Interview mit Jens Fauldrath

SEO Trainee

Interview mit Jens „Inhouse-SEO“ Fauldrath

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Interview mit Jens "Inhouse-SEO" Fauldrath
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Jens Fauldrath, Inhouse-SEO bei der Deutschen Telekom, spricht im Interview mit SEO-Trainee über den Unterschied zwischen Ranking und Kundengewinnung, verrät, welche Fähigkeiten ein guter SEO mitbringen sollte und warum er jeden Morgen aufwacht mit dem Gedanken: „Ich will die verdammt beste Seite zum Thema haben!“

SEO-Trainee Rike: Erzähle uns in ein paar Sätzen, wer du bist und was du machst.

Jens Fauldrath: Ich leite das Inhouse-SEO-Team der Deutschen Telekom AG, P&I. Das bedeutet, dass ich das Thema SEO für alle Internetauftritte der ehemaligen T-Online verantworte. Ich bin aber nicht für die t-home.de, telekom.de und t-mobile.de verantwortlich.

Dafür habe ich so spannende Websites wie fussball.de, wetter.info und die Load-Portale im Zuständigkeitsbereich. Aufgrund der Konzernzugehörigkeit arbeiten wir aber auch mit den Inhouse-SEOs von Scout24 und DeTeMedien zusammen, was den Job noch interessanter macht.  Wirklich gute Kollegen und ein offener Austausch sind extrem wichtig für unseren Erfolg.

fussball.de

fussball.de

Rike: Wie bist du im Bereich SEO gelandet?

Jens: Ich habe als Diplomand bei der t-online.de angefangen und zusammen mit Arne Kunisch die interne Suche der t-online.de optimiert. Während unserer Zeit als Diplomanden wurde die Suche ein eigenständiges Produkt mit Produktmanagement und wir beide sind sozusagen Gründungsmitglieder des Teams. Ich habe mich also zuerst mit Suche und Suchtechnologie beschäftigt, bevor ich die Seiten gewechselt habe.

Rike: Welche Fähigkeiten muss deiner Erfahrung nach ein guter (Inhouse-)SEO mitbringen?

Jens: Projektmanagement, Kommunikation, Organisation und Durchsetzungsvermögen sind die wichtigsten Fähigkeiten. Der Supernerd, der pizzaessend in der Ecke sitzt, wird leider nichts bewegen können. Danach kommt es auf die Größe und Art der Website an. Ich habe einen informationswissenschaftlichen Hintergrund, der mir die Methoden liefert, große Websites zu strukturieren. Informationsarchitektur ist deshalb auch mein Steckenpferd und die größte Schwäche der meisten deutschen Websites.

Ich habe in meinem Team aber auch Produktmanager und Online-Journalisten. Letztere helfen ungemein, wenn es um das Thema Google News und die Zusammenarbeit mit den Redaktionen geht. Dennoch besteht der Großteil meiner Mitarbeiter aus Informationswirten, was sicher auch meiner Dozententätigkeit an der Hochschule Darmstadt geschuldet ist.

Am Ende aber ist es wichtig, dass man Liebe zu seinem Produkt entwickeln kann und jeden Tag mit nur dem Ziel aufsteht: Ich will die verdammt beste Seite zum Thema haben! Wer mit weniger zufrieden ist, wird kein nachhaltiges SEO betreiben können. Google will die beste Seite finden. Jede Anpassung der Algorithmen wird dieses Ziel unterstützen. Also muss ich die beste Seite sein wollen.

Rike: Wie unterscheidet sich die Arbeit als Inhouse-SEO von der Arbeit eines SEOs, der für eine Agentur tätig ist?

Man muss die beste Seite zum Thema haben wollen.Jens: Wir können uns unsere internen Kunden nicht aussuchen und wir können nicht wegrennen. Dafür haben wir alle Daten, die wir benötigen, und kennen die Prozesslandschaft. Und wir können auch diese optimieren, was wir gelegentlich auch tun. Sprich, wir sind Teil des Teams und nicht jemand, der was verkaufen will.

Rike: Was meinst du genau mit der Prozesslandschaft? Was können wir uns darunter vorstellen?

Jens:  Ein Prozess beschreibt einen geregelten Ablauf, um eine Aufgabe zu erfüllen. Am Beispiel IT-SEO kann ich einfach erklären, wie man als Inhouse-SEO interne Prozesse nutzen kann, um SEO kostengünstig zu skalieren.

Kurzes Intermezzo: IT-SEO beschreibt bei uns die Anforderung an die technischen Systeme. Dazu gehört die Fähigkeit, 301er auf Dokumentenebene setzen zu können, Titel und Descriptions aller Seitentypen editieren zu können, und vieles mehr.

Wenn wir bestehende Websites evaluieren und einen IT-SEO-Maßnahmenkatalog erstellen, dann müssen wir aus diesen Maßnahmen Anforderungen formulieren und Change Requests stellen. Dabei ist es wichtig zu wissen, wie der Prozess für die Priorisierung und Umsetzung von Change Request funktioniert, sonst kann man den Anforderungen nicht gerecht werden.

Jetzt gibt es aber auch Dritte, die Anforderungen stellen. Diese können negativ für SEO sein. Deshalb ist es für uns sehr wichtig, alle Anforderungen an alle Systeme zu kennen. Aber wie kommen die Anforderungen zu uns? Hierzu haben wir den Prozess analysiert und die notwendigen Einsprungstellen für uns definiert. Danach haben wir mit den Verantwortlichen für diesen Prozess geklärt, dass wir im Prozessmodell an den entsprechenden Stellen informiert werden oder gar eine Freigabe erteilen müssen. Nur so können wir dauerhaft gewährleisten, dass nicht durch neue Anforderungen bestehende Zielerreichungen gefährdet werden.

Noch besser aber funktioniert IT-SEO dadurch, dass wir uns den Prozess zur Produktneuentwicklung angesehen haben. Aus unserem IT-SEO-Prüfprotokoll haben wir ein generisches IT-SEO-Lastenheft erstellt. Dieses haben wir mit unserer IT abgestimmt und danach als verpflichtenden Bestandteil in unseren Produktentwicklungsprozess integriert. Als Resultat sind neue Produkte wesentlich besser auf SEO vorbereitet und das ganze ist kostenneutral, da nichts nachträglich umgebaut werden muss.

Rike: Wie arbeitet euer Team im Bereich SEO? Macht jeder alles oder habt ihr Experten für bestimmte Themen (Linkaufbau, OnPage etc.)?

Seid mehr Verkäufer und weniger Nerd!Jens: Wir fahren eine etwas anstrengende Matrixorganisation. Für die einzelnen Portale und Projekte gibt es dezidierte Ansprechpartner, die für Fragen zur Verfügung stehen. Intern haben wir uns aber spezialisiert. OnPage gibt es bei uns jedoch nicht, da das Thema zu komplex ist um es einzeln zu betrachten. Wir unterscheiden hier zwischen IT-SEO, Informationsarchitektur und Contententwicklung. Zeitlich unterscheiden wir zwischen Evergreens, Events und News. Und dann haben wir noch Feeding (Google Produktsuche), XML-Sitemaps (Google-News, Google Video etc.) und andere Spezialthemen wie Rich Snippets etc.

Und wenn uns langweilig ist, entwickeln wir eigene Tools. So besitzen wir mit SQAT die beste deutsche Keyworddatenbank inklusive Reverssuche. Das bedeutet, ich kann auch prüfen, mit welchen Suchanfragen Nutzer zu einer Domain oder URL gekommen sind. Einfach phantastisch.

Außerdem besitzen wir eine eigene SEO-Suite, ein Tool zum Linkmanagement und ein Tool zur Linkrecherche. Und da wir sehr eng mit unserem Suchteam zusammenarbeiten, feeden wir selbst, aggregieren Inhalte für Landingpages und erstellen teilweise auch die XML-Sitemaps.

Rike: Wie verhindert ihr Betriebsblindheit?

Jens: Unser Netzwerk ist größer und deckt mehr Geschäftsfelder und Geschäftsmodelle ab, als die meisten Agenturen über ihre Kunden abdecken. Vor allem aber sind wir extrem viele SEOs, besonders auch außerhalb meines Teams. Die Scout24 hat viele SEOs, DeTeMedien und die Telekom an sich haben ebenfalls SEOs. Wir tauschen uns regelmäßig und offen aus. An diesem Austausch nehmen auch andere Beteiligungen und teilweise auch Ventures von uns teil. Vor allem dieser Austausch verhindert Betriebsblindheit. Daneben natürlich Konferenzen und Networking. Aber am wichtigsten: Meine Mitarbeiter sind keine Zombies. Die haben alle Gehirne und hinterfragen mich. Mitarbeiter, die fachlich fordern, fördern den Erfolg. Wäre es anders, wären wir auf meine Fähigkeiten beschränkt – und das wäre dann wirklich begrenzt.

Rike: Du bist auch als Moderator der Inhouse-SEO Show auf radio4seo tätig und erreichst damit ein breites Publikum. Wie wichtig ist der Bereich Reputationsmanagement für SEO?

Jens: Für SEO? Keine Ahnung. Für eine Person ist es aber sehr wichtig. Ich komme so einfach in Kontakt mit anderen SEOs. Aber auch Jobangebote helfen einem immer mal wieder weiter – und wenn es nur für das eigene Ego ist.

Rike: Ein kleiner Blick in die Kristallkugel: Wie wird sich SEO in den nächsten fünf Jahren verändern? Welche Herausforderungen warten deiner Meinung nach auf uns?

SEO bedeutet Kunden zu gewinnen.Jens: Da wir bei SEO immer den Menschen und Nutzer in den Mittelpunkt stellen, recht wenig. Menschen ändern sich nicht in fünf Jahren. Wir rennen nicht jedem Trend hinterher. Wir beschäftigen uns dafür mit Usability und Conversion. Und hier suchen und finden wir gute Kontakte zu den Kollegen und versuchen gemeinsame Strategien zu entwickeln. Wie ich immer sage: SEO bedeutet nicht zu ranken, sondern Kunden zu gewinnen. SEO ist nicht technisch. Technik ist ein Hygienefaktor. Man kann im IT-SEO viel verlieren. Aber gewinnen kann man nichts, wenn man das falsche Produkt, die falschen Inhalte oder schlicht eine beschissene Seite hat.

Mein Tipp: Seid mehr Verkäufer und weniger Nerd! Es wird Euch helfen.

Rike: Was denkst du über die Entwicklung von Google hin zu einem größeren lokalen Bezug? Welche Auswirkungen könnte das für ein Unternehmen wie die Telekom haben?

Jens: Da ich für die Telekom nicht zuständig bin, kann ich dazu nur als Privatperson Stellung nehmen. Der Einfluss dürfte aber sehr gering sein. Aber unsere Ladengeschäfte werden einfacher gefunden, was ja auch was hat.

Die Kollegen von DeTeMedien und Scout24 haben dazu aber sicher eine wesentlich differenziertere Meinung. Aber da müsst Ihr sie einfach selbst fragen.

Rike: Warum arbeitest du nach so vielen Jahren immer noch bei der Telekom?

Jens: Weil ich das verdammt beste SEO-Team leiten darf! Deshalb gibt es jetzt einen riesen Dank an meine Teammitglieder: Danke!

Rike: SEO-Trainee hast du in deinem Feedreader, weil…

Jens: Du nach einem Link von mir gefragt hast. Mache ich dann immer, will ja wissen, ob die Qualität konstant und ausreichend bleibt.

Rike: Kommen wir zum Schluss. Die letzte Frage bietet unseren Interview-Partnern traditionell Raum, ihren Ärger loszuwerden. Hier hast du die Möglichkeit, den überschätztesten SEO, den einfältigsten SEO-Blog oder ein skandalös schlechtes Tool zu bashen – Begründung optional. Dein ätzender Pfeil der Kritik trifft…?

Jens: Der überschätzteste SEO ist für mich String Emil. (Anm. d. Red.: String Emil hat bei einem Contest zum Keyword „SEO“ auf Platz 2 hinter Wikipedia gerankt und erregte vor allem durch Bilder von sich im String Aufmerksamkeit.)

Einfältige SEO-Blogs lese ich nicht, deshalb kann ich auch ad hoc keinen benennen.

Und schlechte Tools? Nutze ich eigentlich auch nicht. Wobei IBP und ähnliches ist schon übel. SEO kann man nicht automatisieren, weil es kein IT-Thema ist. Die Analysen, die diese Dinger ausspucken, sind für die Tonne. Wer keine Ahnung hat, kann sie nicht verstehen und wird mehr verlieren als gewinnen. Und wer diese absurden Tipps versteht, kommt ohne diese Tools schneller zum Ziel.

Rike: Vielen Dank für das Interview!

Über Jens Fauldrath

Jens Fauldrath

Jens Fauldrath

Jens Fauldrath hat an der FH Darmstadt studiert und ist Dipl. Informationswirt. SEO macht er seit seiner Zeit als Diplomand und leitet jetzt das Inhouse-SEO Team der Deutschen Telekom AG. Der FH Darmstadt ist er als Lehrbeauftragter erhalten geblieben und leitet dort Lehrveranstaltungen zum Thema Suchmaschinenoptimierung am Fachbereich Informations- und Wissensmanagement. Privat moderiert er die Inhouse-SEO Show auf radio4seo und schreibt regelmäßig auf seinem Blog inhouse-seo.de.

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  • Anton sagt:

    Sehr schönes Interview! Das IBP-Tool kenne ich gar nicht, aber da scheine ich ja eh nicht viel verpasst zu haben.

  • Marina sagt:

    Wieder einmal ein sehr schönes Interview! Sowohl die Hintergründe, als auch das ein oder andere Insider-wissen der SEO-Spezies kann so durch gezielte Fragen und zum nutzen Aller geteilt werden. „SEO bedeutet nicht zu ranken, sondern Kunden zu gewinnen“! Wie wahr, wie wahr.

  • Coskun Tuna sagt:

    Interessantes Interview und kompetenter Interviewpartner. Lesen hat Spaß gemacht. Kernaussagen treffen zu. Was die in der Ecke Pizza essenden Nerds dazu sagen weiss ich nicht.

  • shan_dark sagt:

    Super Interview, liest sich sehr locker-fluffig. Jens‘ Offenheit finde ich wie immer toll. Du gibst gute Tipps und nennst viele Wahrheiten. Schmunzeln musste ich bei: „Wir können uns unsere internen Kunden nicht aussuchen und wir können nicht wegrennen.“ Das will man manchmal, ich gebe es zu. Auf der anderen Seite können solche Herausforderungen auch Spaß machen. Aber es gibt auch Anfragen zu SEO-Projekten, bei denen ich sage, dass SEO hier nicht die Lösung ist oder durch ein anderes Online-Marketing-Instrument (SEO ist ja auch nur eines) schneller und besser der gewünschte Traffic erreicht werden kann. Ist selten, aber kommt vor. Meist jedoch nur, wenn die Bereitschaft zu Veränderungen auf Seiten des internen Kunden nicht vorhanden oder zu gering ist.

  • Suen sagt:

    Hallo,

    interessantes Interview. Bin regelmäßiger leser hier … und kann nur sagen „weiter so“.

    Die Inhouse-SEO Show auf radio4seo, kann ich auch nur weiter empfehlen.

  • Sepita sagt:

    „wir können nicht wegrennen“ lol

  • Tino sagt:

    „SEO kann man nicht automatisieren, weil es kein IT-Thema ist“

    => Wohl eher, Inhouse bzw. absolutes „White Hat“ SEO kann man nicht automatisieren 😉

  • SEOnaut sagt:

    Sehr cooles Interview. Halt wie man Jens kennt. Nur das Statement zu IBP zeigt, dass Jens in einer anderen Yliga denken MUSS. Es gibt nicht das SCHLECHTE SEO Tool, sondern nur den schlechten Nutzer dahinter. KMUs haben ganz andere Probleme wie so ein dicker Brand. Das sollte nicht vergessen werden.

  • Jürgen sagt:

    Immer wieder spannend von Jens zu lesen bzw. ihm zuzuhören. Ich würde mir gerne mal die SEO Abteilung der Telekom ansehen und staunen. Jens, machst Ihr Führungen?

  • Maxim sagt:

    Echt Super Interview!

    Da sind wirklich viele Wahrheiten drinn, vor allem dass „Seit mehr verkäufer und weniger Nerd“. Thats it!

    @Marco
    da hast du schon recht, aber es gibt ja wirklich haufenweise Tools die einem irgendwelche dubiosen Tipps zur Optimierung geben. Wenn da einer blind nach der Liste Arbeitet, dann arbeitet er weg.

    Ein Tool ist nur dann geeignet mir weiter zu helfen, wenn es mir die notwendigen Daten detailiert liefert, alles andere ist Unsinn. SEO findet im Kopf statt, dass kann kein Tool ersetzen.

    Grüße
    Maxim

  • jens sagt:

    Danke für Eure Kommentare zum Interview, freut mich riesig. Nur Marco muss ich leider vehement widersprechen. IBP ist einfach nur schlecht. Es hat wirklich nichts, was man gebrauchen kann. Bzw. dass was man gebrauchen kann, gibt es zu hauf kostenlos. Und so klein kann ein KMU nicht sein um mit falschen Informationen loszulaufen. Man kann keinen automatischen Seitentest erstellen, die sind alle Panne. Die Software versteht weder mein Geschäftsmodell noch meine Ziele. Deswegen sind die Tipps immer zu hinterfragen. Und wenn ich die Tipps fachlich hinterfragen kann, benötige ich die dämliche Software nicht.

  • Frank sagt:

    Interessantes Interview, ist anscheinend schon ne ganz andere Baustelle als mit Endkunden. Und ja, Verkäufer sein hilft natürlich – wobei es glaub auch hilfreich ist, zumindest ursprünglich aus der Nerd-Ecke zu kommen.
    Die reinen SEO-Verkäufertruppen ohne fachlichen Background als Nerd-Gegenentwurf braucht auch kein Mensch … ein eierlegender Wollmilchseo hat hingegen gute Chancen sich durch zu setzen 😉

    Ich kann mich dem Widerspruch nur voll & ganz anschließen – klar sind manche SEO-Tools ziemlich überflüssig & auch für KMUs keine empfehlenswerte Investition …

  • SEOnaut sagt:

    @Jens Ich kenne viele Leute, die über IBP an das Thema rangekommen sind. Na und ist doch gut. Wenn am Ende ein besseres Verständnis für das Thema steht ? Du glaubst nicht wie klein KMU im Verständnis sein kann.

    @Frank Kann es sein, dass du IBP jahrelang selbst beworben hast ? Ist mir doch so 😉

  • Frank sagt:

    Hi Marco,

    auf Dich ist Verlass … hatte schon vermutet, dass Dein Elefantengedächtnis das noch auf Lager hat 😉

    Ich hatte glaub noch bis vor etwa 2-3 Jahren nen Banner dafür in meiner SEO Blog Sidebar (dort aber bezeichnenderweise unter der „Fachleserschaft“ nie etwas verkauft), aber auch heute noch (glaube ich zumindest – wer weiß das schon so genau?) Banner auf anderen Projekten dafür, wo alle Jubeljahre mal was verkauft wird.

    Möchte den überzeugten Jüngern des Tools ja ne Möglichkeit geben ihr Tool erwerben zu können – ich bewerbe auch viele andere Dinge, die ich selbst nie kaufen würde … ich bin aber auch nur für wenige Mainstream-Produkte ne klassische Musterzielgruppe 😉

    Aber mal im Ernst … meinen Kunden habe ich Derartiges nie empfohlen, bzw. sie teils sogar gezielt davon abhalten müssen, über meine Banner zu kaufen. Ganz im Gegensatz übrigens zu z.B. zu SeoSpyglass, da kann ich guten Gewissens positive Reviews zu schreiben, da ich davon überzeugt bin & gebe daher auch gerne konkrete Empfehlungen dafür …

  • SEOnaut sagt:

    @Frank
    Ich empfehle auch keinem Kunden solche Tools. Aber ich verdrehe auch nicht die Augen, wenn sie zum Beispiel IBP als Einstieg ins Thema genutzt haben. Ich wusste auch, dass du in Sachen IBP und Werbung das Affiliate Schwert ziehen wirst, hehe. Ich bleibe aber bei meiner Ansicht, dass bestimmte Software Tools helfen können SEO zu verstehen. Ich habe kein Beispiel dafür , wo zum Beispiel IBP falsche Daten liefert. Man muss die Daten und Hinweise nur verstehen lernen. Mich würde aber mal interessieren, wo ihr die Schwachpunkte seht. Mal von der Abfragenbegrenzung abgesehen.

  • jens sagt:

    @Marco: Das ist mehr als einfach:
    1. Mehr als die Hälfte der Funktionen sind frei erhältlich oder wesentlich einfacher mithilfe von Excel zu realisieren.
    2. Die OnSite Analyse ist für die Tonne. Wie oben beschrieben, kann man automatisiert keine SEO-Analyse fahren die korrekte Handlungsaufforderungen gibt. Die Handlungsaufforderungen von IBP sind oft sehr gefährlich oder stehen in keinem Verhältnis von Kosten zu Nutzen. Abgesehen davon, dass man sie ohne technisches Verständnis nicht versteht. Und wenn man seine IT versteht, benötigt man das Tool nicht.
    Fazit: Das Tool ist und bleibt gefährlich. Wer auch immer damit arbeitet, wird sich keinen Gefallen tun. Und lernen kann man SEO damit auf keinen Fall.
    Finger weg von OBP und ähnlichen Tools. Die bringen einfach nichts. Dann lieber ein ordentliches Buch zum Thema (und die Website Boosting abonnieren. Mario versucht wirklich jeden Anfänger abzuholen. Wer schon für ihn geschrieben hat weiß, wie viele Runden er mit einem dreht, damit auch jeder der will den Artikel verstehen kann). Eine Investition in Wissen bringt immer die höhere Rendite. Wer aber heute noch glaubt, oder dem Glauben Vorschub leistet, dass SEO mit einigen technischen Tricks funktioniert, der versteht das Thema nicht mal im Ansatz.
    Weshalb ich leider auch sehr irritiert bin, dass Du diesen Ansatz verteidigst. Vielen hören auf Dich und Du schickst sie mit diesem Tipp direkt in die SEO-Hölle. Nun, wenn sie auch bei Deinen anderen Tipps auf Dich hören, kommen sie auch wieder raus. Aber warum der Umweg?

  • SEOnaut sagt:

    @jens
    Haha. Warum sollten wir auch immer einer Meinung sein ? Ist doch gut. Wie hasse ich es, wenn alle den selben Brei erzählen. Das verwirrt vielleicht manchen Anfänger, aber das muss dann wohl so sein.

    1.
    Na klar, kannst du vieles frei erhalten und dann die Daten in deine eigene Struktur packen. Wir sprechen da von der gleichen Basis. Wäre aber der Versuch alles in einer Oberfläche zu lassen nicht besser ? Einen Workflow in einer Oberfläche zu haben ? IBP versucht das nach meiner Meinung schon. Auch wenn nicht alles glänzt, so ist der Ansatz doch schon da und das will ich nicht einfach niederreden. Versuch mal „Normalos“ Excel näher zu bringen. Wir haben wohl echt viel mit ganz anderen Menschentypen zu tun 😉

    2.
    Onsite Analysen automatisiert sind wirklich nicht das Sahnestück von IBP, aber es trägt mögliche Faktoren zusammen. Zum Lernen und Verstehen möglicher Eigenschaften ist es nicht ungeeignet.

    Was für die Tonne ist und da gebe ich dir Recht ist das Rankingcheck Modul und der Anmelder.

    Aber auch egal, ich will hier nicht das Tool direkt verteidigen. Es geht mir mehr darum, wie Leute in das Thema einsteigen können und da denke ich kann man mit IBP oder auch den Data Becker Tool seine ersten Lektionen lernen. Ich kenne keinen, der mit dem Tool in die von dir benannte SEO Hölle geschickt wurde.

    Eine Diskussion über den Preis will ich hier anfangen, weil das Thema dann schnell sehr breit wird im Bezug auf SEO Tools.

    Ich kann dir sagen, warum ich den Zwischenschritt gehe. Wiel nicht alle Menschen studiert sind und gleich so ein analytisches Verständnis haben wie du. Nur weil einer nicht studiert hat oder anders lernt, heisst dass nicht, dass er es über einen bestimmten anderen Weg nicht lernen kann. Hinten raus kann darua auch nach Jahren ein guter SEO entstehen. Menschen sind nunmal unterschiedlich.

    Ich glaube, da treffen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Wir sind beide an einem ziemlich hohen Punkt, aber ich werde die Basis mit der ich es zu tun habe nicht verleugnen, nur um einem Klischee vom netten SEO zu folgen.

    Wie gesagt, da denken wir halt unterschiedlich (obwohl wir grundsätzlich wohl das selbe meinen).

    Ich sehe darin kein Problem, sondern eine Bereicherung. Diese zwei Welten spiegeln sich dann aber auch in anderen Teilen wieder und helfen mir zu verstehen. (Thema Personalausschreibungen)

    Liebe Grüße an dich Jens ;.)

  • Bastian sagt:

    Hallo Jens,
    Mich würde mal interessieren, weil du den Punkt Projektmanagement angesprochen hast, wie wird das bei euch umgesetzt? Wer ist da wie zertifiziert (GPM?), und wie wird das bei euch „ausgeübt“? (ok: Matrixorganisation wurde kurz erwähnt)

  • jens sagt:

    Hallo Bastian,

    für die Antwort müsste ich ein weiteres und auch längeres Interview geben. Grundsätzlich aber unterscheiden wir unsere eigenen Projekte im Team, die wir selbst planen und realisieren. Und Projekte aus dem Konzern, in denen wir nur unseren SEO-Teil zuliefern und verantworten. Grade bei Letzterem ist es wichtig im Vorfeld genau die Arpeitspakete zu definieren und die Abgabetermine zu klären. Das führt dann auch mal dazu, dass man weniger effektive Themen vorziehen muss um die Termine zu halten.

    Das ist jetzt sehr alllgemein wir können uns aber gerne mal direkt zu diesem Thema unterhalten.

    Wir planen und bauen aber auch keine AKWs, so dass eine gesonderte Zertifizierung nicht notwendig ist. Bisher haben unsere einfachen Bordmittel noch gereicht.

    lg, Jens

    • Rike sagt:

      Hallo Jens,

      vielen Dank dafür, dass du nochmal hier bei uns hereingeschneit bist, um die Frage von Bastian zu beantworten.
      Das nenn‘ ich guten Kundenservice 🙂

      Viele Grüße Rike

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