Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 8

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Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 8

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Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 8
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Während andere bereits ihr Wochenende planen, veröffentlichen wir auf SEO-Trainee unseren Wochenrückblick, damit all jene mit Informationen versorgt sind, die im Laufe der Woche einfach nicht dazu gekommen sind, die vielen interessanten Artikel zu lesen. Denn auch in den letzten Tagen stand die SEO-Welt nicht still und es gab wieder nützliche Tipps und Tricks.

SEOleaks, Schwarze Schafe und das Branchenimage

©Streuli Silvan/stock.xchng

©Streuli Silvan/stock.xchng

Mittlerweile ist es fast schon gute Sitte, dass jede Woche ein besonderes Thema alle deutschen SEOs mehr oder weniger bewegt. Diese Woche war es Jonas Weber, der sich am Dienstag auf webhelps einmal den Frust über die „besten“ SEO-Agenturen von der Seele schrieb. Sein Artikel stellte sehr anschaulich dar, mit welchen Mitteln einige schwarze Schafe der SEO-Branche versuchen, ihre Auftragsbücher zu füllen. Das von ihm aufgezeigte Beispiel ist dabei wohl leider bei allzu vielen Vetriebsagenturen zu finden, die mehr durch offensives Auftreten als durch Wissen auffallen. Denn wer die Richtlinien von Google nicht kennt und ganz offensichtlich Abstrafungen für Kunden in Kauf nimmt, kann wohl kaum über ausreichende Kenntnisse verfügen.

Seo-united griff die sich an den Artikel anschließende Diskussion auf und überlegte, ob nicht ein SEOleaks dem Image der Branche helfen könnte. Ohne Frage schaden solche Problem-Agenturen auch anderen Anbietern. Sie verärgern durch ihr offensives Auftreten Kunden, die danach auch von guten SEOs nicht leicht zu beruhigen sind. Die Idee von seo-united ist, die Sünder offen anzuprangern oder zumindest problematische Strategien darzustellen. Viele namhafte SEOs folgten nun der im Artikel genannten Bitte, ihre Meinung zu einem solchen Portal kundzutun. Es zeigte sich schnell, dass sich zwar die meisten Beteiligten des Problems bewusst sind, der Schutz von Kunden, die sich schlecht informieren, aber kaum möglich ist.

Auch wir SEO-Trainees sind zwar der Ansicht, dass im Onlinegeschäft zu viele Agenturen das Unwissen von Kunden ausnutzen, dies aber kaum zu ändern ist. Wir selbst und viele andere Blogs klären und diskutieren Themen im Bereich SEO.  Jeder, der im Internet agiert, und dabei wohlmöglich noch finanzielle Interessen hat, sollte also die Möglichkeiten sich zu informieren nutzen und sich nicht allein auf die von Vertrieblern präsentierten Punkte verlassen. Dies ist die einzige Möglichkeit solchen schwarzen Schafen aus dem Weg zu gehen.

Wo bin ich eigentlich? Onlinemärkte und Konkurrenzanalysen

Gerade viele junge Projekte, die sich erstmals mit SEO beschäftigen, stehen vor dem Problem, sich zum ersten Mal ihrer Konkurrenz bewusst zu werden und daraus Strategien zu entwickeln. Seokratie hat deshalb ein grobes Raster erstellt, mit dem man auf einem einfachen Niveau erkennen kann, welches Umfeld eine Seite in den Serps erwartet. Die von ihm beschriebenen fünf Märkte reichen von einem reinen Loser-Markt, den ein motivierter SEO im Handstreich erobern kann, bis zu High-End-Märkten, in denen bereits seit langer Zeit eine Abnutzungsschlacht tobt.

Ohne Frage hat Julian Recht, wenn er schreibt, dass die meisten realen Märkte eher Mischformen darstellen. Trotzdem sind die Grundkategorien gut zu nutzen. Neulinge sollten sehr bewusst entscheiden, wo sie aktiv werden wollen. Denn gerade starke Märkte bedeuten viel Arbeit, um gute Rankings zu erreichen, und dies kann auch sofort finanzielle Auswirkungen haben. Jeder der also hochmotiviert mit einem Projekt starten will und dabei auf SEO angewiesen ist, sollte zunächst einige Analysen anstellen, um nicht schnell Frust zu erleben oder gar vollständig zu scheitern.

Statistiken über Statistiken

Auch für alle Anhänger von Statistiken gab es diese Woche von zwei Seiten Material. Zum Einen hat pixelfolk die empirische Seite des Description-Tags untersucht. Es dürfte mittlerweile Einigkeit darüber herrschen, dass es sich nicht mehr um ein entscheidendes Rankingkriterium handelt. Trotzdem wird immer wieder überlegt, inwieweit es möglich ist, das Description-Tag zu nutzen und wann dieses überhaupt in den Serps angezeigt wird. Die auf 1.000 untersuchten Keywords basierende Studie zeigt dabei deutlich, dass der Desctiption-Tag in der Mehrheit der Fälle noch immer von Google übernommen wird und sich daher auch positiv auf die Klickrate auswirken kann. Entscheidende Faktoren wie das jeweilig gesuchte Keyword und die Länge sollten natürlich beachtet werden, aber die Nutzung ist ohne Frage weiterhin sinnvoll.

Statistik von pixlefolk.net

Statistik von pixlefolk.net

Die zweite Untersuchung stammt von den Internetkapitänen und beschäftigt sich mit den lokalen Suchergebnissen. Beobachtet wurde, wie viele Einblendungen in den Suchergebnissen gezeigt werden. Dabei wurde gezählt, wie viele Places-Einblendungen beziehungsweise normale Suchergebnisse präsentiert werden. Das Ergebnis zeigt dabei, dass aufgrund großer Portale viele kleinere Anbieter scheinbar nur in den Places-Einträgen auftauchen. Besonders die Mischung von Places-Einblendungen und normalen Suchergebnissen und die scheinbar ablaufende Kontrolle von Überschneidungen begründet dabei die Empfehlung der Kapitäne in beiden Varianten zu optimieren. Die Frage, die offen bleibt, ist: Wo für regionale Akteure die Priorität liegen sollte. Gerne könnt ihr uns in den Kommentaren mitteilen, wie ihr in diesem speziellen Bereich der Serps agiert.

Statistik der Internetkapitäne

Statistik der Internetkapitäne

Wo klicken meine Nutzer nur?

Wie die Themen in diesem Wochenrückblick deutlich beweisen, ist für die Arbeit im Bereich SEO das ständige Analysieren und Untersuchen der Konkurrenz und der eigenen Seite unumgänglich. Dazu passt es, dass selbständig-im-netz in einem diese Woche erschienenen Artikel beschreibt, auf welche Weise man die Klicks der Nutzer messen kann. So gibt es die verschiedensten Mittel, die Seite von Hand oder auch über PlugIns zu beobachten und so eine gute Datenbasis zu erlangen. Auch einige Firmen bieten verschiedene Analysen an, wie zum Beispiel heat-maps. Solche Daten sind ein Schatz für die eigentliche Optimierung einer Seite, egal ob fürs SEOs oder auch bei Fragen der Usability.

Clickanalyse mit heatmapWer weiß, wie die User die eigene Seite wahrnehmen und nutzen, kann Schwächen deutlich leichter erkennen. Auf diese Weise lassen sich auch nicht sofort ersichtliche Hindernisse für den Fluss des Traffics lösen. Allerdings sollte man trotz aller Daten stets mit Bedacht vorgehen und nicht hektisch alles ändern, sobald Probleme auftreten. Viele Maßnahmen brauchen eine gewisse Zeit um zu wirken und auch User müssen sich an neue Strukturen gewöhnen. Wer also ein genaues Monitoring betreibt und dabei ruhig bleibt, kann auch bei bereits lange bestehenden Seiten Potentiale erkennen und nutzen. Dabei gilt: Keine Seite ist für alle Ewigkeit perfekt.

Nützliche Tipps und Downloads

Die meisten SEOs nutzen Google für ihre tägliche Arbeit. In den letzten Wochen hatten bereits verschiedene Seiten Artikel zum Umgang mit nützlichen Suchoperatoren geschrieben und auch wir hatten dem Thema bereits einen Artikel gewidmet.. Auch dürften Befehle wie „site:“ oder „cache:“ zum absoluten Standart-Repertoire der SEO-Scene gehören. Wer zusätzlich noch einmal alle Befehle im Überblick sehen möchte, sollte sich diese Liste beim googleguide anschauen, auf der alle momentan funktionierenden Suchoperatoren mit ihrer Funktion erklärt werden. Dies hilft noch einmal einiges aus Google herauszuholen.

Wer noch einen allgemeinen Einstieg in den Bereichen des Onlinemarketings sucht und dabei nicht nur die trockene Theorie will, sollte sich das pdf von absolit herunterladen. Dort werden 28 Fallstudien vorgestellt. Verschiedene Autoren präsentieren Analysen bekannter Unternehmen und bieten einen guten Überblick über kreatives Denken und verschiedene Wege, die im Onlinemarketing zum Ziel führen können.

Social Media Day 2011

Hamburg Media SchoolFast schon zur Gewohnheit wird es, dass wir euch am Ende unseres Wochenrückblicks auf wichtige Veranstaltungen hinweisen. Diese Woche können wir euch den Besuch des Social Media Day am 18.März 2011 bei der Hamburg Media School empfehlen. Ein Blick auf den Flyer zeigt, dass viele interessante Themen vorgestellt werden, die einen guten Einstieg in den Bereich Social Media bieten. Natürlich könnt ihr mit den SEO-Trainees beim Ticketpreis von 449 Euro wieder Geld sparen. Nutzt bei der Anmeldung einfach unseren Partnercode „SMD-2011-Wirk“ und spart 50 Euro.

Damit endet dieser Wochenrückblick, aber wir hoffen natürlich wie immer, dass euch das eine oder andere Thema ermutigt, einen Kommentar zu schreiben, egal ob Kritik, Anmerkung oder sehr gerne auch Lob.

Wir von SEO-Trainee wünschen euch ein schönes Wochenende.

Dieser Artikel wurde am Freitag, den 25. Februar 2011 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
4 Kommentare bisher • RSS-Feed für Kommentare
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  • Tobias Fox sagt:

    Eine sehr schöne Auswahl. Den SEOkratie-Beitrag kann ich empfehlen – alleine die Marktnamen, die er sich ausgedacht hat, sind klasse!

    Grüße und ein schönes WE vorab,
    Tobias

    • Alex sagt:

      Sehe ich absolut auch so, es hilft auch einmal die Märkte ein wenig vor Augen zu nehmen, selsbt wenn man schon oft die Konkurrenz untersucht hat.

      Herzlichen Dank natürlich auch für das Lob.

  • Ingo Cebandt sagt:

    Hallo,

    ich verfolge schon lange Zeit das Hauen und Stechen zwischen „seiösen und „unseriösen“ Seo – Agenturen und ganz ehrlich ich bin mir nicht sicher wer hier mehr verlogen ist.
    Die einen offerieren eine Optimierung mit allen erlaubeten Techniken, allerdings unter dem Vorbehalt das es nur langfristig greifen kann…. mit oft immensen monatlichen Preisen…
    Die anderen das leicht zu erreichende Ziel der Spitzenpositionen in den Suchmaschinen zum Discounterpreis….. mit oft zweifelhaften Argumenten.
    Und genau da sind wir jetzt… bei den „zweifelhaften Argumeten“. Sind Argumente zweifelhaft oder falsch nur weil die Lobby der SEO´s schreit das wäre unseriös? Ich kann das Gelaber weder von der einen noch von der anderen Seite noch hören…. Tatsache ist das beide Seiten dem Kunden ein X für ein U vormachen…. denn wie so oft liegt die Wahrheit in der Mitte…. und auch wenn ich die ganzen reisserischen Angebote vom Markt haben möchte… so möchte ich auch das sogenannte „Seo-Agenturen“ nicht den Kunden als Melkkuh der Nation behandeln.
    Oft könnte man den Kunden der nicht soviel Geld für SEO zur Verfügung hat, durch einfache Hilfe, dazu verhelfen seine Webprojekte erfolgreicher zu machen. Wächst der Kunde, wachsen auch unsere Aufträge.
    Wir sollten aufpassen das „SEO“ nicht zum elitären Kreis wird, denn damit öffenen wir gerade den unseriösen Geschäftemachern Tür und Tor.

  • SEO Elite sagt:

    Hallo Ingo,

    ich kann Deine Argumentation nicht nachvollziehen noch verstehe ich Dein „Hauen und Stechen“ zwischen SEO Agenturen. Ich denke Du solltest zunächst verstehen, dass die Optimierung von Webseiten allgemein eine Dienstleistung ist, die man dem Kunden anbietet. Ob als SEO oder als Internetagentur. Ich gebe Dir Recht, dass es vereinzelt Agenturen gibt die (nicht nur bei SEO) Arbeit abliefern, die sicherlich mehr als fragwürdig erscheint und oft zu hoch vom Preis angesetzt ist.

    Doch bitte sage mir warum Du denkst, dass SEO ein elitärer Kreis wird bzw. sich ein elitärer Kreis bildet? SEO wird als Thema im Spiegel, teilweise in Reportagen im Fernsehen und in vielen anderen Medien breitgetreten. Die Basics von SEO sind immer mehr Kunden bekannt – es zählt nun die richtige Strategie und (da gebe ich Dir auch Recht) die angemessene Preispolitik gekopptelt mit einer seriösen und ehrlichen Beratung.

    Vielleicht kannst Du genauer erläutern welche Erfahrungen Du gemacht hast, dass Du jetzt so denkst.

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