Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 32 | SEO Trainee

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Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 32

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Auch wenn man meinen sollte, dass die Pressefreiheit in Deutschland eine Selbstverständlichkeit ist, wird man ab und zu noch eines besseren belehrt. Bevor wir euch die SEO News der Woche präsentieren, hier zunächst der offene Brief zur Unterstützung von netzpolitik.org – damit alle Blogger ihre Meinungsfreiheit auch weiterhin genießen können. Ganz in diesem Sinne bringen wir euch heute die neuesten Nachrichten sowie Tipps und Tricks aus der Online-Marketing-Welt. Mit dabei sind Hinweise zu der Mobile-Conversion-Optimierung, News aus dem Hause Google und vieles mehr!

Tipps zur Verbesserung der Mobile-Conversion-Optimierung

Auch wenn das Mobile Update schon eine Weile her ist, der Trend um die mobile Suche, Darstellung und Conversion geht immer noch aufwärts – schließlich wird so viel mobil gesucht und gekauft wie noch nie. Daher ist es für Website-Betreiber wichtiger denn je, den mobilen Traffic, der auf die eigene Seite gelangt, und die damit verbundene Conversion Rate im Auge zu behalten. Nils Kattau hat dazu auf OnPage.org einen Artikel veröffentlicht, der allen, die noch etwas an ihrer Mobile-Conversion-Optimierung tun wollen, fünf hilfreiche Tipps gibt.

1. Reduktion der Inhalte: Texte oder Inhalte allgemein, die auf Desktop-Versionen übersichtlich erscheinen, sind auf mobilen Endgeräten oftmals ellenlang, sodass der Besucher direkt das Interesse verliert, sich den ganzen Text durchzulesen. Mobile Inhalte sollten daher so angepasst sein, dass man sich durch wenig Scrollen direkt einen Überblick über den Inhalt verschaffen kann. Das gilt auch für Formulare: Auszufüllende Felder sollten auf ein Minimum reduziert werden. Natürlich alles unter dem Vorbehalt, dass Sinn und Aussage einer Website auch auf Mobile Devices erhalten bleiben. Also, weniger ist mehr!

2. Gleiches Erscheinungsbild auf allen Geräten: Viele Online Marketer beobachten die Customer Journey ihrer User und stellen nach wie vor fest, dass auf mobilen Endgeräten gesucht, dann aber auf mobile-devicesdem Desktop gekauft wird. Daher sollte das Erscheinungsbild einer Marketing-Aktion auf allen Zugriffspunkten für den User ähnlich gestaltet sein. Das gilt auch für Offline-Aktionen im Printbereich oder in klassischen Werbemitteln wie Plakatwerbung. Sprechen all diese Touchpoints die gleiche Bildsprache wie die zugehörige Landingpage, fühlt der User sich abgeholt und klickt den Kaufen-Button.

3. Above-the-Fold wird hinfällig: Der Darstellungsbereich bei kleineren mobilen Geräten wie Smartphones ist teilweise so klein, dass es ohne Scrollen nicht geht. Das ist aber auch gar nicht schlimm, denn das sind die mobilen User gewohnt. Von dem Gedanken, alles so weit oben wie möglich zeigen zu können, sollte man sich also verabschieden. Ein guter Tipp zur Mobile-Conversion-Optimierung ist es allerdings, einen Call to Action Button soweit oben wie möglich einzubauen.

4. Schnelle Ladezeiten ermöglichen: Nicht jeder hat ein Datenmonatspaket von 5 GB LTE-Highspeed-Internet. Daher sollte die mobile Darstellung der eigenen Website auch bei einer langsamen Internetverbindung nicht beeinträchtigt sein. Wenn User überdurchschnittlich lange warten müssen, schließen sie die Website noch vor dem vollständigen Laden. Schneller wird es meistens durch die Optimierung von Bildern und Grafiken. Eine Simulation der Ladezeiten einer Website bietet Google Chrome:

Mobil-Netzwerk-geschwindigkeit
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5. User Experience nachfühlen und Erwartungen erfüllen: Wichtig für Betreiber einer mobilen Website ist, dass sie sich klar machen, in welchen Situationen und unter welchen Umständen Besucher auf ihre mobilen Inhalte zugreifen. Meist geschieht das unterwegs und zwischen Tür und Angel. Daher muss das Ziel schnell erreicht werden können, kein Schnickschnack sollte von der eigentlichen Absicht der Website ablenken. Der situative Kontext, in dem sich der User beim Aufruf der Website befindet, spielt also eine große Rolle für die Darstellung der Inhalte.

Mit diesen fünf Hinweisen macht Nils Kattau deutlich, wie wichtig es ist, sich mit seinen mobilen Besuchern auseinanderzusetzen. Natürlich müssen die technischen Grundlagen gegeben sein. Wer mit seiner mobilen Optimierung immer noch nicht zufrieden ist, findet bei catbird eine super Step-by-Step-Checkliste ganz im Sinne von Googles Mobile Update und zusätzlich dazu noch gute Tipps zu Mobile-Traffic-Analyse.

Google News aus dieser Woche

In dieser Woche gab es direkt mehrere Meldungen aus Mountain View. Die wichtigsten Nachrichten haben wir euch zusammengetragen:

  • Falsches hreflang-Attribut wird ignoriert: Nicht immer so trivial ist der Einsatz des hreflang-Attributs, das verwendet wird, um die Suchmaschine auf verschiedene Sprachversionen einer Website hinzuweisen. Dass viele Webmaster damit noch Probleme haben, zeigte eine Benachrichtigung in der Google Search Console zum fehlerhaften Einsatz des Attributs, die an viele Website-Betreiber geschickt wurde. Die fragten sich, was nun mit dem falsch gesetzten Tag passierte. Die Antwort kam trocken von Gary Illyes:

  • Neue API in der Google Search Console: Seit einigen Tagen ist eine neue API-Schnittstelle für die Google Search Console verfügbar. Dadurch können Webmaster verschiedene Funktionen nutzen, ohne auf das Web-Frontend zugreifen zu müssen. Das sind z.B. das Abrufen und Hinzufügen von Webseiten oder Sitemaps. Über das Web Frontend können nach wie vor CSV-Dateien heruntergeladen werden. Die Schnittstelle ist ab sofort verfügbar und benötigt keine vorherige Registrierung.critics-google-schemaorg-markup
  • Noch mehr Infos im Knowlegde Graph: Zunächst nur in den USA, aber sicherlich demnächst auch bei uns verfügbar, sind die neuen Informationen, die man im Google Knowledge Graph findet. Dieser bildet nämlich jetzt auch Filme und Filmbewertungen in der oben in den Suchergebnissen angelegten Infobox ab. Die Bewertungen stammen dabei von Film-Kritikern, die ihre Kommentare per schema.org auszeichnen können, um bei einer entsprechenden Suchanfrage angezeigt zu werden. Im Laufe des Jahres sollen diese Bewertungs-Infoboxen auch für TV-Serien und Bücher funktionieren.
  • Project Tango ab Ende August in Deutschland: Mit seinem Project Tango brachte Google eine neue Form des Tablets auf den Markt. Das Gerät ist mit jeder Menge Sensoren und Kameras ausgestattet, die es ihm ermöglichen, seine Umgebung genau wahrzunehmen und zu analysieren. Welche Verwendung das haben soll, ist Google selbst noch nicht ganz klar. Da das Gerät nun aber auch nach dem Release in den USA, Kanada und Südkorea ab dem 26. August in Deutschland erhältlich ist, erhofft sich der Suchmaschinenriese viel Input durch Entwickler und Endkunden.

  • YouTube Player in neuem Look: Nach vielen Monaten der Testphase ist der neue YouTube Player jetzt ab sofort flächendeckend im Einsatz. Neu an ihm sind die transparenten Kontrollelemente, die während des Abspielens vollständig ausgeblendet werden. Dies ist der mobilen Version nachempfunden, die das 100%ige Erfassen des Videos schon seit einigen Jahren unterstützt. Auch die Auswahl in der rechten unteren Ecke wurde an die mobile Darstellung angepasst, in der es Overlay-Inhalte zum seitlichen Scrollen anstelle von verschachtelten Menüs gibt.

Keyword-Recherche und Ranking-Faktoren in der Video SEO

Wenn man sich den Erfolg von YouTube anschaut und überlegt, dass dort pro Minute ca. 300 Stunden Videomaterial hochgeladen werden, denkt man schnell mal über den Release eines eigenen Videos nach. Auch für Videos gibt es SEO, welche ein beliebtes Mittel für viele Bewegtbild-Fans ist. Und auch Videos besitzen Meta-Angaben, die mit Keywords angereichert werden können. Wie man die richtigen Keywords dafür findet, erklärt Lisa Bekurdts von den Internetkapitänen in ihrem Artikel zur Keyword-Recherche und zu den Ranking-Faktoren bei Videos sehr anschaulich.

Mit vier Tools lassen sich relevante Keywords für das eigene Video oder Ideen für das Storyboard ermitteln. Da ist zunächst das YouTube Dashboard, das über mehrere Filtermöglichkeiten Einblicke in aktuelle, meist angesehene Videos gibt. Sehr hilfreich, wenn man einen aktuellen Aufhänger für das eigene Video sucht!

YouTube-Dashboard
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Einen ähnlichen Überblick gibt Google Trends, wo speziell die YouTube-Suche angewählt werden kann. Praktisch dabei ist auch die Vergleichsmöglichkeit mehrerer Suchbegriffe im zeitlichen Verlauf. Wer dann immer noch ratlos ist, kann sich bei YouTube Autosuggest Ideen für häufig verwendete Suchanfragen holen. Die Internetkapitäne schlagen außerdem noch den Einsatz von W-Fragen-Tools vor, allerdings könnte sich das in Zukunft etwas schwieriger gestalten, da Google die API dazu geschlossen hat (wir berichteten). Mit den kostenlosen Tools keywordtool.io und dem Displayer Planner von Google empfielt suchradar.de dazu noch zwei sicherere Alternativen.

Hat man die Keywords dann gefunden, sollten sie in folgende Elemente eines Videos eingebaut werden:

  • Title
  • Description / Video-Beschreibung
  • Meta Tags
  • Kanal-Title und Kanalbeschreibung

Mehr noch als in der klassischen SEO spielen die Nutzersignale für das Ranking innerhalb von YouTube eine wichtige Rolle. Neben Klickrate, Verweildauer und Absprungrate sind vor allem auch Kommentare, Favoriten-Klicks oder die Aufnahme in Listen positiv für das Erscheinen auf vorderen Positionen. Bei der Generierung von Nutzersignalen kann man man ein bisschen nachhelfen. Lisa Bekurdts rät zum Kommentar-Aufruf innerhalb des Videos und zum Einbinden des Share Buttons für soziale Netzwerke. Auch die Prominenz des gesamten Kanals ist für das Ranking wichtig. Diese kann durch die regelmäßige Verwendung des Abo-Links gesteigert werden. Um die Brand mehr in Szene zu setzen, kann im Kanal ein Wasserzeichen angelegt werden, dass in jedem Video gezeigt wird.

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Wasserzeichen von Bloofusion © internetkapitäne.de

Hier finden Neueinsteiger in der Video-Produktion also genügend Inspiration zur Themenfindung und anschließender suchmaschinenoptimierten Umsetzung eines Videos!

Vermischtes:

  • Keyword-Recherche für Affiliate-Seiten: Diejenigen unter euch, die nicht nur auf der Suche nach Keywords für Videos, sondern für Affiliate-Produktseiten sind, erhalten bei eisy in dieser Woche hilfreiche Tipps. Im Rahmen einer Spendenaktion hat er eine Affiliate-Seite erstellt und teilt seine Erfahrungen bei der Keyword-Recherche mit euch!
  • Amazon-dash-buttonAmazon Dash Button in den USA verfügbar: Nicht ganz so ferne Zukunftsvisionen gibt es in dieser Woche bei netzaktiv.de, die den Amazon Dash Button vorstellen. Er ist bereits in den USA für bestimmte Produkte erhältlich und ermöglicht das automatische Nachbestellen von z.B. Waschmittel, wenn dies leer ist. Wie das genau funktioniert, lest ihr hier nach.
  • Erneutes Sicherheits-Update bei WordPress: Die WordPress-Sicherheitsexperten waren erneut fleißig, denn mit dem neuesten Update auf die Version 4.2.4 werden weitere Sicherheitslücken geschlossen, wie seo-suedwest.de berichtet. Mit dem Update werden vor allem Bugs zu Attacken per Cross-Site-Scripting und SQL-Injection gefixt.
  • API-Schnittstelle bei Instagram freigeschaltet: Instagram-Advertiser dürfen sich freuen, denn die Facebook-Tochter verkündete die Freischaltung der API-Schnittstelle zu Werbezwecken. Damit wird es möglich, Werbung direkt im sozialen Netzwerk zu schalten. Das läuft dann so ähnlich wie auch bei Facebook oder Twitter und erlaubt außerdem genaueres Tracking.
  • Neuer News Tab bei Twitter: Viele nutzen Twitter als superaktuelle Nachrichtenquelle. In den USA hat der Kurznachrichtendienst daher jetzt ein neues News-Format getestet. Dabei wird dem News-Tab, der ausschließlich den persönlichen Feed zum aktuellen Tagesgeschehen anzeigt, mehr Platz eingeräumt. Und so sieht das Ganze aus:

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    © t3n.de

  • HTTPS, ja oder nein? Auch wenn Google die verschlüsselte Datenübertragung mittels HTTPS-Protokoll als zwar kleinen, aber kommenden Ranking-Faktor ankündigte, scheuen sich viele Website-Betreiber aufgrund des hohen Aufwandes noch vor einer Umstellung. Jum Yu gibt daher auf searchenginewatch.com Tipps, wann der Einsatz des HTTPS-Protokolls für eine Website sinnvoll ist und wann nicht.
  • Popups adé? Wir kennen es alle: Nervige Werbe-Popups, die wir schon reflexartig wegklicken, ohne die Werbebotschaft dahinter überhaupt wahrzunehmen. Machen diese Formate dann überhaupt noch Sinn? Konversionkraft.de erklärt, warum Popups so gerne eingesetzt werden und zeigt Alternativen für zukünftige Einsatzmöglichkeiten auf.
  • Afterparty Online Marketing Rockstars: Wer bald einen Partyabend in Köln plant, sollte sich den 16.09. aussuchen, denn da legen die Online Marketing Rockstars richtig los. Die Location zur Rockstars Aftershow haben sie gestern schon einmal ausgecheckt. Mit einem fetten Line Up kann dann nichts mehr schief gehen – also schnell Tickets sichern!Gelb-orange, handgezeichnete Spiralensonne – Vektor/freigestel

Frisch informiert können wir euch nun guten Gewissens in die letzten Stunden der Arbeitswoche und dann in das wohlverdiente Wochenende entlassen! Ein paar sonnige Tage wünschen euch

Sandra und die SEO Trainees

 

SEO Trainee
Das Ziel des optimalen Ergebnisses vor Augen, kreativ und innovativ – SEO und ich haben eigentlich viel gemeinsam. Auch wenn ich noch blutige Anfängerin bin, freue ich mich auf neue Herausforderungen in der Welt der Keywords, Usability und OnPage-Optimierung. Von der oft trockenen Theorie heißt es jetzt ab in die Praxis und ins dynamische Feld der SEO, wo ich meine Liebe zum Schreiben einbringen möchte – vor allem hier im Blog!
Dieser Artikel wurde am Freitag, den 07. August 2015 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
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