online miterlebt haben, hatte durchaus ihre unterhaltsamen Momente. Besonders die Diskussion, ob Google überhaupt soziale Fähigkeiten besitzen kann, war sehr intensiv. Sie wurde wie die gesamte Sitzung von den beiden Amerikanern (Bob Rain und Rand Fishkin) sowie der europäischen Seite (Marcus Tandler und Mikkel deMib Svensen) dominiert. Leider konnten die anderen deutschen Vertreter bei dieser aufgedrehten und zum Teil sehr skurilen Unterhaltung kaum bleibende Eindrücke hinterlassen. Da würde man sich beim nächsten Mal schon einige stärkere Einwürfe wünschen.

Wer am Tag, insbesondere in der Mittagspause, noch nicht genug Kontakte geknüpfte hatte – und bekanntlich kann man eigentlich nie genug Kontakte haben – konnte am Abend im Vice noch einmal auf der Party einiges nachholen. Auch wenn die Location aufgrund der lauten Musik und teilweisen Enge nicht perfekt zum Networken war, konnte man einige interessante Gespräche führen. Zumindest wenn man im harten Kampf um die Essensteller bestanden hatte, die, kaum aus der Küche heraus, schon unter die Leute gebracht waren.

Google und Bing, ein klarer Gewinner oder wir sind doch alle White Hats

Leider dürfte wohl die Party am Vorabend schuld gewesen sein, dass bei der Keynote von Stefan Weitz (Bing/Microsoft) um 9 Uhr deutlich weniger Teilnehmer anwesend waren, als es noch am Vortrag bei Maile Ohye von Google der Fall gewesen war. Allen Langschläfern sei dabei gesagt, dass es sicherlich die falsche Wahl war, denn während Maile mir vorrangig wegen ihrer wohl google-typischen Aufgedrehtheit und dem Vortragsstil in Erinnerung blieb, konnte Stefan tatsächlich durch Inhalte punkten. Auch wenn beide natürlich nicht die großen Geheimnisse lüfteten, war es interessant, einen gewissen Einblick in die Wahrnehmung von Social Signals durch Bing zu erfahren. Abschließend sei noch einmal zusammengefasst: Natürlich sollten wir alle nur ganz anständig auf die User achten, denn das tun wir SEOs bekanntlich ja auch nur.

Und das bewiesen Fabian Rossbacher und Dominik Wojcik auch direkt am Morgen des zweiten Tages, als sie natürlich ausschließlich auf die Verteidigung gegen die bösen Übergriffe aus dem Black Hat-Bereich achteten und dabei ganz “unabsichtlich” auch einige Taktiken vorstellten. Da mir der bisher technische Teil zu kurz gekommen war, konnten mir am zweiten Tag die Vorträge zu HTML5 und zur Seitenarchitektur einige Einblicke geben. Wobei ich es ganz wie der Moderator Alexander Holl halten musste: Denn einige der Inhalte überschritten mein technisches Wissen als studierter Politologe. Trotzdem ein Anreiz, gerade hier noch einiges nachzuholen und die Tricks und Kniffe zu üben.

Predictive SEO – zur Abwechslung offen und ehrlich

Eine besondere Erwähnung verdient in meinen Augen das Panel zum Thema Predictive SEO. Auch wenn noch immer unklar ist, wer nun wirklich den Namen geprägt hat, ist doch ganz offensichtlich, dass aktuelle Themen und wiederkehrende Events für SEOs ein interessantes Potential bieten, in dem viel Suchvolumen steckt. Besonders möchte ich die Referenten dafür loben, dass sie mit ihren eigenen Strategien und Ansätzen so offen umgegangen sind. Eva Rausch von Traubenberg von der Deutschen Telekom und Daniel Haneberg von der Sueddeutschen ließen tatsächlich sehr tief blicken und einige der Ansätze, wie man sich gut auf Events vorbereiten kann, die mit Sicherheit regelmäßig auftauchen oder eben nur das Potential bergen, irgendwann interessant zu werden, dürften sicherlich für den einen oder anderen noch nützlich werden.

Mein Fazit

Da es für mich die erste Konferenz dieser Art war, kann ich nur begeistert sein und möchte nochmal Marcus Tandler danken, dass er mir den Besuch durch seinen Preis ermöglicht hat. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle natürlich auch bei der wirkungsvoll GmbH, die mir im Zuge meines Traineeships die Anreise sowie das Zimmer im Hilton spendiert hat. Ohne Frage habe ich, wie sicherlich auch viele andere, dort interessante Gespräche geführt und andere SEOs kennengelernt. Und wenn es auch inhaltlich nicht bei jedem Vortrag der große neue Wurf war, so konnte man doch, wenn man aufmerksam war, immer wieder interessante Ansätze mitnehmen. Ich möchte natürlich auch meine Top-3-Vorträge küren.

  1. Der erste Platz geht für mich an Eva Rausch von Traubenberg. Schon allein wegen ihrer sehr gut nutzbaren Strategie.
  2. Platz zwei müssen sich Dominik Wojcik und Fabian Rossbacher mit ihrer Black Hat Session teilen, da der Blick auf die dunkle Seite immer wieder einen gewissen Reiz hat.
  3. Und damit bleibt noch der dritte Platz, den ich den Webmasters on the Roof verleihen möchte, allein schon aufgrund ihres Unterhaltungswertes am Ende eines langen Konferenztages.

Ich hoffe, auch andere haben so positive Erlebnisse gehabt und dass man viele auch auf weiteren Konferenzen trifft. Hier noch schnell eine Liste der anderen Recaps zur SMX, die bereits veröffentlicht wurden:

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