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Der Jahresrückblick 2015: Best of SEO & Online Marketing

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Viel bewegte uns in 2015: Während SEOs vergeblich auf den Penguin warteten, begrüßten wir neue Updates wie das Mobile oder Phantom Update. Aber auch Themen wie maschinelles Lernen oder App-Indexierung hielten uns auf Trab. In den Social Media wurden Charlie Hebdot, die Flüchtlingskrise und der Krieg in Syrien ernst diskutiert. Etwas lockerer war die Frage, ob ein bestimmtes Kleid blau oder gold-weiß sei. Was sich alles in 2015 getan hat, haben wir euch in unserem Jahresrückblick 2015 zusammengetragen. Viel Spaß bei der Rückschau!

Während die Konkurrenz bei Yahoo! oder Bing zwar versucht mitzuhalten, jedoch irgendwie immer nur nachziehen kann, zeigen uns die Entwicklungen des Suchmaschinengiganten aus 2015 ein weiteres Mal, dass Google nicht umsonst Marktführer unter den Suchmaschinen ist. Viel ist passiert in diesem Jahr in Mountain View. Die wichtigsten Dinge haben wir für euch gesammelt.

#Mobilegeddon – Der Tag, nachdem doch nicht so viel passierte?

Schon Ende letzten Jahres begann Google, alle Webmaster langsam auf den 21. April 2015 vorzubereiten. Denn da sollte es passieren: Alle Websites, die eine mobil-optimierte Variante ihrer Inhalte bereitstellen, werden im mobilen Ranking bevorzugt. Die mobile Optimierung wurde zum Ranking-Faktor – zumindest in den mobilen SERPs. In den sozialen Medien wurde der Tag des #mobilegeddon sehnsüchtig erwartet, viele versprachen sich Großes davon. Die direkten Auswirkungen waren jedoch nicht so stark, wie man vorher vermutete. Nichtsdestotrotz gibt Google seitdem die Richtung vor: Da weltweit mittlerweile mehr Suchanfragen auf einem mobilen Endgerät erfolgen als am Desktop, stehen alle Ampeln auf Mobile. Das haben auch Werbetreibende erkannt und investieren daher bereits im Mai 2015 rund 64 % mehr in mobile Werbung. Aber auch Website-Betreiber nehmen das Mobile Update ernst:

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Durch diese Entwicklungen sind uns mit „Für Mobilgeräte“ gelabelte Suchergebnisse auf unseren Smartphones nun sehr geläufig und an der optimierten mobilen Ausspielung von Inhalten wird fleißig gearbeitet. An wem der mobile Zug immer noch vorbeifährt, der findet wichtige Informationen zum Update und zur mobilen Optimierung in unserem Artikel.

Neue Möglichkeiten für Publisher durch AMPs

Auch für Publisher werden neue Möglichkeiten geschaffen, eigene Inhalte durch mobile Optimierung nach vorne zu bringen. Den Weg dafür gab Google vor Kurzem vor: Durch AMPs, Accelerated Mobile Pages, wird es ab dem neuen Jahr möglich, Inhalte durch ein HTML-Framework noch schneller auf mobilen Endgeräten darzustellen. Sind Inhalte in diesem Format erstellt, werden sie mit einem Thumbnail als Karussell in den mobilen SERPs hervorgehoben dargestellt und höchstwahrscheinlich eher geklickt. Die Indexierung der AMPs bestätigte Google ab dem neuen Jahr, weswegen uns hier ein heißer Trend in 2016 begegnet, den es zu verfolgen gilt ;-).

amp-technologie-vorschau

Mobiles Qualitätsmanagement

Auch die zuletzt aktualisierten Google Quality Rater Guidelines folgen der Richtung mobilem Suchverhaltens. Das Qualitätsmanagement bei Google reagiert auf das Suchverhalten der User und testet selbst vorwiegend auf mobilen Endgeräten. Websites, die die den Qualitätsansprüchen nicht gerecht werden, fallen mit dem Merkmal „Fails to Meet“ komplett durch. Neben dem mobilen Schwerpunkt der Quality Rater Guidelines folgen sie weiterhin dem E-A-T-Prinzip, das Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness von Inhalten als zentrale Qualitätsmerkmale in den Vordergrund stellt.

Fortschritte bei der App-Indexierung

Ein weiterer wichtiger Bestandteil mobiler Optimierung für Website-Betreiber ist das Anbieten einer eigenen App und die damit verbundene Indexierung durch die Suchmaschine. Zunächst ermöglichte Google Android-Entwicklern über den Einsatz von Deep Links, Apps für den Google-Bot einfacher zu strukturieren, danach wurde diese Technologie auch für iOS-Apps eingerichtet. Außerdem wurde ein Google App Indexing office-hours Hangout eingerichtet, das bereits zweimal wichtige Fragen beantwortete. Und warum das alles? Sind Deep Links in einer App integriert, spielt Google die Inhalte der App in den Suchergebnissen mobiler Endgeräte aus. Das galt zunächst nur für die bereits installierten Apps, jetzt werden auch Suchergebnisse getestet, die Inhalte von nicht installierten Apps bereitstellen. Die App-Inhalte werden dann in Stream-Form vorgestellt. Spannende Entwicklungen, die uns auch in diesem Bereich im nächsten Jahr erwarten! Wie genau das mit der App-Indexierung geht, lest ihr in unserem Gastartikel noch einmal nach.

Phantomschmerzen mit Googles unangekündigten Updates am Kernalgorithmus

Die Bezeichnungen waren schwammig und Google hielt sich lange bedeckt: Das Phantom Update verdient sich seinen Namen nicht zuletzt durch die karge Vorankündigung seitens Google. Im Mai nahm der Suchmaschinenriese ein Update am Kernalgorithmus des Suchmaschinenapparates vor und alle SEOs waren verwirrt. Es schien sich auf die Qualität von google-phantom-updateWebsites zu beziehen und diese zu beurteilen, doch hatte es nichts mit dem Panda zu tun. Google ließ bloß verlauten, „dass es kein spambezogenes Update war, sondern dass es Änderungen am Kern-Ranking-Algorithmus in Bezug auf die Verarbeitung der Qualität der Signale gab.“

So rätselten SEOs und Website-Betreiber weiter, schwankte es doch heftig in den SERPs. Auch noch Wochen später wurden verschiedene Theorien aufgestellt. Doch Google ließ uns im Dunkeln tappen. Einen ähnlichen Verlauf beobachteten wir im November, wo Anfang des Monats ordentlich Bewegung in die SERPs kam und sich viele fragten, wieso. Auch hier hielt man das Phantom Update für verantwortlich, da Google keine offiziellen Bestätigungen zu anderen Updates wie z.B. Panda oder Penguin gab. Aufgrund der Veränderungen in den SERPs wird vermutet, dass es sich um einen Rollback des Phantom II handele und viele der damals abgewerteten Seiten nun wieder in den Rankings zulegen würden. Wer damals für übermäßigen Duplicate Content, qualitativ minderwertigen Content oder das Ranken zu Brand Keywords fremder Domains Ranking-Verluste einbüßen musste, scheint diese Rankings zumindest teilweise wieder zurückgewonnen zu haben.

Das neue Google Alphabet

Eine weitere, überraschende Nachricht von Google kam in diesem Jahr mit der Ankündigung der Alphabet als neue Muttergesellschaft von Google Inc., damit sich letztere wieder völlig auf das Suchmaschinen-Kerngeschäft konzentrieren kann. Unter Alphabet gehen dann weitere Unternehmen auf, die die Forschungs- und Innvationsabteilungen darstellen sowie die Joint-Venture-Projekte abbilden. Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin sind damit Geschäftsführer von Alphabet, neuer CEO von Google Inc. wurde Sundar Pichai, der zuvor Produktchef war. In der Suchmaschinenoptimierung hat sich durch diese Umstrukturierungen nicht viel verändert. Googles Standort in Deutschland passt super zur Mutterfirma:

Maschinelles Lernen durch RankBrain

Ende Oktober brachte Google ein neues Buzzword ins Spiel, das für viel Furore sorgte. Mit der Einführung von RankBrain gab der Suchmaschinegoogle-rankbrainngigant Insights über seinen Algorithmus preis, der viele überraschte. RankBrain beschreibt den Teil des Google-Algorithmus, der sich mit Suchanfragen beschäftigt, denen die Suchmaschine zum ersten Mal begegnet (das sind 15% aller Suchanfragen im Gesamten) und die sie mithilfe maschinellen Lernens beantwortet. Dahinter steckt ein komplexer Algorithmus, der zeigt, wie weit Google bereits im Beantworten semantisch komplizierter Anfragen ist, ohne dabei auf Erfahrungswerte zurückgreifen zu können.

Sehr beachtlich ist auch die Bedeutung, die RankBrain unter den Ranking-Faktoren zugeschrieben wird. RankBrain ist ein Teil des gesamten Google-Ranking-Algorithmus Hummingbird, der nach Googles eigenen Aussagen bereits einen „sehr großen Anteil“ der Millionen von täglichen Suchanfragen beantwortet. Ein so großer Anteil, dass RankBrain schon nach wenigen Monaten Einsatzzeit als drittstärkstes Signal bei der Suchanfragen-Auswertung genutzt wird.

Doch genug von Google selbst! Wie haben wir eigentlich in diesem Jahr gesucht? Das hier waren die Top Ten der deutschen Suchanfragen bei Google:

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Hier spiegelt sich das wider, was auch offline in diesem Jahr die Welt bewegte. Die Sonnenfinsternis im März hat auch uns stark bewegt. ;-).

Social Media in 2015

Aber nicht nur bei Google, sondern auch in den Social Media ist dieses Jahr unglaublich viel passiert. Auf Twitter wurde viel über #JeSuisCharlie, #RefugeesWelcome oder auch #LoveWins geredet und auch Facebook-Mitglieder bewegten Top-Themen wie „Flüchtlingskrise“, „Schuldenkrise in Griechenland“  oder „Krieg in Syrien“. Aber auch leichtere Themen um Prominenz wie Justin Bieber, zu #Dagibee oder Simon #Unge fanden auf Twitter ihren Zuspruch, weswegen die Plattform in Deutschland nach wie vor mit seinem eher boulevardesken Ruf zu kämpfen hat.

Twitter-Herzchen statt Sternchen

Wer einem Tweet seine Zustimmung aussprechen wollte, wurde im November mit einer überraschenden Neuerung begrüßt: Twitter passte sich seinen Social-Media-Konkurrenten an und ersetzte die Fav-Sternchen durch Like-Herzchen. Seitdem wird auch auf Twitter nur noch geliked.


Angeblich ist die Anzahl der Like-Interaktionen seit dem Herzchen gestiegen. Das hielt allerdings nicht lange vor, denn als Twitter vor Kurzem die API für den Share-Zähler schloss, gingen die Interaktionsraten zurück.

Facebooks neue Funktionen und der Angriff auf Google

Facebook blieb bei seinem Like Button, auch wenn es Überlegungen zu neuen Gefühlsausdrücken gab. Eine viel wichtigere neue Funktion auf Facebook schuf man im Mai mit Facebook Instant Articles. Mit dieser neuen Funktion für Publisher wird die schnellere Bereitstellung von Inhalten direkt über Facebook möglich. Dabei bleibt der User allerdings im sozialen Netzwerk. Zunächst wurde der Dienst nur in den USA mit einigen ausgewählten Publishern getestet, nun wird auch der deutsche Markt Stück für Stück erschlossen. In diesem Video sehen wir einen Vergleich zwischen einem Instant Article und einem „normalen“ Link der Bild-Zeitung.

Facebook will damit zur Nummer-Eins-Quelle werden, wenn es um Nachrichtenübermittlung auf mobilen Endgeräten geht. Kein Wunder, dass Google mit seinen AMPs da nachziehen will. Eine weitere Komponente des sozialen Netzwerks, an der Facebook im Laufe des gesamtem Jahres herumschraubte, war die Einbindung von Videos in die Plattform. Nachdem man bereits in 2014 die Autoplay-Funktion gestartet hatte, können nun seit einigen Monaten Videos während des Weiter-Surfens im Netzwerk angeschaut oder für das Anschauen zu einem späteren Zeitpunkt abgespeichert werden. Auch im Video-Bereich will Facebook Google also Konkurrenz machen und zielt damit ganz klar auf die „Vertreibung“ YouTubes aus der eigenen Plattform.

Instagrams Werbung für alle

Instagram_logoAuch Instagram leitete in diesem Jahr einige Schritte ein, um attraktiver für Werbepartner und Publisher zu werden. Die Werbemöglichkeiten, die bisher nur über Facebook zugänglich waren, wurden im November davon abgelöst und sind seitdem über Instagram selbst verfügbar – und das für alle. Zunächst wurde in den USA mit ausgewählten Partnern getestet, dann in Deutschland, nun kann jeder, der Werbung auf Instagram schalten möchte, dies tun. Über eine API lässt sich zwischen drei Möglichkeiten auswählen, bei den man entweder eine Werbestrategie anlegen, die eigene Zielgruppe besser kennen lernen oder durch Content Marketing neue Ideen finden kann. Die Nutzerzahlen von Instagram in Deutschland klettern stetig, momentan kann man von mehr als vier Millionen Nutzern ausgehen. Daher ist Instagram bereits ein Kanal, den Online Marketer nicht außer Acht lassen sollten und wird dies im Jahr 2016 sicherlich noch einmal erneut beweisen.

Trends für 2016

Auf was dürfen wir uns im kommenden Jahr freuen? Das Thema Mobile wird uns auch in 2016 noch weiter beschäftigen. Vor allem, wenn es mit den AMPs jetzt richtig lkristallkugelos geht. Aber auch die Apple-Suche, die seit iOS 9 zur Verfügung steht, wird uns noch weiter beschäftigen. Als Erstes wird jedoch der Penguin vorbeischauen und einigen Website-Betreibern Kopfzerbrechen bereiten. Im Hinblick auf SEO allgemein wird für viele SEOs oder Agenturen das Thema Conversion in den Fokus rücken, denn wie schon Karl Kratz in diesem Jahr feststellte, wachsen Traffic und Conversion als Ziel im Online Marketing immer mehr zusammen.

Online-Marketing-Strategien, die ihren Fokus auf Social Media legen, dürfen neben Instagram auch Kanäle wie Pinterest und vor allem Snapchat nicht ignorieren. Wir dürfen uns sicherlich überall auf neue, kreative Hashtags freuen und werden Trends zum Schaltjahr, zur Fußball-EM oder weiteren spannenden Ereignissen beobachten.

Damit wünschen wir euch allen noch eine entspannte Weihnachtszeit – hoffentlich habt ihr euch über eure Geschenke gefreut – und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2016, wo wir wieder alle Neuigkeiten für euch zusammentragen werden! Frohes Fest, Ho ho ho und Prost von

Sandra und den SEO Trainees

 

SEO Trainee
Das Ziel des optimalen Ergebnisses vor Augen, kreativ und innovativ – SEO und ich haben eigentlich viel gemeinsam. Auch wenn ich noch blutige Anfängerin bin, freue ich mich auf neue Herausforderungen in der Welt der Keywords, Usability und OnPage-Optimierung. Von der oft trockenen Theorie heißt es jetzt ab in die Praxis und ins dynamische Feld der SEO, wo ich meine Liebe zum Schreiben einbringen möchte – vor allem hier im Blog!

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Dieser Artikel wurde am Freitag, den 25. Dezember 2015 geschrieben. Wir freuen uns auf Deine Meinung, nutz hierfür einfach die Kommentarfunktion.
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