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Der SEO-Wochenrückblick KW 24

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Der SEO-Wochenrückblick KW 24
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Diese Woche beschäftigen wir uns mit der Suchmaschinenoptimierung für internationale Websites und dem hreflang-Attribut. Außerdem stellen wir den neuen Homepage-Baukasten von Google vor, empfehlen euch einen Artikel, der die Umstellung einer Website auf https thematisiert und informieren euch über Facebooks neue Abo-Funktion für Nachrichtenportale.

Internationales SEO und das hreflang-Attribut

Auf OnPage.org hat Kathrin Schubert einen ausführlichen Artikel veröffentlicht, der sich mit internationalem SEO und der Verwendung des hreflang-Attributs auseinandersetzt. Im ersten Schritt empfiehlt die Autorin, die eigene Zielgruppe zu analysieren, um zu bestimmen, welche Länder und/oder Sprachen für eure Seite relevant sind. Ein deutscher Onlineshop wird hauptsächlich Usern aus Deutschland vorgeschlagen. Wenn er aber deutschsprachige Nutzer in Österreich oder der Schweiz ansprechen soll, entsteht eine Konkurrenz mit den dortigen Online-Händlern. Mit der hreflang-Auszeichnung rel=“alternate“ hreflang=“x“ kann man die korrekte Sprache und Region angeben – “x“ steht dabei für den entsprechenden Ländercode, also z. B. “de“. Dieser Code kann um ein Sprachkürzel ergänzt werden. Für Kathrin Schuberts Beispiel mit dem deutschen Onlineshop für Deutschland und Österreich könnte der Code so aussehen:

Google nutzt verschiedene Geotargeting-Signale, um zu bestimmen, welche Seiten dem User in den Suchergebnissen angezeigt werden. Die Country Code Top Level Domain (ccTLD) ist dabei der wichtigste Faktor, aber auch der Server-Standort spielt eine Rolle. Zusätzlich ist es sinnvoll, die geografischen Ziele in der Search Console zu hinterlegen und die entsprechenden Informationen in einem Google-My-Business-Eintrag bereitzustellen.

URL-Struktur festlegen

Es gibt unterschiedliche URL-Strukturen für mehrsprachige Seiten. Einerseits können länderbezogene TLDs genutzt werden, also z. B. http://www.beispielseite.de und http://www.beispielseite.ch. Der Nachteil dieser Variante ist, dass diese Domains häufig sehr teuer sind. Andererseits kann man Subdomains verwenden, wie z. B. http://de.beispielseite.com. Zusätzlich ist es möglich, Unterverzeichnisse anzulegen (http://www.beispielseite.com/de). Allerdings besteht der Nachteil dieser URL-Struktur darin, dass es nur einen einzigen Sever-Standort gibt.

Search Console und Sitemap

In der Search Console kann man das geografische Ziel angeben, damit Google den Nutzern die richtige URL ausspielt. Dieses Vorgehen ist für Subdomains und Verzeichnisse möglich, bei ccTLDs ist die geografische Zuordnung bereits durch die Endung festgelegt. Außerdem kann man die verschiedenen Sprachversionen in der Sitemap hinterlegen, um der Suchmaschine die Zuordnung zu erleichtern.

Duplicate Content vermeiden

Um zu verhindern, dass die deutsche und österreichische Seite miteinander konkurrieren, weil sie den gleichen Inhalt bereitstellen, kann man ebenfalls das hreflang-Attribut verwenden. Im Head-Bereich des HTML-Codes wird dafür ein Link-Element eingesetzt, das auf die jeweils andere Sprachversion verweist. Es ist wichtig zu beachten, dass jede Sprachversion ihr eigenes Link-Element benötigt und dass die hreflang-Auszeichnung auf Seitenebene erfolgt, es müssen also alle Seiten mit dem Attribut versehen werden.

Wer weitere Informationen zu dem Thema benötigt, kann sich außerdem in unserem Guide für internationales SEO informieren.

Google News

  • Der Mobile-First-Index wird erst 2018 ausgerollt: Auf der SMX Advanced sagte Gary Illyes, dass die Umstellung des mobilen Indexes auf den Hauptindex aller Voraussicht nach nicht mehr in diesem Jahr stattfinden wird. Da der Prozess außerdem schrittweise vollzogen wird, kann es sein, dass der gesamte Index vielleicht erst in fünf Jahren umgestellt ist. Weitere Informationen findet ihr auf Search Engine Land.
  • Google Search Console mit Analytics verbinden: Atilla Wohllebe erklärt in einem Beitrag auf OnlineMarketing.de, wie man die Daten aus der Search Console auch in Google Analytics sehen kann. Da beide Tools unterschiedliche und sehr wertvolle Daten bereitstellen, ist es für viele Webmaster sinnvoll, die Daten in einem Tool zu vereinen.  Dies erleichtert ihnen zusätzlich die Analyse.
  • Was ist Near Duplicate Content? Auf SEO Südwest erfahrt ihr, was Google unter Near Duplicate Content versteht. Gary Illyes hat auf Twitter erklärt, dass es sich dabei zum einen um Inhalte handeln kann, die leicht verändert wurden. Zum anderen kann es auch genau der gleiche Content sein, der nur auf einer Seite mit anderen Seitenelementen, wie z. B. Sidebars, Footer oder Header, eingebunden ist.
  • Landingpage für Google My Business bauen: Wie t3n berichtet, hat Google einen Homepage-Baukasten vorgestellt, mit dem Kleinunternehmer ohne Webpräsenz eine kostenlose Landingpage erstellen können. Dafür kann man zwischen verschiedenen Vorlagen wählen und diese mit Fotos und Texten versehen. Felix Beilharz hat dazu eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt und geht auf die Vor- und Nachteile des Baukastens ein.

Vermischtes

  • Infografik zu SEO-Faktoren: Bereits zum vierten Mal hat Search Engine Land eine Grafik in Form eines Periodensystems veröffentlicht, in der viele Ranking-Kriterien und ihre Wichtigkeit aufgeführt werden. In diesem Jahr haben u. a. mobile Faktoren und die Ladegeschwindigkeit an Relevanz gewonnen.
  • Facebook will Abo-Funktion für Nachrichtenportale einführen: Bereits vor zwei Wochen haben wir im Wochenrückblick darüber berichtet, dass immer mehr Publisher aus den Instant Articles aussteigen. Nun plant Facebook offenbar ein neues Feature, um die Instant Articles für Verlage wieder attraktiv zu machen. Dabei soll es sich laut t3n um eine Bezahlschranke handeln, mit der die Nutzer ab einer bestimmten Anzahl an Klicks für das Lesen von Beiträgen zahlen sollen.
  • Website auf https umstellen: Auf seobility hat Franziska Bauer einen Leitfaden erstellt, wie man seine Website auf https umstellen kann. Unter anderem wird darin erklärt, wie man ein SSL-Zertifikat erhält und was bei der Einrichtung von Weiterleitungen beachtet werden sollte.
  • Apple entwickelt KI für autonomes Fahren: Tim Cook, CEO von Apple, hat bestätigt, dass der Konzern an einem System für autonome Fahrzeuge arbeitet. Zuvor war Apple an der Entwicklung eines Elektroautos beteiligt, jetzt hat sich der Schwerpunkt scheinbar auf das autonome Fahren verlagert. Ob es demnächst auch ein Apple-Auto geben wird, ließ Cook offen, berichtet die Welt.

Ein schönes Wochenende wünschen euch

Kira und die SEO-Trainees

SEO-Trainee
Schon während meines Studiums stand fest: Online Marketing und ich, das passt! An SEO begeistert mich besonders die Vielseitigkeit der Aufgaben sowie die Mischung aus Kreativität und logischem Denken. Ich freue mich darauf, mein theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen und bin gespannt, wohin die Reise geht.

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Dieser Artikel wurde am Freitag, den 16. Juni 2017 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
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